Die chinesische Massage Tuina Anmo

Nach dem Auftaktthema über die Geschichte der chinesischen Medizin und ihre Charakteristika und dem Vortrag über Akupunktur stellt Dr. Dr. Andrea-Mercedes Riegel diesmal die chinesische Massage Tuina Anmo vor.

Die chinesische Massage ist eine nicht körperöffnende Therapiemethode, die durchaus auch als Ersatz für die Akupunktur eingesetzt werden kann. Sie unterscheidet sich von der klassischen Massage grundsätzlich, denn sie bezieht unter Berücksichtigung der Leitbahnenverläufe sowohl die Stimulation einzelner Reizpunkte, als auch die Stimulation ganzer Flächen ein. Kleinkinder verfügen über besondere Reflexzonen, z.B. an den Fingern, über deren Massage eine sanfte Regulation, z.B. der Verdauung, erfolgen kann.

Der Vortrag findet online statt. Sie sind herzlich eingeladen und wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion.

Kurzbiografie der Referentin

Andrea Mercedes Riegel schloss an ein Sprachenstudium ein Studium der Sinologie, Germanistik und Medizingeschichte an. Sie spezialisierte sich auf klassische chinesische Medizin, studierte 1989-1991 chinesische Medizin an einer privaten Fachschule in Taiwan. Auf die Promotion 1999 in Sinologie folgte 2010 eine weitere in theoretischer Medizin. Sie arbeitet seit 1999 in eigener Praxis. Fachpublikationen, Übersetzungen klassischer medizinischer Texte aus dem Chinesischen in europäische Sprachen sowie Lehrtätigkeit sind weitere Betätigungsfelder.

Online-Vortrag: „Early Chinese Periodicals Online (ECPO) – ein Projekt stellt sich vor“

Am Dienstag, den 31.05.2022, um 19 Uhr, stellt Matthias Arnold, Mitarbeiter des Centre for Asian and Transcultural Studies Heidelberg (CATS), einen wahren Schatz vor, der in akribischer Kleinarbeit über viele Jahre zusammengetragen und aufgearbeitet wurde. In dem kurz ECPO (Early Chinese Periodicals Online) genannten Kooperationsprojekt des CATS, des Cluster of Excellence Asia and Europe In A Global Context, des Academia Sinica Digital Center und der Academia Sinica, der University of Washington sowie dem Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg, wurden und werden chinesische Zeitschriften und Zeitungen verschiedener Genres, deren Publikation bis in die späte Qing-Zeit zurückreicht, digital aufbereitet, katalogisiert, in themenspezifische, suchfähige Datenbanken aufgenommen und  für jeden frei zugänglich gemacht. Begonnen hatte das Projekt im Jahr 2010 mit der Digitalisierung von Frauen- und Unterhaltungszeitschriften (xiaobao). Doch über die Jahre kamen weitere Genres hinzu wie Film, Literatur, Politik, Religion, Mode, Lifestyle, Kunst, ausländische Presse usw.

Der Fundus umfasst derzeit 216 Zeitschriften und 36 Zeitungen aus den Jahren 1823 bis ca. 1951.

Meilenstein für interessierte Leser:innen aus aller Welt und für die Sinologie

Die Digitalisierung der oft schwer bis gar nicht zugänglichen analogen Zeitungen und Zeitschriften bedeutet einen Meilenstein für Leserin:innen aus aller Welt und für die Sinologie. Von einer zunächst einfachen Datenbank, die zum Ziel hatte, den Bestand zu konservieren, hat sich ECPO weit fortentwickelt. Weltweit erstmalig eröffnet ECPO einen unkomplizierten Zugriff auf einen digitalen Katalog. Mit der Einarbeitung von Metadaten (Autor, Biographie, Abbildungen) in englischer und chinesischer Sprache wurde die gezielte Suche nach bestimmten Inhalten vereinfacht und ermöglicht es, bestimmten Fragestellungen und Zeiträumen systematisch nachzugehen

Neue technische Herausforderungen

Der Entschluss, ECPO zu einer Open Access Plattform auszubauen, stellt die Wissenschaftler:innen aus den unterschiedlichsten Disziplinen abermals vor neue technische Herausforderungen. Aktuell wird an einem automatisierten Workflow gearbeitet, der die Bereitstellung von Volltexten ermöglicht. Die sich daraus ergebenden Fragestellungen sollen in dieser Veranstaltung vom aktuellen ECPO-Forschungsteam dargestellt werden. Darüber hinaus ist es der Wunsch, mit den Zuhörer:innen in einen Dialog zu treten, der möglicherweise neue Impulse zum weiteren Ausbau von ECPO liefert.

Der Vortrag findet online statt. Sie sind herzlich eingeladen und wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion.

