Yan Lianke: Der Tag, an dem die Sonne starb

Yan Lianke im Gespräch mit Marc Hermann und Lennart Riedel.

Eine Veranstaltung des Konfuzius-Instituts Heidelberg in Kooperation mit CATS und dem 10. Literaturherbst Heidelberg.

Sprachen: Deutsch und Chinesisch

Dolmetscherin: Dr. Siliang Köppel-Xue

 

In einem kleinen Dorf in den Bergen, wie es in China zahllose gibt, lebt der vierzehnjährige Li Niannian mit seinen Eltern, die einen Bestattungsladen betreiben. Niannian bezeichnet sich als Niemand, »ein Staubkorn auf einem Haufen Sesam, eine Nisse auf einem Kamel, einem Ochsen oder Schaf«. Alle nennen ihn den dummen Niannian, doch gerade er wird zum unbestechlichen Chronisten der unheimlichen Begebenheiten, die sein Dorf heimsuchen und sich im Laufe einer zunehmend bizarrer werdenden Nacht zutragen. Zunächst bemerkt er ein seltsames Ereignis: Statt sich bettfertig zu machen, tauchen immer mehr Nachbarn auf den Straßen und Feldern auf und gehen ihren Geschäften nach, als wäre die Sonne noch nicht untergegangen. Ratlos bemerkt er, dass sie traumwandeln und dabei alle ihre Wünsche ausleben, die sie während der wachen Stunden unterdrückt haben. Immer mehr Traumwandler tauchen auf, und es dauert nicht lange, bis die Gemeinde im Chaos versinkt. Als der Morgen anbricht, die Sonne aber ausbleibt und die Nacht nicht zu enden droht, erhält das über Jahre von seinem Vater gesammelte Leichenfett der Kremierten eine neue Bedeutung, und es liegt nun an ihm und Niannian, die Stadt mit einem Sonnenaufgang in den neuen Tag zu führen.

 

 

Über den Autor:

Yan Lianke, 1958 in der Provinz Henan geboren, diente ab 1978 in der Volksbefreiungsarmee, an deren Kunsthochschule er Literatur studierte. Obwohl einige seiner Werke auf dem Index verbotener Bücher stehen, erhielt er zahlreiche chinesische Literaturpreise und war für viele internationale Literaturpreise nominiert. Er lebt heute in Peking. Sein Roman Der Tag, an dem die Sonne starb, erscheint im April 2024 bei Matthes & Seitz. Die Übersetzung ins Deutsche fertigte Marc Hermann an.

 

 

 

A China We Can Talk To?

Talk and discussion with the founder of the “Reading the China Dream website” David Ownby.

For the past decade or so, in his Reading the China Dream project, David Ownby has been reading and translating the work of Chinese intellectuals who publish in China and in Chinese, not dissidents, but not Party propagandists either.  These intellectuals inhabit a world parallel to and at the mercy of the world of Xi Jinping and the Party-State where – like intellectuals elsewhere in the world – they write and publish to try to influence public opinion and perhaps the state on the issues they are allowed to discuss.  This world is circumscribed and has shrunk under Xi Jinping, but over the course of 40 years of reform and opening, Chinese intellectual life in China underwent a transformation similar to that of China’s economy and society; globalization changed the way Chinese intellectuals think and write with the result that, to a surprising degree, Chinese and Western intellectuals now share a common vocabulary and common references.  This suggests that a dialogue might be possible with many of China’s thought-leaders, if not with Chinese authorities.

About

David Ownby recently retired from the History Department of the Université of Montréal and is currently a Research Associate at the Max Planck Institute for Social Anthropology in Halle, Germany.  His most recent work focuses on intellectual life in contemporary China and he is the founder of the Reading the China Dream website.

Talk in English

Eine Kooperation mit dem Verbundprojekt „Worldmaking from a Global Perspective: A Dialogue with China“

 

23. Tagung des Fachverbands Chinesisch e. V. (FaCh) am Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS)

Call for Papers „Grenzen überwinden, China-Kompetenz vermitteln“ 23. Tagung des Fachverbands Chinesisch e. V. (FaCh) am Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS), Universität Heidelberg

English version

Programm:

Das Programm finden Sie hier.

