Internationale Wochen gegen Rassismus 2022 – Lerne Deutsch in meiner Küche: Filmische Auseinandersetzung mit dem Chinesisch-Sein in Zeiten von COVID-19

Photo Credit: Nadja Wehling

Ausgelöst durch den Ausbruch der COVID-19-Pandemie in der chinesischen Stadt Wuhan richtet sich eine neue Welle des Fremdenhasses gegen das „Feindbild Chines*in“. So treffen rassistische Übergriffe verbaler und physischer Natur auch in Deutschland asiatisch gelesene Menschen, da diese aus Sicht der Täter*innen die unsichtbare Gefahr des Virus verkörpern. Mit der Zuspitzung des anti-asiatischen Rassismus in Zeiten der Pandemie beschäftigt sich der in Berlin lebende, chinesische Filmemacher Popo Fan in mehreren seiner Werke. Auf humorvolle, gar sarkastische Weise kritisieren seine Kurzfilme „Lerne Deutsch in meiner Küche“ aus dem Jahr 2020 und „Beer! Beer!“ (He yi bei ) aus dem Jahr 2019 Rassismus und Sinophobie. Beide Kurzfilme werden ab dem 22.4. im Stream zur Verfügung gestellt. Sie erhalten die Zugangsdaten nach Anmeldung per Email an info@konfuzius-institut-heidelberg.de. Am 29.4. diskutieren wir mit dem Regisseur Popo Fan darüber, was „Chinesisch-Sein“ in der gegenwärtigen Situation bedeutet. Das Gespräch findet in den Räumen des Konfuzius-Instituts, Langer Anger 3, 69115 Heidelberg statt.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Die Veranstaltung findet in einem Hybrid-Format statt. Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an info@konfuzius-institut-heidelberg.de. Vielen Dank!

Den Online-Livestream finden Sie hier:

Kurzbiografien:

Popo Fan ist ein queerer Filmemacher, Schriftsteller und Aktivist aus China. Unter den aufgrund der staatlichen Zensur prekären Bedingungen der Kulturproduktion in der Volksrepublik hat er bereits mehrere Independent Kurzfilme und Dokumentationen produziert, die sowohl auf nationalen Filmfestivals wie dem Beijing Queer Film Festival und dem Beijing Independent Film Festival, als auch auf internationalen Filmfestivals gezeigt wurden.

Seine Filme behandeln Themen wie gleichgeschlechtliche Ehe (New Beijing, New Marriage), Transgender (Be A Woman) und Feminismus (The VaChina Monologues). Fans Trilogie Chinese Closet, Mama Rainbow, Papa Rainbow setzte den Fokus auf chinesische LGBTIQ*-Familien. Im Jahr 2011 erhielt Fan den Prism Award vom Hong Kong Lesbian and Gay Film Festival. Seit 2017 lebt Fan in Berlin. Seine Arbeiten wurden u.a. vom Grenzgänger-Programm der Robert Bosch Stiftung gefördert. Im Jahr 2017 nahm er am Nachwuchsprogramm Berlinale Talents teil und war bei der Berlinale 2019 Jurymitglied für den queeren Filmpreis Teddy Award.

Frederike Schneider-Vielsäcker studierte Asienwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Chinastudien am Seminar für Ostasienwissenschaften der Freien Universität Berlin, wo sie von 2014 bis 2018 auch als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit sozialpolitischen Diskursen in der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction-Literatur. Von 2017 bis 2020 war sie Redakteurin bei Kapsel, der ersten deutschen Zeitschrift für chinesische Science-Fiction-Literatur, und hat eine Veranstaltungsreihe mit namhaften Science-Fiction-Autor*innen aus China mitorganisiert. Seit 2020 ist sie am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg tätig. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich neben ScienceFiction-Literatur noch mit Queerness und Feminismus in China und Taiwan.

 

Kurzfilme:

Filmvorführung (Vorab-Stream) und Live-Diskussion in englischer Sprache mit dem chinesischen Filmemacher Popo Fan.

Moderation: Frederike Schneider-Vielsäcker

„Lerne Deutsch in meiner Küche“ (2020) – Sprache: Deutsch/Chinesisch; 2.23min

„Beer! Beer!“ (He yi bei , 2019) – Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln; 17min

 

Artist Talk mit Yufan Lu und Iris Sikking

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2022 mit dem Titel From Where I Stand, die vom 19.  März – 22. Mai in unterschiedlichen Ausstellungsräumen in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg stattfindet, ist das Konfuzius-Institut Heidelberg erstmalig Kooperationspartner für zwei gesonderte Veranstaltungen.