Referenten:

Matthias Arnold ist seit 2020 wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Universitätsbibliothek im Bereich digitale Daten und ihre Bereitstellung. Sein Studium der klassischen Sinologie und Europäischen Kunstgeschichte führte ihn nach Halle, Berlin, Taipei, Karlsruhe und Heidelberg, wo er bei Professor Dr. Lothar Ledderose im Jahr 2003 mit einem CD-ROM Projekt sein Studium abschloss. Nach verschiedenen Stationen im Bereich IT, Digitalisierung und Visualisierung war er von 2008 bis 2018 am Excellenzcluster der Universität Heidelberg Asia and Europe in a Global Context, ab 2018 am Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) tätig.

 

 

Jia XIE promoviert derzeit am HCTS und befasst sich mit dem Studium moderner chinesischer Zeitungen, moderner Literatur des WU-Sprachraums und transkulturellen digitalen Wissenschaften. In seinen Abschlussarbeiten thematisierte er die Herausgabe chinesischer Zeitschriften von europäischen protestantischen Missionaren in den 1820er Jahren. Seit 2018 ist Jia XIE Mitarbeiter des ECPO-Projekts   und arbeitet am Aufbau mehrsprachiger digitaler Infrastrukturen.  

 

 

Suk Man YIP promoviert derzeit an der Universität Heidelberg im Fachbereich Sinologie und befasst sich mit den Werbestrategien der KP China im Hongkong der 1960er Jahre. Seit Juni 2021 ist sie Mitarbeiterin des ECPO-Projekts und hat an der Kodierung von “Jing Bao” gearbeitet, einer Boulevardzeitung der Republikzeit.   

 

 

 

 

Konstantin Henke hat im November 2021 an der Universität Heidelberg einen Bachelor im Fachbereich Computerlinguistik erhalten. Als Mitarbeiter des Heidelberg Centre for Transcultural Studies (HCTS) verfasste er seine Bachelorarbeieit zum Thema der automatisierten “Volltexttraktion” aus republikzeitlichen Zeitschrifften. Langfristig plant er, an der Schnittstelle zwischen Informatik und Sinologie tätig zu sein.   

 

 

 

Workshops „Filmisches Wirken“ mit Regisseur:innen Popo Fan 范坡坡 (Bejing, Berlin) und Thùy Trang Nguyễn (Vietnam, Berlin)

Programm:

11:30–12:30 

Popo Fan 

Queer Online Spaces: The Queer Asian Diaspora Speaks on Tik Tok

14–16 Uhr  

Thùy Trang Nguyễn 

Queere vietnamesisch-deutsche Perspektiven: Filmanalyse, Rezeption & praktische Umsetzung

 

Moderation: Frederike Schneider-Vielsäcker 

Sprache / language: English 

Ort/Venue: CATS (Centre for Asian and Transcultural Studies), Vossstr. 2, 69115 Heidelberg 

Raum/Room: 010.01.02

Anmeldung erbeten an / registration requested to:info@konfuzius-institut-heidelberg.de 

 

Inspired by real events and personal experiences during the COVID-19 pandemic, Popo FAN’s 范坡坡 (b. 1985) short film Wegen Hegel (2022) deals with the issue of discrimination in Germany. The story is set against the backdrop of the worldwide increase of verbal and physical attacks against Asians or people who are perceived as Asians since the beginning of the pandemic. At the same time, it highlights the discrimination of queer people of Asian descent based on prevailing toxic stereotypes. Acknowledging the transformative impact of cinematic works, the workshop will stimulate a conversation about the pressing questions in the construction of cultural, sexual, and gender identities that takes transcultural dynamics into account. In the workshop we will invite external speakers such as Berlin-based queer filmmakers Popo FAN and Thùy Trang Nguyễn. Participants will explore the impacts of cinematic representations taking Wegen Hegel as an entry point and juxtaposing it with Thùy Trang Nguyễn’s perspectives. The visibility of queer Asians in German society and their representation in German film will also be discussed. Participants are welcome to only join parts of the program. 

 

Short BIO

Popo FAN范坡坡 (b. 1985, he/him) is a queer filmmaker, writer, and activist from China. Under the precarious conditions of cultural production in the People’s Republic due to state censorship, he has already produced several independent short films and documentaries that have been screened at national film festivals such as the Beijing Queer Film Festival and the Beijing Independent Film Festival, as well as at international film festivals. His films cover topics such as same-sex marriage (New Beijing, New Marriage), transgender (Be A Woman), and feminism (The VaChina Monologues). Fan’s trilogy Chinese Closet, Mama Rainbow, Papa Rainbow focus on Chinese LGBTIQ+ families. In 2011, Fan received the Prism Award from the Hong Kong Lesbian and Gay Film Festival. Fan has been living in Berlin since 2017. His work has been funded by the Robert Bosch Stiftung’s Grenzgänger program, among others. In 2017, he participated in the young talent program Berlinale Talents and was a jury member for the queer film award Teddy Award at the Berlinale 2019. 