11. April – 13. April 2024

(Shenbao 13.1907)

Oft wird China in Europa als eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts angesehen. Das birgt Chancen und Risiken: Zentral ist deswegen, die Motivation und das Interesse für China und die chinesische Sprache nachhaltig zu fördern. Gerade in einer Zeit, in der die Kommunikation mit China erschwert ist, kann, wer Chinesisch lernt und Wissen über China erwirbt und vermittelt, sich als Brückenbauer erweisen. Wenn China-Kompetenz die Fähigkeit zur informierten transkulturellen Übersetzung ist, so braucht es Ambiguitätstoleranz und Dialogfähigkeit, um diese zu erwerben und zu vermitteln, den Willen also, Konflikte auszuhalten und dabei immer wieder Grenzen zu überwinden. Mit unserem Tagungsthema wollen wir dazu einladen, gewohnte Grenzziehungen in Bezug auf China zu hinterfragen und innovative Vermittlungskonzepte für China-Kompetenz vorzustellen, die exemplarisch werden können für die Vermittlung von Global-Kompetenzen.

  • China-Kompetenz besteht aus Sprach- und Kultur-Kompetenz: Wie können wir also die traditionell klare Trennung zwischen Sprachunterricht und inhaltlicher Vermittlung überwinden? Wie können wir mit Übersetzungen von originalsprachlichen Quellen Brücken zum Fachunterricht bauen?
  • China-Kompetenz umfasst die Fähigkeit, den sinophonen Sprach- und Kulturraum als Ganzes zu verstehen. Wie verfahren wir mit den unterschiedlichen sprachlichen Varietäten, wie gehen wir mit Lang- und Kurzzeichen um, wie integrieren wir unterschiedliche Lehr- und Forschungstraditionen?
  • China-Kompetenz verändert sich im digitalen Zeitalter: Wie können wir durch eine Aufhebung der Trennungslinien zwischen analogem und digitalem Unterricht entstehende Denk- und Handlungsräume kreativ nutzen?
  • China-Kompetenz bedeutet, China kritisch zu verstehen: In welchen Zusammenhängen lassen sich kognitive und affektive Lehr- und Lernstrategien für den erfolgreichen Erwerb von Chinesisch- und China-Kompetenz einsetzen?
  • China-Kompetenz muss zielgruppengerecht und binnendifferenziert vermittelt werden: Wie sollen wir bei der Lehrbuch- und Materialentwicklung mit den Grenzen zwischen verschiedenen Bildungsformen und Altersgruppen (Vor- und Grundschule, Schule/AG, Berufsschule, Hochschule) umgehen?
Call for Papers:

Den Call for Papers finden Sie auf der folgenden Seite sowie direkt über die verlinkten Dokumente:

Kontakt:

Rückfragen gerne an: fach23@cats.uni-heidelberg.de

Veranstalter:
  • Fachverband Chinesisch e.V.
  • China-Schul-Akademie
  • Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien CATS
  • Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg e.V.

 

Anti-Asiatischer Rassismus: Reflektionen, Erfahrungen und Diskussionen

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2024 statt.

Welche Rassismus-Erfahrungen machen asiatisch-gelesene Menschen in Deutschland? Und wie kann man mit Rassismus-Erfahrungen umgehen, wo sich Hilfe holen? Die Soziologin, Kolumnistin und vielfältig ehrenamtlich engagierte Ruirui Zhou widmete ihren Vortrag Diskussionen über Rassismus, dem sich asiatisch-gelesene Menschen in Deutschland gegenübersehen. Dabei wurden theoretische Konzepte, wirtschaftliche, globalpolitische und historische Entwicklungen sowie intersektionale Überlappungen beleutet und auf Beispiele aus ihrer Arbeit als stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Chinesische Gemeinde in Deutschland e.V.“ zurückgegriffen, um zu entschlüsseln, welche Mechanismen, Motivationen und Ängste anti-asiatischen Übergriffen  zugrund liegen können. Ziel dieser Veranstaltung war es, Betroffenen, Interessierten und den sogenannten „Allies” die Möglichkeit zu geben, Einblicke in unterschiedliche Erfahrungen mit anti-asiatischem Rassismus zu erhalten sowie Lücken in der theoretischen Auseinandersetzung und in der sozialen Praxis aufzudecken.