Das Gespräch zwischen der Kuratorin Iris Sikking und der chinesischen Fotografin Yufan Lu gibt Einblicke in Lus Werkserie Make Me Beautiful. Darin setzt sich die Fotografin mit der boomenden Schönheitsindustrie in ihrer Heimat China auseinander. Um die dahinterliegenden Mechanismen nachzuvollziehen, suchte die Fotografin verschiedene plastische Chirurg*innen auf, ließ Operationspläne für ihr eigenes Gesicht erstellen und dokumentierte diese Erfahrungen künstlerisch. Diese persönliche Auseinandersetzung ist zugleich eine kritische Reflexion über die in den (Sozialen) Medien massenhaft zirkulierenden Bilder und Bildmanipulationen sowie ihre Auswirkungen.

Kurzbiografien: 

Yufan Lu:

© Yufan Lu, Diagnosis from Cosmetic Surgery Clinic 4, aus der Serie Make Me Beautiful, 2018

 

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2022 mit dem Titel From Where I Stand, die vom 19.  März – 22. Mai in unterschiedlichen Ausstellungsräumen in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg stattfindet, ist das Konfuzius-Institut Heidelberg erstmalig Kooperationspartner für zwei gesonderte Veranstaltungen.

Das Gespräch zwischen der Kuratorin Iris Sikking und der chinesischen Fotografin Yufan Lu gibt Einblicke in Lus Werkserie Make Me Beautiful. Darin setzt sich die Fotografin mit der boomenden Schönheitsindustrie in ihrer Heimat China auseinander. Um die dahinterliegenden Mechanismen nachzuvollziehen, suchte die Fotografin verschiedene plastische Chirurg*innen auf, ließ Operationspläne für ihr eigenes Gesicht erstellen und dokumentierte diese Erfahrungen künstlerisch. Diese persönliche Auseinandersetzung ist zugleich eine kritische Reflexion über die in den (Sozialen) Medien massenhaft zirkulierenden Bilder und Bildmanipulationen sowie ihre Auswirkungen.

Kurzbiografien: 

Yufan Lu:

Geboren 1991 in Tianjin/China, lebt und arbeitet sie heute als Fotografin und Schriftstellerin in Tianjin und Peking. 2017 schloss sie ihr Masterstudium „Photography and Urban Culture“ an der Goldsmiths University London ab. Lus Interesse gilt besonders der Visualisierung des Alltagslebens. Ihre Arbeit basiert dabei auf umfangreicher soziologischer Forschung.  Während sie häufig ihre fotografische Praxis mit Performance kombiniert, interessiert sie sich vor allem für die therapeutische Funktion des Ausdrucks mit dem Körper vor der Kamera und wie sich dies wiederum auf die eigene Wahrnehmung und Identität bezieht.

 

Iris Sikking:

© Eefje Ludwig

 

Iris Sikking wurde 1968 in Amsterdam geboren, wo sie als freie Kuratorin lebt. Sikking ist ausgebildete Fotohistorikerin und Filmeditorin und arbeitet in den Bereichen Fotografie, Video und digitale Kunst. Seit über 15 Jahren verwirklicht sie internationale Projekte in Kooperation mit Künstler*innen, konzipiert thematische Ausstellungen und veröffentlicht Fotobücher sowie Online-Projekte. 2018 war Sikking Chefkuratorin des Krakow Photomonth Festivals. Im selben Jahr erschien ihre Publikation Why Exhibit? Positions on Exhibiting Photographies (Fw:books). Als Gasteditorin war Sikking am Magazin Trigger#3 zum Thema „Care“ beteiligt, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Fotomuseum Antwerpen, der Biennale für aktuelle Fotografie und Fw:books entstanden ist.

 

Über die Biennale für aktuelle Fotografie 2022:

 

Unter dem Titel From Where I Stand erforscht die Biennale für aktuelle Fotografie 2022 in sechs Ausstellungen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie eine nachhaltigere, inklusive und selbstbestimmte Zukunft möglich werden könnte. Das Leben im 21. Jahrhundert ist stark von den komplexen, wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Mensch, Umwelt und Technologien geprägt. Durch Technologien können wir unseren Körper optimieren, immer und überall auf Informationen zuzugreifen, mit Gleichgesinnten kommunizieren sowie die Ressourcen, die die Erde bereithält, für uns nutzbar machen. Doch diesen Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber: Algorithmen und Filterblasen beeinflussen unsere Überzeugungen und unser Handeln einseitig. Nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Ressourcen; die Natur leidet unter Raubbau. From Where I Stand rückt fotografische Positionen, die sich zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus bewegen, in den Fokus. Die ausgewählten Künstler*innen entwickeln ihre Arbeiten als vielschichtige Erzählungen, die auf persönlichen Recherchen und individuellen Erfahrungen beruhen. Dabei sind sie sich ihres eigenen Standpunkts bewusst und berücksichtigen neben diesem auch Perspektiven von Menschen, mit denen sie intensiv zusammengearbeitet haben und die als Expert*innen des jeweiligen Themas involviert waren.