Thùy Trang Nguyễn (b. 1993, they/them)was born in Berlin and attended Freie Universität Berlin and ifs köln, receiving their B.A. in film theory and directing in 2021. Their short films were shown at national and international festivals, including Filmfestival Max Ophüls Preis 2021 and Iris Prize LGBT+ Film Festival 2021. As a filmmaker Nguyễn worked in several other positions – assistant director, editor, sound engineer, caster and consultant. In 2012, they were a co-founding member of Berlin Asian Film Network, a non-profit organization for Asian-German artists. Their occupation spans co-writing for TV shows, lecturing, facilitating multimedia art projects and creating a map for Asian-diasporic spaces in Berlin. 

Frederike Schneider-Vielsäcker (she/her) is an assistant professor at the Institute of Chinese Studies at Heidelberg University. She received her PhD in Chinese Studies from the Free University of Berlin in June 2021. Her thesis focuses on socio-political discourses in contemporary Chinese science fiction literature written by authors of the post-80s generation. She participated in international conferences and gave talks on Chinese SF at the MLA, ACLA and SFRA Annual Conventions, Stockholm University, University of Geneva, and Lund University. Recently she co-hosted an event series with major Chinese SF writers in Berlin and organized panel discussions for the Frankfurt book fair. In addition to science-fiction literature, her research explores queerness and feminism in China and Taiwan.  

Eine Kooperation zwischen dem Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS) und dem Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg e.V. 

 

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.

„Queere vietnamesisch-deutsche Perspektiven“ mit Thùy Trang Nguyễn (Vietnam, Berlin) Filmvorführung und Diskussion

Programm (Einlass 16.15 Uhr)

Filmscreening & Diskussion: „Queere vietnamesisch-deutsche Perspektiven” mit Thùy Trang Nguyễn (Vietnam, Berlin)

Gezeigt werden die Filme:

Roan (2019), 12 Min.

Jackfruit (2021), 34 Min.

 

Die Filme Roan (2019) und Jackfruit (2021) zentrieren drei Generationen der vietnamesischen Diaspora in Deutschland. Sie zeigen die Verstrickungen von Queerness und generationsübergreifenden Konflikten, Migration, Patrilinearität und buddhistischer Spiritualität. Wir zeigen beide Filme und sprechen im Anschluss mit Thùy Trang Nguyễn (keine Pronomen) über die queeren Perspektiven und das Aufbrechen toxischer Stereotype in Nguyễns Filmschaffen.

Sprache: OmU Deutsch/Vietnamesisch/Englisch mit englischen Untertiteln, Diskussion auf Deutsch

 

 

Moderation: Frederike Schneider-Vielsäcker

Sprache / language: Deutsch

Ort/Venue: CATS (Centre for Asian and Transcultural Studies), Vossstr. 2, 69115 Heidelberg

Raum/Room: 010.01.05

Anmeldung erbeten an / registration requested to: info@konfuzius-institut-heidelberg.de

 

Short Bio

Thùy Trang Nguyễn (b. 1993, they/them)was born in Berlin and attended Freie Universität Berlin and ifs köln, receiving their B.A. in film theory and directing in 2021. Their short films were shown at national and international festivals, including Filmfestival Max Ophüls Preis 2021 and Iris Prize LGBT+ Film Festival 2021. As a filmmaker Nguyễn worked in several other positions – assistant director, editor, sound engineer, caster and consultant. In 2012, they were a co-founding member of Berlin Asian Film Network, a non-profit organization for Asian-German artists. Their occupation spans co-writing for TV shows, lecturing, facilitating multimedia art projects and creating a map for Asian-diasporic spaces in Berlin. 

 

Frederike Schneider-Vielsäcker (she/her) is an assistant professor at the Institute of Chinese Studies at Heidelberg University. She received her PhD in Chinese Studies from the Free University of Berlin in June 2021. Her thesis focuses on socio-political discourses in contemporary Chinese science fiction literature written by authors of the post-80s generation. She participated in international conferences and gave talks on Chinese SF at the MLA, ACLA and SFRA Annual Conventions, Stockholm University, University of Geneva, and Lund University. Recently she co-hosted an event series with major Chinese SF writers in Berlin and organized panel discussions for the Frankfurt book fair. In addition to science-fiction literature, her research explores queerness and feminism in China and Taiwan. 

Eine Kooperation zwischen dem Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS) und dem Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg e.V. 

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. 