Über die Referentin:

Zhou_ruirui_IWgR

© Miguel Ferraz

Ruirui ZHOU – Soziologin und sozial engagierte Wissenschaftlerin. Derzeit forscht Ruirui Zhou verstärkt zu Themen der Soziologie, Kulturpolitik und Kulturentwicklung und setzt sich in diesem Rahmen ebenfalls mit Phänomenen des anti-asiatischen Rassismus auseinander. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit ist Ruirui Zhou als Kolumnistin tätig und derzeit stellvertretende Vorsitzende der Chinesischen Gemeinde in Deutschland e.V.. Des Weiteren ist sie als Beiratsmitglied in der Behörde für Kultur und Medien Hamburg tätig.

Faschingsferienprogramm 2024

Volles Haus zum Frühlingsfest!

Das Ferienprogramm 2024 endete mit einem traditionellen Drachentanz und einem fröhlichen Gongxi ni der teilnehmenden Kinder.

Im Februar 2024 lud das Konfuzius-Institut Heidelberg zum Start des Drachenjahres Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren in die Welt der chinesischen Feste ein. Kennengelernt und gefeiert wurden das chinesische Neujahrsfest, das Laternenfest, das Drachenbootfest und das Mondfest. Das Programm war mit 12 Kindern komplett ausgebucht.

Während andere am Dienstag Fasching feierten, begingen die Teilnehmer:innen des Ferienprogramms das wichtigste Fest in China: das Frühlingsfest (春节 Chūnjié) oder auch Neujahrsfest genannt. Es wurde gebastelt, die Neujahrsgeschichte zum Nian-Monster gelesen, gespielt und Chinesisch gesprochen. Einen chinesischen Namen bekam auch jede/r. Am Nachmittag gab es einen Kalligrafie-Kurs speziell für das Beschreiben roter chinesischer Chūnlián (春联) mit Glückwünschen und Glücksformeln, wie sie in China zum Neujahr an vielen Türen und Fenstern aufgehängt werden.

Drachenboot (龍船)

Am zweiten Tag wurde mit dem Basteln von Laternen das Laternenfest (元宵节 Yuánxiāojié) gefeiert, auch wenn es sonst erst 15 Tage nach Beginn des chinesischen Neujahrs das Ende des Neujahrsfests markiert. Es wurden Laternenrätsel in die Laternen gehängt und auch gelöst. Zu Mittag aßen die Kinder eigens von ihnen befüllte und gefaltete chinesische Maultaschen (饺子 jiǎozi), ein typisch chinesisches Neujahrsessen.

Tag 3 war gänzlich dem Drachenbootfest (端午节 Duānwǔjié) gewidmet. Kleine hölzerne Drachenboote wurden bunt bemalt, zusammengebaut und konnten in alter Tradition zur Rettung des Dichters Qu Yuan gegeneinander antreten.

Üben, üben, üben!

Am letzten Tag wurde noch einmal fleißig für die Abschlussaufführung für die Familien geprobt, aber auch noch das letzte der vier Feste, das Mittherbstfest/Mondfest (中秋节 Zhōngqiūjié) mit von den Kindern hergestellten Mondkuchen begangen. Die Mondkuchen sollen an den Vollmond und die Legende der Mondgöttin Cháng’é (嫦娥) erinnern. Zum Abschluss der Ferienprogrammtage führten die Kinder mit einer Erklärung zu den vier Festen einen Drachentanz, kleine Akrobatikkunststücke und einen Fächertanz auf und sangen das berühmte chinesische Neujahrslied 恭喜你 (Gōngxǐ nǐ: Glückwünsche für Dich). So gingen die Kinder nach vier Tagen mit vielen neuen Eindrücken aus der chinesischen Kultur in das Jahr des Drachen.

辰龙纳福辞旧岁

海德堡大学孔子学院甲辰龙年春节联欢,龙重登场! 