Die Biennale für aktuelle Fotografie findet alle zwei Jahre in den wichtigsten Ausstellungshäusern der drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg statt. Gezeigt werden Themenausstellungen von international renommierten Gastkurator*innen. Knapp 4.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet Platz für eine vielfältige Betrachtung aktueller fotografischer Positionen und schafft den Rahmen, über ein Medium nachzudenken, das unsere Gesellschaft prägt wie kaum ein anderes. Dabei spiegeln sich die mannigfaltigen Erscheinungsweisen der Fotografie in der Vielfalt der Orte wider, an denen sie präsentiert werden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellungen und fördert den lebendigen Austausch über Fotografie. Für die Realisierung der Biennale arbeiten Kulturveranstalter und -förderer der Metropolregion sowie nationale und internationale Künstler*innen und (Kooperations-)Partner eng zusammen. Die Biennale verbindet die drei Städte und ihre Kulturinstitutionen in einem städteübergreifenden Dialog miteinander und hat für diese Zusammenarbeit bundesweit Modellcharakter erlangt.

Weiter Informationen erhalten Sie unter: https://biennalefotografie.de/

Die Veranstaltung ist kostenfrei, findet online über Zoom statt und benötigt vorab eine Anmeldung. Der Talk findet in englischer Sprache statt.

 

 

 

 

Internationale Wochen gegen Rassismus 2022 – Anti-asiatischer Rassismus: Was ist das und wie können wir diesem begegnen?

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie erleidet die asiatische Community weltweit vermehrt verbale und physische Übergriffe. So gingen zwischen März 2020 und Juni 2021 über 9.000 Meldungen anti-asiatischer, rassistischer Vorfälle bei der US-amerikanischen Beschwerdestelle Stop AAPI Hate ein. Unter dem Hashtag #ichbinkeinviruszirkulierten Berichte rassistischer Übergriffe asiatisch gelesener Menschen in den deutschsprachigen sozialen Medien. Anti-asiatischer Rassismus ist jedoch kein neues Phänomen; auch sind asiatisch gelesene Menschen in Deutschland nicht nur von negativem, sondern auch positivem Rassismus betroffen. So gelten asiatisch gelesene Menschen mit Migrationsgeschichte häufig als „Vorzeigemigrant*innen“, werden dabei als homogene Massedargestellt und auch häufig als solche wahrgenommen. Diese Veranstaltung beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Formen des anti-asiatischen Rassismus und fragt sich, wie wir diesem begegnen und was wir diesem entgegensetzen können.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus statt.

Die Veranstaltung findet in einem Hybrid-Format statt. Wir bitten um eine Anmeldung per E-Mail an info@konfuzius-institut-heidelberg.de. Vielen Dank!

Den Online-Livestream finden Sie hier:

Kurzbiografie:

 

Ruirui Zhou studierte Germanistik an der Sichuan International Studies University und an der Wuhan University in China. Derzeit ist sie Doktorandin an der School of Sociology and Economics der Universität Hamburg, wo sie zur Kulturpolitik und Kulturentwicklung forscht. In ihrer soziologischen Arbeit setzt sie sich auch mit anti-asiatischem Rassismus auseinander. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist  Ruirui Zhou als Kolumnistin tätig und derzeit stellvertretende Vorsitzende der Chinesischen Gemeinde in Deutschland e.V.

 

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Photo credit: Miguel Ferraz

 

 

 

 

ChinaCool: Von Geistern und Göttern

Wir laden am 14. April herzlich zur nächsten Ausgabe von ChinaCool, unserem Tandem-Café, ein! Referentin Haoling Zhang promoviert am Heidelberg Centre for Transcultural Studies und wird uns etwas über chinesische Gottheiten erzählen.

Seit ihrer Kindheit in Chaoshan (Guangdong) kennt sie unterschiedliche Volksgottheiten. In ihrem Vortrag wird uns Haoling einige chinesische Gottheiten vorstellen und erklären, wie diese mit bestimmten traditionellen Festen in Verbindung stehen. Außerdem berichtet sie noch von ihren eigenen Erfahrungen und zeigt, welche verschiedenen Ausdrucksformen im Gebet an chinesische Gottheiten existieren.

Eine Übersicht über unsere Hygienevorschriften finden Sie hier.

Was ist ChinaCool?