 

„Queere chinesische Perspektiven“ mit Regisseur Popo Fan 范坡坡 (Beijing und Berlin) Filmvorführung und Diskussion

Moderation: Frederike Schneider-Vielsäcker

Sprache / language: English 

Ort/Venue: CATS (Centre for Asian and Transcultural Studies), Vossstr. 2, 69115 Heidelberg 

Raum/Room: Seminargebäude, Raum 010.01.05 (Hörsaal)  

Anmeldung erbeten an / registration requested to:info@konfuzius-institut-heidelberg.de 

 

Beer! Beer! (He yi bei 喝一杯, 2019), Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln, 17 Min.

The Drum Tower (Gulou 鼓楼. 2018), Sprache: Chinesisch mit englischen Untertiteln, 18 Min.

Mama Rainbow (Caihong ban wo xin 彩虹伴我心), Sprache: Chinesisch mit englischen Untertiteln, 1h 20 Min.

 

Popo Fan ist ein queerer Filmemacher, Schriftsteller und Aktivist aus China, wo seine Dokumentationen und Independentkurzfilme einen bedeutenden Einfluss auf die queere Community nehmen. Seine Filme drehen sich um Themen wie die gleichgeschlechtliche Ehe, queere Familien, Transgender und Feminismus. Wir zeigen drei seiner Filme und sprechen im Anschluss mit Popo Fan über seine queeren Perspektiven und das Aufbrechen toxischer Stereotype in seinem Filmschaffen. 

Sprache: OmU Englisch / Chinesisch, Diskussion auf Englisch 

 

Short BIO

Popo FAN范坡坡 (b. 1985, he/him) is a queer filmmaker, writer, and activist from China. Under the precarious conditions of cultural production in the People’s Republic due to state censorship, he has already produced several independent short films and documentaries that have been screened at national film festivals such as the Beijing Queer Film Festival and the Beijing Independent Film Festival, as well as at international film festivals. His films cover topics such as same-sex marriage (New Beijing, New Marriage), transgender (Be A Woman), and feminism (The VaChina Monologues). Fan’s trilogy Chinese Closet, Mama Rainbow, Papa Rainbow focus on Chinese LGBTIQ+ families. In 2011, Fan received the Prism Award from the Hong Kong Lesbian and Gay Film Festival. Fan has been living in Berlin since 2017. His work has been funded by the Robert Bosch Stiftung’s Grenzgänger program, among others. In 2017, he participated in the young talent program Berlinale Talents and was a jury member for the queer film award Teddy Award at the Berlinale 2019. 

 

Frederike Schneider-Vielsäcker (she/her) is an assistant professor at the Institute of Chinese Studies at Heidelberg University. She received her PhD in Chinese Studies from the Free University of Berlin in June 2021. Her thesis focuses on socio-political discourses in contemporary Chinese science fiction literature written by authors of the post-80s generation. She participated in international conferences and gave talks on Chinese SF at the MLA, ACLA and SFRA Annual Conventions, Stockholm University, University of Geneva, and Lund University. Recently she co-hosted an event series with major Chinese SF writers in Berlin and organized panel discussions for the Frankfurt book fair. In addition to science-fiction literature, her research explores queerness and feminism in China and Taiwan.  

Eine Kooperation zwischen dem Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS) und dem Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg e.V. 

 

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern. 

Internationale Wochen gegen Rassismus 2022 – Lerne Deutsch in meiner Küche: Filmische Auseinandersetzung mit dem Chinesisch-Sein in Zeiten von COVID-19

Photo Credit: Nadja Wehling

Ausgelöst durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie in der chinesischen Stadt Wuhan richtet sich eine neue Welle des Fremdenhasses gegen das „Feindbild Chines*in“. So treffen rassistische Übergriffe verbaler und physischer Natur auch in Deutschland asiatisch gelesene Menschen, da diese aus Sicht der Täter*innen die unsichtbare Gefahr des Virus verkörpern. Mit der Zuspitzung des anti-asiatischen Rassismus in Zeiten der Pandemie beschäftigt sich der in Berlin lebende, chinesische Filmemacher Popo Fan in mehreren seiner Werke. Auf humorvolle, gar sarkastische Weise kritisieren seine Kurzfilme „Lerne Deutsch in meiner Küche“ aus dem Jahr 2020 und „Beer! Beer!“ (He yi bei ) aus dem Jahr 2019 Rassismus und Sinophobie. Beide Kurzfilme werden ab dem 22.4. im Stream zur Verfügung gestellt. Sie erhalten die Zugangsdaten nach Anmeldung per Email an info@konfuzius-institut-heidelberg.de. Am 29.4. diskutieren wir mit dem Regisseur Popo Fan darüber, was „Chinesisch-Sein“ in der gegenwärtigen Situation bedeutet. Das Gespräch findet in den Räumen des Konfuzius-Instituts, Langer Anger 3, 69115 Heidelberg statt.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Die Veranstaltung findet in einem Hybrid-Format statt. Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an info@konfuzius-institut-heidelberg.de. Vielen Dank!