  才闻兔岁凯旋曲,又唱龙年祝福歌。 

  当地时间202423日下午1430分,由海德堡大学孔子学院主办的甲辰龙年春节联欢晚会在孔子学院重开始。即使没有阳光普照,也掩盖不住来参加庆祝活动来宾们的热情,当天下午来自海德堡周围的华人和德国家庭以及少数外国嘉宾180余人齐聚一堂,共同提前庆祝甲辰龙年的到来。海德堡大学孔子学院院长Dr. Petra Thiel 女士也特地拨冗前来同欢,并给与会来宾带来温馨的新年祝福。 

  此次庆祝历时约4个小时。一开始是演出,节目包括中文歌曲演唱、相声、魔术、演说等。节目都是由本院儿童学员演出。因为因缘际会来孔院学汉语,并借此机会上台展示过去半年到一年的学习成果。在一场场精彩的演出以及鼓掌声下全部节目顺利结束,不过接下来等着来宾的尚有趣味手工手工制作鞭炮以及传统套圈游戏,两者一动一静。让孩子与朋友们齐声欢笑,让许许多多亲子们一同坐下做手工,一起享受难得的天伦乐。此次活动除了带给学员体验春节热闹气氛,也带来家长们跟彼此、跟教师们沟通的机会。活动后半部以传统过年菜饺子及其他美食伴随着欢乐的交谈声落幕。 

  兔年将去,我们深情回望;龙年纳吉,我们扬帆起航!愿大家新春快乐、如意吉祥! 

海德堡大学孔子学院供稿 

 

Offener Kalligrafie-Kurs

Tauchen Sie ein in die Welt der chinesischen Kalligrafie!

Die Kunst der Kalligrafie ist ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Tradition Chinas: Im chinesischen Kaiserreich zählten Pinsel, Tusche, Tuschereibstein und Papier zu den „Vier Schätzen des Gelehrtenzimmers“ (文房四宝). Das künstlerische Schreiben mit Pinsel und Tusche ist meditativ und regt Körper und Geist gleichermaßen an.

 

Der Kursleiter

Zhang Zhenran, geboren in Shanghai, arbeitet im Kulturbereich für das Kurpfälzische Museum in Heidelberg. Seine Arbeiten zu chinesischer Kalligrafie und Malerei wurden sowohl in China als auch in Deutschland ausgestellt sowie als Buchillustrationen veröffentlicht.

International Graduate Student Conference 2023

International Graduate Student Conference

Flows and Circulations Agents, Narratives, Institutions: A Transcultural Perspective

流动与交通——行动者、叙事、建制:跨文化的视角

For the first time since the cooperation between Heidelberg University and Shanghai Jiao Tong University began more than 10 years ago, the Center for Asian Studies and Transcultural Studies (CATS), the Confucius Institute at Heidelberg University (CIHD), and the School of Humanities at Shanghai Jiao Tong University (SJTU) hosted an International Graduate Student Conference in November 2022.

Six young scholars from each of the two universities – master’s and doctoral students – presented their research in twenty-minute online presentations, which were then discussed in plenary sessions. The broad spectrum of topics covered Chinese and German poetry, visual arts, Buddhism, Chinese history and history didactics, science fiction literature, as well as production and reception aesthetics of historical newspaper advertising and contemporary computer games. The two best papers were awarded the “Sheng Sheng 生生 Best Student Paper Award”, which was endowed with 3,000 RMB each.

After the great success of the first workshop in 2022, CATS, SJTU and CIHD are happy to announce that a joint International Graduate Student Conference will be held again on November 16-17, 2023 in order to promote the academic exchange between the School of Humanities, Shanghai Jiao Tong University, and Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS), Heidelberg University.