Was wissen Deutsche eigentlich über China? Wie denkt man in Deutschland über China und welche Vorstellungen haben Chines:innen im Gegenzug von Deutschland und was denken Chines:innen über Deutsche?

Bei Chinacool hinterfragen wir gängige Vorurteile und Stereotypen über China und Deutschland und lernen den kulturellen Hintergrund des “anderen” Landes besser kennen. In Kurzvorträgen stellen wir Themen vor, die uns persönlich interessieren, die in China oder Deutschland gerade aktuell sind und uns Einblicke geben in Denken und Kultur in China wie in Deutschland. In kleinen Gruppen unterhalten wir uns in deutscher und chinesischer Sprache und lernen so China und Deutschland nicht nur aus einer oft ganz neuen Perspektive kennen, sondern haben auf diese Weise auch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu vertiefen, Sprachpartner:innen und Freunde zu finden.

Wir wollen gemeinsam lernen, dabei viel Spaß haben und Themen diskutieren, die uns ganz persönlich interessieren. Chinacool wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen organisiert. Ihr könnt eure Ideen einbringen und gemeinsam mit uns das Format gestalten. Wir freuen uns auf euch!

Artist Talk mit Yan Wang Preston und Iris Sikking

 

Frank, June 2013. Dali, China. From Forest series (2010-2017), ©Yan Wang Preston.

Im Rahmen der Biennale für aktuelle Fotografie 2022 mit dem Titel From Where I Stand, die vom 19.  März – 22. Mai in unterschiedlichen Ausstellungsräumen in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg stattfindet, ist das Konfuzius-Institut Heidelberg erstmalig Kooperationspartner für zwei gesonderte Veranstaltungen.

In diesem von Iris Sikking moderierten Artist Talk blicken wir nach China, dem Heimatland der Fotografin Yan Wang Preston. Ihre Werkserie Forest zeigt, wie Bäume aus ländlichen Regionen des Landes mitten in rasant wachsende Millionenstädte verpflanzt werden. Ein mehrere hundert Jahre alter Baum etwa steht plötzlich inmitten eines Hotelkomplexes im Rohbau. Über Jahre hinweg dokumentierte Preston derartige Prozesse sorgfältig. Dabei setzt sie sich nicht nur mit Naturversatzstücken in der Stadt auseinander, sondern auch mit der Frage, inwiefern die von Entwurzelung und Umsiedlung gezeichneten Bäume eine Gesellschaft spiegeln.

Kurzbiografien: 

Yan Wang Preston:

 

©Yan Wang Preston.

Yan Wang Preston arbeitete nach ihrem Studium der klinischen Medizin an der Fudan Universität Shanghai zunächst als Anästhesistin. 2005 kam sie nach Großbritannien und widmete ihre Karriere ganz der Fotografie. 2009 schloss sie ein Masterstudium der Fotografie am Bradford College der Leeds Becket Universität ab und wurde 2018 an der Universität Plymouth promoviert. Dr. Wang Preston lehrt neben ihrer künstlerischen Tätigkeit Fotografie an der Huddersfield Universität.

Iris Sikking:

© Eefje Ludwig

Iris Sikking wurde 1968 in Amsterdam geboren, wo sie als freie Kuratorin lebt. Sikking ist ausgebildete Fotohistorikerin und Filmeditorin und arbeitet in den Bereichen Fotografie, Video und digitale Kunst. Seit über 15 Jahren verwirklicht sie internationale Projekte in Kooperation mit Künstler*innen, konzipiert thematische Ausstellungen und veröffentlicht Fotobücher sowie Online-Projekte. 2018 war Sikking Chefkuratorin des Krakow Photomonth Festivals. Im selben Jahr erschien ihre Publikation Why Exhibit? Positions on Exhibiting Photographies (Fw:books). Als Gasteditorin war Sikking am Magazin Trigger#3 zum Thema „Care“ beteiligt, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Fotomuseum Antwerpen, der Biennale für aktuelle Fotografie und Fw:books entstanden ist.

Über die Biennale für aktuelle Fotografie 2022:

Unter dem Titel From Where I Stand erforscht die Biennale für aktuelle Fotografie 2022 in sechs Ausstellungen und aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie eine nachhaltigere, inklusive und selbstbestimmte Zukunft möglich werden könnte. Das Leben im 21. Jahrhundert ist stark von den komplexen, wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen Mensch, Umwelt und Technologien geprägt. Durch Technologien können wir unseren Körper optimieren, immer und überall auf Informationen zuzugreifen, mit Gleichgesinnten kommunizieren sowie die Ressourcen, die die Erde bereithält, für uns nutzbar machen. Doch diesen Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber: Algorithmen und Filterblasen beeinflussen unsere Überzeugungen und unser Handeln einseitig. Nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Ressourcen; die Natur leidet unter Raubbau. From Where I Stand rückt fotografische Positionen, die sich zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus bewegen, in den Fokus. Die ausgewählten Künstler*innen entwickeln ihre Arbeiten als vielschichtige Erzählungen, die auf persönlichen Recherchen und individuellen Erfahrungen beruhen. Dabei sind sie sich ihres eigenen Standpunkts bewusst und berücksichtigen neben diesem auch Perspektiven von Menschen, mit denen sie intensiv zusammengearbeitet haben und die als Expert*innen des jeweiligen Themas involviert waren.