Den Online-Livestream finden Sie hier:

Kurzbiografien:

Popo Fan ist ein queerer Filmemacher, Schriftsteller und Aktivist aus China. Unter den aufgrund der staatlichen Zensur prekären Bedingungen der Kulturproduktion in der Volksrepublik hat er bereits mehrere Independent Kurzfilme und Dokumentationen produziert, die sowohl auf nationalen Filmfestivals wie dem Beijing Queer Film Festival und dem Beijing Independent Film Festival, als auch auf internationalen Filmfestivals gezeigt wurden.

Seine Filme behandeln Themen wie gleichgeschlechtliche Ehe (New Beijing, New Marriage), Transgender (Be A Woman) und Feminismus (The VaChina Monologues). Fans Trilogie Chinese Closet, Mama Rainbow, Papa Rainbow setzte den Fokus auf chinesische LGBTIQ*-Familien. Im Jahr 2011 erhielt Fan den Prism Award vom Hong Kong Lesbian and Gay Film Festival. Seit 2017 lebt Fan in Berlin. Seine Arbeiten wurden u.a. vom Grenzgänger-Programm der Robert Bosch Stiftung gefördert. Im Jahr 2017 nahm er am Nachwuchsprogramm Berlinale Talents teil und war bei der Berlinale 2019 Jurymitglied für den queeren Filmpreis Teddy Award.

Frederike Schneider-Vielsäcker studierte Asienwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Chinastudien am Seminar für Ostasienwissenschaften der Freien Universität Berlin, wo sie von 2014 bis 2018 auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit sozialpolitischen Diskursen in der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction-Literatur. Von 2017 bis 2020 war sie Redakteurin bei Kapsel, der ersten deutschen Zeitschrift für chinesische Science-Fiction-Literatur, und hat eine Veranstaltungsreihe mit namhaften Science-Fiction-Autor*innen aus China mitorganisiert. Seit 2020 ist sie am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg tätig. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich neben ScienceFiction-Literatur noch mit Queerness und Feminismus in China und Taiwan.

 

Kurzfilme:

Filmvorführung (Vorab-Stream) und Live-Diskussion in englischer Sprache mit dem chinesischen Filmemacher Popo Fan.

Moderation: Frederike Schneider-Vielsäcker

„Lerne Deutsch in meiner Küche“ (2020) – Sprache: Deutsch/Chinesisch; 2.23min

„Beer! Beer!“ (He yi bei , 2019) – Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln; 17min

 

Artist Talk mit Yufan Lu und Iris Sikking

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2022 mit dem Titel From Where I Stand, die vom 19.  März – 22. Mai in unterschiedlichen Ausstellungsräumen in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg stattfindet, ist das Konfuzius-Institut Heidelberg erstmalig Kooperationspartner für zwei gesonderte Veranstaltungen.

Das Gespräch zwischen der Kuratorin Iris Sikking und der chinesischen Fotografin Yufan Lu gibt Einblicke in Lus Werkserie Make Me Beautiful. Darin setzt sich die Fotografin mit der boomenden Schönheitsindustrie in ihrer Heimat China auseinander. Um die dahinterliegenden Mechanismen nachzuvollziehen, suchte die Fotografin verschiedene plastische Chirurg*innen auf, ließ Operationspläne für ihr eigenes Gesicht erstellen und dokumentierte diese Erfahrungen künstlerisch. Diese persönliche Auseinandersetzung ist zugleich eine kritische Reflexion über die in den (Sozialen) Medien massenhaft zirkulierenden Bilder und Bildmanipulationen sowie ihre Auswirkungen.

Kurzbiografien: 

Yufan Lu:

© Yufan Lu, Diagnosis from Cosmetic Surgery Clinic 4, aus der Serie Make Me Beautiful, 2018

 

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2022 mit dem Titel From Where I Stand, die vom 19.  März – 22. Mai in unterschiedlichen Ausstellungsräumen in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg stattfindet, ist das Konfuzius-Institut Heidelberg erstmalig Kooperationspartner für zwei gesonderte Veranstaltungen.

