Vortrag: Chinesische Medizin (Frau Dr. Andrea-Mercedes Riegel)

Die „traditionelle chinesische Medizin“, die wir heute kennen, ist das Produkt der Kulturrevolution. Die grundlegenden Gedanken jedoch, die Idee, dass der Mensch Mikrokosmos im Makrokosmos ist, die Theorien von Yin und Yang und den fünf Wandlungsphasen, sind nach wie vor prägend für dieses System. Der Vortrag vom 24.01.2019 gab einen Einblick in die Welt der chinesischen Medizin, in das, was sie von der Schulmedizin unterscheidet und was sie mit ihr verbindet.

Im Zuge ihres Studiums der klassischen und modernen Sinologie kam Frau Dr. Andrea-Mercedes Riegel bereits 1989 nach Taiwan, wo sie die private „Akademie für die Erforschung der chinesischen Medizin“ in Taibei besuchte und erfolgreich abschloss. Nach einem anschließenden klinischen Praktikum kehrte sie nach München zurück und wurde 1999 zum Dr. phil. promoviert, wofür sie sich eingehend mit der Lektüre und Analyse der klassischen Originaltexte aus den verschiedenen Epochen der chinesischen Medizingeschichte befasst hatte.
Im selben Jahr eröffnete sie ihre eigene Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin in Oftersheim (bei Heidelberg). Nach einer weiteren Promotion zum Dr. rer. medic 2010 war sie von 2011bis 2015 als Ehrenmitglied im Vorstand der World Federation of Chinese Medicine Societies tätig. Forschungsreisen führen sie auch heute noch regelmäßig nach Asien.
In ihrer Freizeit ist Frau Dr. Andrea-Mercedes Riegel Kampfrichterin für den Kampfsport Taekwondo, den sie seit vielen Jahren selbst ausübt.

China im Film und in der Musik

Am Samstag, den 12. Januar und am Sonntag, den 13. Januar 2019 fand ein Filmabend im Institut für Sinologie statt.

Folgende Filme wurden gezeigt:

  • 青春祭 Qīngchūn | Sacrificed Youth | Zhang Nuanxin (1986) 92 min
  • 阳光灿烂的日子 Yángguāng cànlàn de rìzi | In the Heat of the Sun | Jiang Wen (1994) 140 min
  • 红色娘子军 Hóngsè niángzǐjūn | Das rote Frauenbataillon (1970) 105 min
  • Nixon in China | John Adams ca. 180 min
  • Orchestral Theatre III: Red Forecast | Tan Dun | 45 min

 

Film: Huo Zhe – Leben!

Am Samstag, den 12. Januar 2019 wurde im Karlstorkino der Film “Huo Zhe – Leben!” gezeigt.

Nach der Vorlage von Yu Hua schuf Zhang Yimou ein aufwendig inszeniertes, auch ohne Scheu am populären Kino orientiertes, zudem mit starken Gefühlen durchwirktes Familiendrama der chinesischen Unterschicht. Diese Familie konfrontiert er mit dem Verlauf der Geschichte Chinas im 20. Jahrhundert. Im Zentrum steht dabei die Vorstellung, dass bei allen Katastrophen dieser Welt, sei es der Krieg, sei es die Armut, die Liebe untereinander und das Mitgefühl nicht völlig zerstört werden können. Einer der ganz typischen chinesischen Filme aus den frühen 90ern, natürlich mit der weltberühmten Gong Li in der Hauptrolle.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Centrum für Asienwissenschaften und transkulturelle Studien, dem Völkerkundemuseum und dem Karlstorkino.

Film: Ba Wang Bie Ji – Lebewohl, meine Konkubine

Am Samstag, den 12. Januar 2019 fand der Filmabend im Karlstorkino statt.

China 1993 | Regie: Chen Kaige | 171 min. | mit Leslie Cheung, Zhang Fengyi, Gong Li | chinesisches Original mit englischen Untertiteln | FSK 12

Der Kaiser und seine Konkubine als Grundfigur: Chen Kaiges opulentes und komplexes Werk gilt als Musterbeispiel chinesischer Kulturvermittlung dem Westen gegenüber. Im Zentrum der Handlung stehen zwei Waisenkinder, die in den 20er Jahren Schauspieler an der Pekingoper werden möchten. Ihr Lehrer ist sehr hart zu ihnen, aber die Oper wird zu ihrem Lebensinhalt. Draußen dagegen tobt die Welt, die Besetzung ihres Landes durch die Japaner, die Befreiung durch den Kommunismus und die späteren Probleme, die die Kulturrevolution mit sich bringt. Der vielfach preisgekrönte Film erhielt 1993 u.a. die Goldene Palme von Cannes.


Einführung: Prof. Dr. Barbara Mittler

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Centrum für Asienwissenschaften und transkulturelle Studien, dem Völkerkundemuseum und dem Karlstorkino

Internationaler Workshop: „Representing Sex. A Transcultural Conversation”

Chinacool Spieleabend

Unser „Spielabend“ kehrte zurück. Der Trend in China ist immer deutlicher, dass das Brettspiel bei jungen Leuten immer beliebter wird. Zählt das Brettspiel nur zu Freizeitgestaltung? Nein. Mit Brettspiel kann man sich nicht nur unterhalten, sondern auch seine Logik, seine Urteilskraft und seinen Teamgeist trainieren, weswegen das Brettspiel auch bei Teambildung von vielen chinesischen Firmen eingesetzt ist. Zum Semesteranfang gab Chinacool allen eine Chance, sich bei einem “Spielabend” am 8. November zu entspannen. Dieses Mal hat David Chuang, Präsident des Heidelberger Brettspielvereins, uns ein Paar chinesische Brettspiele vorgestellt, davon haben wir „Werwölfe im Düsterwald“ und „Mordfall“ kennengelernt.

 

Chinacool 中德角: Tandem suchen, Freunde finden, Kultur erleben

Termin:  jeden zweiten Donnerstag im Monat
Uhrzeit: 17.30 – 19.00 Uhr
Eintritt: frei
Ort: Konfuzius-Institut Heidelberg, Speyerer Str. 6,
69115 Heidelberg
Kontakt: chinacool@konfuzius-institut-heidelberg.de

 

 

 

 

Erfolg des Konfuzius-Instituts an der Universität Heidelberg bei der Ausrichtung der diesjährigen internen Fortbildung für die vom chinesischen Staat gesandten Lehrkräfte

Vortrag von Herrn Prof. Wemheuer: „Das maoistische China als Teil von Revolutionszyklen der ‚3. Welt‘“