Die Biennale für aktuelle Fotografie findet alle zwei Jahre in den wichtigsten Ausstellungshäusern der drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg statt. Gezeigt werden Themenausstellungen von international renommierten Gastkurator*innen. Knapp 4.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche bietet Platz für eine vielfältige Betrachtung aktueller fotografischer Positionen und schafft den Rahmen, über ein Medium nachzudenken, das unsere Gesellschaft prägt wie kaum ein anderes. Dabei spiegeln sich die mannigfaltigen Erscheinungsweisen der Fotografie in der Vielfalt der Orte wider, an denen sie präsentiert werden. Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellungen und fördert den lebendigen Austausch über Fotografie. Für die Realisierung der Biennale arbeiten Kulturveranstalter und -förderer der Metropolregion sowie nationale und internationale Künstler*innen und (Kooperations-)Partner eng zusammen. Die Biennale verbindet die drei Städte und ihre Kulturinstitutionen in einem städteübergreifenden Dialog miteinander und hat für diese Zusammenarbeit bundesweit Modellcharakter erlangt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: https://biennalefotografie.de/

Die Veranstaltung ist kostenfrei, findet online über Zoom statt und benötigt vorab eine Anmeldung. Der Talk findet in englischer Sprache statt.

ChinaCool-Online: Chinesische Tuschemalerei

Unsere nächste Ausgabe des Tandem-Cafés “ChinaCool” findet am 10. März statt. Referentin Jialu Wang promoviert am Institut für Ostasiatische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg. Sie wird uns etwas über chinesische Tuschemalerei erzählen.

Schon während ihrer Kindheit hat Jialu Tuschebilder gemalt. In ihrem Vortrag wird sie auf die Geschichte der Tuschemalerei in China eingehen und berichten, wie diese zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur sogenannten “Nationalmalerei” (国画 guóhuà) ernannt und somit auch zu einem Teil der chinesischen Identität wurde. In ihrem Vortrag wird uns Jialu natürlich auch einige Beispiele chinesischer Tuschemalerei präsentieren!

Die Veranstaltung findet online statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Um zur Veranstaltung zu gelangen, klicken Sie bitte hier:

Was ist ChinaCool?

Was wissen Deutsche eigentlich über China? Wie denkt man in Deutschland über China und welche Vorstellungen haben Chines:innen im Gegenzug von Deutschland und was denken Chines:innen über Deutsche?

Bei Chinacool hinterfragen wir gängige Vorurteile und Stereotypen über China und Deutschland und lernen den kulturellen Hintergrund des “anderen” Landes besser kennen. In Kurzvorträgen stellen wir Themen vor, die uns persönlich interessieren, die in China oder Deutschland gerade aktuell sind und uns Einblicke geben in Denken und Kultur in China wie in Deutschland. In kleinen Gruppen unterhalten wir uns in deutscher und chinesischer Sprache und lernen so China und Deutschland nicht nur aus einer oft ganz neuen Perspektive kennen, sondern haben auf diese Weise auch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu vertiefen, Sprachpartner:innen und Freunde zu finden.

Wir wollen gemeinsam lernen, dabei viel Spaß haben und Themen diskutieren, die uns ganz persönlich interessieren. Chinacool wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen organisiert. Ihr könnt eure Ideen einbringen und gemeinsam mit uns das Format gestalten. Wir freuen uns auf euch!

Sinology goes public: Rezeptionsästhetik chinesischer Videospiele – Ästhetische Darstellung in Video- und Computerspielen

Am Donnerstag, den 24. Februar 2022 starten wir in unserer Vortragsreihe „Sinology goes public“ im neuen Jahr mit Chang Ming Ly und seinem Vortrag über „Rezeptionsästhetik chinesischer Videospiele – Ästhetische Darstellung in Video- und Computerspielen“. „Sinology goes public bietet Nachwuchswissenschaftler:innen eine Plattform, um ihre Forschungsthemen einem interessierten Publikum vorzustellen.