Das Gespräch zwischen der Kuratorin Iris Sikking und der chinesischen Fotografin Yufan Lu gibt Einblicke in Lus Werkserie Make Me Beautiful. Darin setzt sich die Fotografin mit der boomenden Schönheitsindustrie in ihrer Heimat China auseinander. Um die dahinterliegenden Mechanismen nachzuvollziehen, suchte die Fotografin verschiedene plastische Chirurg*innen auf, ließ Operationspläne für ihr eigenes Gesicht erstellen und dokumentierte diese Erfahrungen künstlerisch. Diese persönliche Auseinandersetzung ist zugleich eine kritische Reflexion über die in den (Sozialen) Medien massenhaft zirkulierenden Bilder und Bildmanipulationen sowie ihre Auswirkungen.

Kurzbiografien: 

Yufan Lu:

Geboren 1991 in Tianjin/China, lebt und arbeitet sie heute als Fotografin und Schriftstellerin in Tianjin und Peking. 2017 schloss sie ihr Masterstudium „Photography and Urban Culture“ an der Goldsmiths University London ab. Lus Interesse gilt besonders der Visualisierung des Alltagslebens. Ihre Arbeit basiert dabei auf umfangreicher soziologischer Forschung.  Während sie häufig ihre fotografische Praxis mit Performance kombiniert, interessiert sie sich vor allem für die therapeutische Funktion des Ausdrucks mit dem Körper vor der Kamera und wie sich dies wiederum auf die eigene Wahrnehmung und Identität bezieht.

 

Iris Sikking:

© Eefje Ludwig

 

Iris Sikking wurde 1968 in Amsterdam geboren, wo sie als freie Kuratorin lebt. Sikking ist ausgebildete Fotohistorikerin und Filmeditorin und arbeitet in den Bereichen Fotografie, Video und digitale Kunst. Seit über 15 Jahren verwirklicht sie internationale Projekte in Kooperation mit Künstler*innen, konzipiert thematische Ausstellungen und veröffentlicht Fotobücher sowie Online-Projekte. 2018 war Sikking Chefkuratorin des Krakow Photomonth Festivals. Im selben Jahr erschien ihre Publikation Why Exhibit? Positions on Exhibiting Photographies (Fw:books). Als Gasteditorin war Sikking am Magazin Trigger#3 zum Thema „Care“ beteiligt, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Fotomuseum Antwerpen, der Biennale für aktuelle Fotografie und Fw:books entstanden ist.

 

Über die Biennale für aktuelle Fotografie 2022:

 

Unter dem Titel From Where I Stand erforscht die Biennale für aktuelle Fotografie 2022 in sechs Ausstellungen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie eine nachhaltigere, inklusive und selbstbestimmte Zukunft möglich werden könnte. Das Leben im 21. Jahrhundert ist stark von den komplexen, wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Mensch, Umwelt und Technologien geprägt. Durch Technologien können wir unseren Körper optimieren, immer und überall auf Informationen zuzugreifen, mit Gleichgesinnten kommunizieren sowie die Ressourcen, die die Erde bereithält, für uns nutzbar machen. Doch diesen Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber: Algorithmen und Filterblasen beeinflussen unsere Überzeugungen und unser Handeln einseitig. Nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Ressourcen; die Natur leidet unter Raubbau. From Where I Stand rückt fotografische Positionen, die sich zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus bewegen, in den Fokus. Die ausgewählten Künstler*innen entwickeln ihre Arbeiten als vielschichtige Erzählungen, die auf persönlichen Recherchen und individuellen Erfahrungen beruhen. Dabei sind sie sich ihres eigenen Standpunkts bewusst und berücksichtigen neben diesem auch Perspektiven von Menschen, mit denen sie intensiv zusammengearbeitet haben und die als Expert*innen des jeweiligen Themas involviert waren.

Die Biennale für aktuelle Fotografie findet alle zwei Jahre in den wichtigsten Ausstellungshäusern der drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg statt. Gezeigt werden Themenausstellungen von international renommierten Gastkurator*innen. Knapp 4.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet Platz für eine vielfältige Betrachtung aktueller fotografischer Positionen und schafft den Rahmen, über ein Medium nachzudenken, das unsere Gesellschaft prägt wie kaum ein anderes. Dabei spiegeln sich die mannigfaltigen Erscheinungsweisen der Fotografie in der Vielfalt der Orte wider, an denen sie präsentiert werden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellungen und fördert den lebendigen Austausch über Fotografie. Für die Realisierung der Biennale arbeiten Kulturveranstalter und -förderer der Metropolregion sowie nationale und internationale Künstler*innen und (Kooperations-)Partner eng zusammen. Die Biennale verbindet die drei Städte und ihre Kulturinstitutionen in einem städteübergreifenden Dialog miteinander und hat für diese Zusammenarbeit bundesweit Modellcharakter erlangt.

Weiter Informationen erhalten Sie unter: https://biennalefotografie.de/

Die Veranstaltung ist kostenfrei, findet online über Zoom statt und benötigt vorab eine Anmeldung. Der Talk findet in englischer Sprache statt.