Video- und Computerspiele haben in Deutschland ihren Weg aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft gefunden, doch wird deren Rezeption weiterhin von der Debatte über Gewalt(darstellungen) in Videospielen dominiert. So beschränkte sich der öffentliche Diskurs oft auf die negativen Auswirkungen, sowie die Herabsetzung angeborener und kulturell bedingter Hemmschwellen der Rezipient:innen. Die akademische Welt befeuerte diesen Diskurs lange Zeit, indem auch sie ihre Forschungsschwerpunkte auf die mögliche Manipulation der Rezipient:innen durch Video- und Computerspiele und deren Langzeitfolgen in den Fokus rückte. Dass Videospiele jedoch auch das Potential besitzen, Menschen eine diverse Bandbreite von Emotionen auf unterschiedlichen Ebenen intensiv durchleben und spüren zu lassen, wurde in der Debatte eher selten thematisiert.

Inzwischen haben mehrere Forschungszweige dazu beigetragen, dass die Untersuchungen zu Videospielen facettenreicher und ausgewogener ausfallen. Allen voran sind die Bemühungen und Erkenntnisse der noch jungen Disziplin „Game Studies“ im Hinblick auf ästhetische und narrative Aspekte von Computerspielen zu nennen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einheitliche Analysemethoden zur Ästhetik des Mediums zu entwickeln.

Innerhalb dieses Rahmens untersucht die Rezeptionsästhetik, wie Rezipient:innen Computerspiele warhnehmen, stellt dabei Fragen nach dem Inhalt zugunsten von Fragen nach ausgelösten Wahrnehmungen in den Hintergrund und legt einen besonderen Wert auf die dabei ablaufenden Prozesse. Über welche partikularen Elemente zur ästhetischen Gestaltung verfügt das Medium und in welcher Wechselwirkung stehen diese zu den Rezipient:innen? Zeigen chinesische Videospiele in dieser Hinsicht Besonderheiten auf, die als ein “chinesischer Stil” bezeichnet werden können?

Mit diesen – und anderen – Fragen beschäftigt sich Chang Ming Ly in seinem Vortrag.

Die Veranstaltung findet online statt, eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Um zur Veranstaltung zu gelangen, klicken Sie bitte hier:

Chang Ming Ly ist Mitarbeiter des Konfuzius-Institut Heidelberg und promoviert derzeit im Rahmen des a.r.t.e.s. Graduate School for the Humanities Cologne Programms an der Universität zu Köln im Fachbereich Chinastudien. Er hat in Köln und Zhuhai studiert.

ChinaCool-Online: Wo sich die Tiger tummeln

Die erste Ausgabe von ChinaCool in diesem Jahr findet wieder einmal online statt. Referentin Wang Shangshang studierte in Heidelberg und promoviert nun an der Ludwig-Maximilians Universität in München. Am 1. Februar begann das Jahr des Tigers. Passend dazu befasst sich unser ChinaCool-Vortrag dieses Mal mit Tigern in der chinesischen Sprache und Kultur.

Beim Chinesischlernen begegnen einem oft “Tiger”. Recht früh beispielsweise lernt man den Ausdruck 马马虎虎 mǎmǎ hǔhǔ (wörtl. “Pferd Pferd, Tiger Tiger”, bedeutet “so lala”) kennen. In der Februarausgabe von ChinaCool 2021 (Vom Übersetzen und seinen Tücken) wurde das Sprichwort 骑虎难下 qíhǔ nánxià (wörtl. “Wenn man auf einem Tiger reitet, ist es schwer, abzusteigen”, etwa “Wer A sagt muss auch B sagen”) angesprochen. Dies sind nur zwei Beispiele von Sprichwörtern und Redewendungen, die in Verbindung zu “Tigern” stehen. Darüber hinaus werden im Vortrag auch einige Mythen und Geschichten mit und über “Tiger” angesprochen. Seien Sie gespannt!

Die Veranstaltung findet online statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Um zur Veranstaltung zu gelangen, klicken Sie bitte hier:

Was ist ChinaCool?

Was wissen Deutsche eigentlich über China? Wie denkt man in Deutschland über China und welche Vorstellungen haben Chines:innen im Gegenzug von Deutschland und was denken Chines:innen über Deutsche?

Bei Chinacool hinterfragen wir gängige Vorurteile und Stereotypen über China und Deutschland und lernen den kulturellen Hintergrund des “anderen” Landes besser kennen. In Kurzvorträgen stellen wir Themen vor, die uns persönlich interessieren, die in China oder Deutschland gerade aktuell sind und uns Einblicke geben in Denken und Kultur in China wie in Deutschland. In kleinen Gruppen unterhalten wir uns in deutscher und chinesischer Sprache und lernen so China und Deutschland nicht nur aus einer oft ganz neuen Perspektive kennen, sondern haben auf diese Weise auch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu vertiefen, Sprachpartner:innen und Freunde zu finden.

Wir wollen gemeinsam lernen, dabei viel Spaß haben und Themen diskutieren, die uns ganz persönlich interessieren. Chinacool wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen organisiert. Ihr könnt eure Ideen einbringen und gemeinsam mit uns das Format gestalten. Wir freuen uns auf euch!

Neujahrskonzert 2022 – Trommelwirbel zum Jahr des Tigers

Am 04.02.2022 wünschte das Konfuzius-Institut Heidelberg schon zum zweiten Mal in diesem Jahr allen ein frohes neues Jahr—diesmal jedoch in Form eines eindrucksvollen Konzerts in der Hebelhalle Heidelberg anlässlich des chinesischen Frühlingsfests, das den Beginn des Jahrs des Tigers markierte.

Die beiden Künstlerinnen des Abends, die Multi-Perkussionistin Shengnan Hu und die Pianistin Fang Liao, performten in der Hebelhalle vor insgesamt 111 Gästen ein eigens arrangiertes Set, bestehend aus Werken von Komponisten aus unterschiedlichen Regionen und Zeiten, unter anderem Huanzhi Li, Johann Sebastian Bach und Arturo Marquez. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung in die Besonderheiten des chinesischen Frühlingsfests durch Dr. Petra Thiel, Direktorin des Konfuzius-Institut Heidelberg, erklang der charakteristische Auftakt der Frühlingsouvertüre von Huanzhi Li aus dem Jahre 1956, einem Klassiker, der auf keiner Neujahrsgala fehlen darf.

Bereits die angekündigten Namen der Komponisten versprachen im Vorfeld für den Abend eine große Varietät an Klangbildern—eine künstlerische Überlegung, die sich wie ein roter Faden durch das Programm zog. So verwunderte es niemanden, dass die musikalisch vertonten, wilden Straßenfeste Chinas in die majestätischen Klänge der Barockzeit überleiteten. Dynamisch und kontrastreich trugen die beiden Künstlerinnen den ersten Satz des italienischen Konzerts von Johann Sebastian Bach vor und hinterließen das Publikum in einer von Gegensätzen bestimmten Atmosphäre zurück, indem sie hinter den schwarzen Vorhängen der Bühne verschwanden. 

 

  • Simplizität, Virtuosität und offene Münder

Kleine Trommel

 

Die „Kleine Trommel“, ein kleines, geradezu unscheinbares Instrument, wurde im abgedunkelten, ehemaligen Lagerhaus, der passenden Kulisse für diesen Konzertabend, als einziges Objekt auf der Bühne vom Scheinwerferlicht angestrahlt. Einige Minuten lang schauten mehr als hundert Menschen in andächtiger Stille gebannt auf das reduzierte Instrumentenarrangement: die kleine Trommel, die daneben liegenden Schlagstöcke und einen Jazzbesen, ohne zu wissen, was sie wohl als nächstes erwarten sollte.

Als die Spannung kaum mehr auszuhalten war, erlöste Shengnan Hu das Publikum, indem sie die Bühne wieder betrat – diesmal jedoch ohne ihre Begleitung Fang Liao, um sogleich das Snare Drum Solo „Asventuras“ von Alexej Gerassimez mit Schlägen der beiden Schlagstöcke aufeinander einzuleiten. Was zunächst so leicht anmutete, entwickelte sich jedoch – das Publikum ahnte es auch bereits – zu einem Sturm, der sich entlud, als beide Schlagstöcke das Fell der kleinen Trommel zum ersten Mal berührten. Spätestens ab diesem Moment, an welchem zwei einfache Schlagstöcke in Kombination mit einer kleinen Trommel so klangen, als würde eine gesamte Trommelparade gleichzeitig spielen, war jedem im Raum bewusst, dass vor ihnen eine wahre Virtuosin ihres Instrumentes steht.

Die präzise, aber dennoch druckvolle Zurschaustellung der Dynamik des Stücks mit nur einer Trommel, begleitet vom mittlerweile tosenden Regen, sorgte im Publikum reihenweise für offene Münder. So bescheiden wie das anfängliche Bühnenbild nahm Shengnan Hu die stehenden Ovationen entgegen und leitete mit Fang Liao in das nächste Stück von Geramissez, „Piazonore“, über, was mit seinen jazzigen Klängen auf die Zuschauer wie eine kleine Pause und ein gelungenes Gegenstück zu „Asventuras“ wirkte. Einen kleinen Eindruck der geschilderten Szenen könnt ihr hier erhalten.  