 

 

 

 

Internationale Wochen gegen Rassismus 2022 – Anti-asiatischer Rassismus: Was ist das und wie können wir diesem begegnen?

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleidet die asiatische Community weltweit vermehrt verbale und physische Übergriffe. So gingen zwischen März 2020 und Juni 2021 über 9.000 Meldungen anti-asiatischer, rassistischer Vorfälle bei der US-amerikanischen Beschwerdestelle Stop AAPI Hate ein. Unter dem Hashtag #ichbinkeinviruszirkulierten Berichte rassistischer Übergriffe asiatisch gelesener Menschen in den deutschsprachigen sozialen Medien. Anti-asiatischer Rassismus ist jedoch kein neues Phänomen; auch sind asiatisch gelesene Menschen in Deutschland nicht nur von negativem, sondern auch positivem Rassismus betroffen. So gelten asiatisch gelesene Menschen mit Migrationsgeschichte häufig als „Vorzeigemigrant*innen“, werden dabei als homogene Massedargestellt und auch häufig als solche wahrgenommen. Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen des anti-asiatischen Rassismus und fragt sich, wie wir diesem begegnen und was wir diesem entgegensetzen können.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Die Veranstaltung findet in einem Hybrid-Format statt. Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an info@konfuzius-institut-heidelberg.de. Vielen Dank!

Den Online-Livestream finden Sie hier:

Kurzbiografie:

 

Ruirui Zhou studierte Germanistik an der Sichuan International Studies University und an der Wuhan University in China. Derzeit ist sie Doktorandin an der School of Sociology and Economics der Universität Hamburg, wo sie zur Kulturpolitik und Kulturentwicklung forscht. In ihrer soziologischen Arbeit setzt sie sich auch mit anti-asiatischem Rassismus auseinander. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist  Ruirui Zhou als Kolumnistin tätig und derzeit stellvertretende Vorsitzende der Chinesischen Gemeinde in Deutschland e.V.

 

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Photo credit: Miguel Ferraz

 

 

 

 

ChinaCool: Von Geistern und Göttern

Wir laden am 14. April herzlich zur nächsten Ausgabe von ChinaCool, unserem Tandem-Café, ein! Referentin Haoling Zhang promoviert am Heidelberg Centre for Transcultural Studies und wird uns etwas über chinesische Gottheiten erzählen.

Seit ihrer Kindheit in Chaoshan (Guangdong) kennt sie unterschiedliche Volksgottheiten. In ihrem Vortrag wird uns Haoling einige chinesische Gottheiten vorstellen und erklären, wie diese mit bestimmten traditionellen Festen in Verbindung stehen. Außerdem berichtet sie noch von ihren eigenen Erfahrungen und zeigt, welche verschiedenen Ausdrucksformen im Gebet an chinesische Gottheiten existieren.

Eine Übersicht über unsere Hygienevorschriften finden Sie hier.

Was ist ChinaCool?

Was wissen Deutsche eigentlich über China? Wie denkt man in Deutschland über China und welche Vorstellungen haben Chines:innen im Gegenzug von Deutschland und was denken Chines:innen über Deutsche?

Bei Chinacool hinterfragen wir gängige Vorurteile und Stereotypen über China und Deutschland und lernen den kulturellen Hintergrund des “anderen” Landes besser kennen. In Kurzvorträgen stellen wir Themen vor, die uns persönlich interessieren, die in China oder Deutschland gerade aktuell sind und uns Einblicke geben in Denken und Kultur in China wie in Deutschland. In kleinen Gruppen unterhalten wir uns in deutscher und chinesischer Sprache und lernen so China und Deutschland nicht nur aus einer oft ganz neuen Perspektive kennen, sondern haben auf diese Weise auch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu vertiefen, Sprachpartner:innen und Freunde zu finden.

Wir wollen gemeinsam lernen, dabei viel Spaß haben und Themen diskutieren, die uns ganz persönlich interessieren. Chinacool wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen organisiert. Ihr könnt eure Ideen einbringen und gemeinsam mit uns das Format gestalten. Wir freuen uns auf euch!

Artist Talk mit Yan Wang Preston und Iris Sikking

 

Frank, June 2013. Dali, China. From Forest series (2010-2017), ©Yan Wang Preston.

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2022 mit dem Titel From Where I Stand, die vom 19.  März – 22. Mai in unterschiedlichen Ausstellungsräumen in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg stattfindet, ist das Konfuzius-Institut Heidelberg erstmalig Kooperationspartner für zwei gesonderte Veranstaltungen.

In diesem von Iris Sikking moderierten Artist Talk blicken wir nach China, dem Heimatland der Fotografin Yan Wang Preston. Ihre Werkserie Forest zeigt, wie Bäume aus ländlichen Regionen des Landes mitten in rasant wachsende Millionenstädte verpflanzt werden. Ein mehrere hundert Jahre alter Baum etwa steht plötzlich inmitten eines Hotelkomplexes im Rohbau. Über Jahre hinweg dokumentierte Preston derartige Prozesse sorgfältig. Dabei setzt sie sich nicht nur mit Naturversatzstücken in der Stadt auseinander, sondern auch mit der Frage, inwiefern die von Entwurzelung und Umsiedlung gezeichneten Bäume eine Gesellschaft spiegeln.

Kurzbiografien: 

Yan Wang Preston:

 

©Yan Wang Preston.

Yan Wang Preston arbeitete nach ihrem Studium der klinischen Medizin an der Fudan Universität Shanghai zunächst als Anästhesistin. 2005 kam sie nach Großbritannien und widmete ihre Karriere ganz der Fotografie. 2009 schloss sie ein Masterstudium der Fotografie am Bradford College der Leeds Becket Universität ab und wurde 2018 an der Universität Plymouth promoviert. Dr. Wang Preston lehrt neben ihrer künstlerischen Tätigkeit Fotografie an der Huddersfield Universität.

Iris Sikking:

© Eefje Ludwig

Iris Sikking wurde 1968 in Amsterdam geboren, wo sie als freie Kuratorin lebt. Sikking ist ausgebildete Fotohistorikerin und Filmeditorin und arbeitet in den Bereichen Fotografie, Video und digitale Kunst. Seit über 15 Jahren verwirklicht sie internationale Projekte in Kooperation mit Künstler*innen, konzipiert thematische Ausstellungen und veröffentlicht Fotobücher sowie Online-Projekte. 2018 war Sikking Chefkuratorin des Krakow Photomonth Festivals. Im selben Jahr erschien ihre Publikation Why Exhibit? Positions on Exhibiting Photographies (Fw:books). Als Gasteditorin war Sikking am Magazin Trigger#3 zum Thema „Care“ beteiligt, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Fotomuseum Antwerpen, der Biennale für aktuelle Fotografie und Fw:books entstanden ist.

Über die Biennale für aktuelle Fotografie 2022:

Unter dem Titel From Where I Stand erforscht die Biennale für aktuelle Fotografie 2022 in sechs Ausstellungen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie eine nachhaltigere, inklusive und selbstbestimmte Zukunft möglich werden könnte. Das Leben im 21. Jahrhundert ist stark von den komplexen, wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Mensch, Umwelt und Technologien geprägt. Durch Technologien können wir unseren Körper optimieren, immer und überall auf Informationen zuzugreifen, mit Gleichgesinnten kommunizieren sowie die Ressourcen, die die Erde bereithält, für uns nutzbar machen. Doch diesen Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber: Algorithmen und Filterblasen beeinflussen unsere Überzeugungen und unser Handeln einseitig. Nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Ressourcen; die Natur leidet unter Raubbau. From Where I Stand rückt fotografische Positionen, die sich zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus bewegen, in den Fokus. Die ausgewählten Künstler*innen entwickeln ihre Arbeiten als vielschichtige Erzählungen, die auf persönlichen Recherchen und individuellen Erfahrungen beruhen. Dabei sind sie sich ihres eigenen Standpunkts bewusst und berücksichtigen neben diesem auch Perspektiven von Menschen, mit denen sie intensiv zusammengearbeitet haben und die als Expert*innen des jeweiligen Themas involviert waren.

Die Biennale für aktuelle Fotografie findet alle zwei Jahre in den wichtigsten Ausstellungshäusern der drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg statt. Gezeigt werden Themenausstellungen von international renommierten Gastkurator*innen. Knapp 4.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet Platz für eine vielfältige Betrachtung aktueller fotografischer Positionen und schafft den Rahmen, über ein Medium nachzudenken, das unsere Gesellschaft prägt wie kaum ein anderes. Dabei spiegeln sich die mannigfaltigen Erscheinungsweisen der Fotografie in der Vielfalt der Orte wider, an denen sie präsentiert werden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellungen und fördert den lebendigen Austausch über Fotografie. Für die Realisierung der Biennale arbeiten Kulturveranstalter und -förderer der Metropolregion sowie nationale und internationale Künstler*innen und (Kooperations-)Partner eng zusammen. Die Biennale verbindet die drei Städte und ihre Kulturinstitutionen in einem städteübergreifenden Dialog miteinander und hat für diese Zusammenarbeit bundesweit Modellcharakter erlangt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://biennalefotografie.de/

Die Veranstaltung ist kostenfrei, findet online über Zoom statt und benötigt vorab eine Anmeldung. Der Talk findet in englischer Sprache statt.