  

  • Verträumt und leidenschaftlich 

Atmosphärische Szenerie

 

Nach der beachtlichen Demonstration von roher Gewalt und Präzision an der kleinen Trommel deuteten alle Zeichen auf einen erneuten Bruch im Programm hin. Ähnlich wie zuvor wurde das Publikum abermals mit seinen Eindrücken allein gelassen, doch diesmal erstrahlte die Bühne in einem angenehmen rötlichen Licht, was an die Farben einer Abenddämmerung erinnerte.

Anders als Shengnan Hu spannte Fang Liao das Publikum nicht in einer spannungsvollen Stille auf die Folter, sondern fügte sich schnell mit ihrem passenden roten Kleid in die rot erleuchtete Szenerie ein und ließ sogleich die ersten Töne des Solostücks für Klavier, „Colourful Clouds Chasing the Moon – 彩云追月“ von Ren Guang, erklingen. Weich, warm aber dennoch mit einer erstaunlichen Präzision und Klarheit wurde das poetisch anmutende Stück vorgetragen, das wohl jedes chinesische Kind mindestens ein Mal im Klavierunterricht spielen musste. Die verträumte lyrische Melodie in der typischen chinesischen Pentatonik klang wie das genaue Gegenstück zum Solobeitrag von Shengnan Hu und ließ ein zweites Mal keinen Spielraum für Zweifel an den Fähigkeiten der Künstlerin zu.

Für den Schlusstakt standen wieder beide Virtuosinnen auf der Bühne und ließen mit der „inoffiziellen Nationalhymne“ Mexikos, dem „Danzon No. 2“ von Arturo Marquez an diesem Abend lateinamerikanische Rhythmen in Heidelberg erklingen. Ursprünglich als Tango für ein gesamtes Orchester komponiert, arrangierten die beiden Künstlerinnen das Stück für ein Duett für Klavier und Perkussion um, in dem die Eigenheiten ihrer Instrumente bestens in Szene gesetzt wurden, ohne dabei den eigentlichen Charakter des Stücks zu verlieren. Der Lohn: tosender Applaus.

Zugabe!

 

Bevor der Konzertabend jedoch tatsächlich zu Ende gehen konnte, verkündete Shengnan Hu augenzwinkernd mit den Worten Ihr erkennt das alle!“ ihre Zugabe. Mit „Csárdás“, dem wohl bekanntesten Werk des italienischen Komponisten Vittorio Monti, schloss das Neujahrskonzert angemessen. Ursprünglich ein Wandergedicht, begleitet von Violine, Mandoline und Klavier, zeigten Shengnan Hu und Fang Liao noch einmal ihr ganzes Können an ihren Instrumenten. Das Publikum dankte mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen. Wer an diesem Abend nicht dabei war, hat wirklich etwas verpasst!    

Eindrücke:

Dr. Petra Thiel

Präzision und Wucht

Gruppenbild

Geschichte der Chinesischen Medizin und ihre Charakteristika

Im Januar 2022 setzen wir unsere beliebte Reihe zur chinesischen Medizin fort. Das Auftaktthema der für dieses Jahr vorgesehenen sechsteiligen Vortragsreihe befasst sich mit der Geschichte der chinesischen Medizin und ihre Charakteristika. Der Vortrag wird online stattfinden.

Die chinesische Medizin nahm ihre Entwicklung von einer Dämonenmedizin hin zu einem systematischen Gedankengebäude, dessen Grundfeste die Idee von der Einheit von Himmel, Erde und Mensch ist. Daraus eröffnet sich dem Anwender ihrer Gesetzmäßigkeiten ein völlig anderer Blick auf Patient und Krankheit, als dies in der Schulmedizin möglich ist. In ihrem Vortrag wird Andrea-Mercedes Riegel die Geschichte der chinesischen Medizin nachzeichnen und auf ihre Besonderheiten eingehen.

Die Veranstaltung findet online über die Plattform Zoom statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig. Um teilzunehmen, klicken Sie bitte hier:

Andrea Mercedes Riegel schloss an ein Sprachenstudium ein Studium der Sinologie, Germanistik und Medizingeschichte an. Sie spezialisierte sich auf klassische chinesische Medizin, studierte 1989-1991 chinesische Medizin an einer privaten Fachschule in Taiwan. Auf die Promotion 1999 in Sinologie folgte 2010 eine weitere in theoretischer Medizin. Sie arbeitet seit 1999 in eigener Praxis. Fachpublikationen, Übersetzungen klassischer medizinischer Texte aus dem Chinesischen in europäische Sprachen sowie Lehrtätigkeit sind weitere Betätigungsfelder.