This year’s conference theme “Flows and Circulations – Agents, Narratives, Institutions: A Transcultural Perspective” (流动与交通——行动者、叙事、建制:跨文化的视角) focuses on cultural, philosophical, historical, social, economic and artistic interaction and its transcultural dynamics. It further asks about the role of agents, narratives and institutions involved in transcultural processes. Topics can range from migration and trade to (the formation of) concepts and institutions; they can touch upon agents and their networks, the complexities of historical relationships, as well as general dynamics of circulation and exchange.Graduate students and young professionals from both universities are invited to submit abstracts of 250 words on topics related to the conference theme by September 10, 2023 to the following email address: international-hum@sjtu.edu.cn. Decision of acceptance will be announced by the end of September.The conference will be held in English. Speakers will have 25 minutes to present their papers, followed by 15 minutes for Q&A. Due to the time difference, talks given by the students/young professionals from CATS will be arranged during 9 am to 1 pm, Heidelberg time (4 pm to 8 pm, Shanghai time).To recognize the most outstanding paper presented at the conference, the conference committee will nominate the “Sheng Sheng 生生 Best Student Paper Award”. To be eligible for the award, the full paper needs be submitted by November 1, 2023 to the same email address (international-hum@sjtu.edu.cn). The paper should be about 3,000 words long and formatted with 12pt and 1.5 line spacing for better readability. In addition to the title of the paper, abstract and keywords, we also add your full name, home university, study program and year, as well as your email address. Thank you very much!
The award comprises an honorarium of 3,000 RMB (appr. 400 Euro). The event is part of the 3rd International Week organized by the School of Humanities, SJTU.
Nov. 16, 2023

Day 1
Moderator: Petra Thiel

9:15-9:25 / 16:15-16:25

OPENING SPEECH

Petra Thiel

9:25-10:00/16:15-17:00

Lennart Riedel, University of Heidelberg

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Contemporary Literature between Harmony and Dissonance - Reframing China's Present with China's Past

Respondent:

Shi Donglai


10:00-10:35 / 17:00-17:35

Chen Peiheng (陈沛亨) Shanghai Jiao Tong University

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A Corpus-based Critical Discourse Analysis of News Reports on the Dissemination of Chinese Traditional Festival Culture

Respondent:

Sara Landa


BREAK

10:45-11:20/17:45-18:20

Yawen Hu, University of Heidelberg

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Transclutural Placemaking, Mobility, and Identities In-Between: Socialist Migrant Workers and Their Transcultural Lives in Luoyang

Respondent:

Yu Qiong


11:20-11:55/18:20-18:55

Liu Tongyang, Shanghai Jiao Tong University

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The Plant Migration: Eco-colonialism and Internal Orientalism in the Kudzu Metaphor

Respondent:

Petra Thiel


BREAK

12:05-12:40/19:05-19:40

Olivia Wenzel, University of Heidelberg

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Medicine, Mobility, and Modernization: The pio-neering lives of two medical haigui–students in 1920s Heidelberg

Respondent:

Ren Yi, Ding Yijun


12:40-13:15/19:40-20:15

Tang Yan (唐艳), Shanghai Jiao Tong University

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"Tong Meng": Ignorant but not Imbecilic, Childish but not Weak – On the Origin of the Character "Meng" and philosophical interpretation

Respondent:

Petra Thiel

Nov. 17, 2023
Day 1
Moderator: Li Juan

9:15-9:20/ 16:15-16:20

SUMMARY

9:20-9:55/ 16:20-16:55

Jonas Schmid, University of Heidelberg

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Transcultural History Teaching: Flows and Circulations on the Silk Road(s)

Respondent:

Guo Liandong

9:55-10:30/ 16:55-17:30

Wei Enze (魏恩泽), Shanghai Jiaotong University

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POUVOIR-EN-COMMUN, Ricoeur’s transforma-tional account on Arendt’s political ontology to re-locate community as a transcendental one

Respondent:

Cai Wenjing

BREAK

10:40-11:15/ 17:40-18:15

Suk Man YIP (葉淑敏), University of Heidelberg

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When James Bond Converts into Iron Guanyin: Exploring Shaw Brothers’ Angel Strike Again (1968) and the Political Metaphor Inside

Respondent:

Wang Yuping

11:15-11:50 / 18:15-18:50

Yao Shun (姚舜), Shanghai Jiaotong University

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To Imagine Southeast Asia in Chinese Cinema

Respondent:

Barbara Mittler

11:50-12:25 / 18:50-19:25

Chang Ming Ly, University of Cologne

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Multisensory impact-aesthetics of video games: Images of China in Videogames

Respondent:

Huang Yuanfan

12:25-12:35 / 19:25-19:35

ANNOUNCEMENT OF "SHENG SHENG AWARD" WINNERS

 

Digital Dialogue: With Jun.-Prof. Dr. Jacqueline Lorenzen (Bonn) and Prof. Michael Shiyung LIU (Shanghai)

The Digital Dialogue was co-organized by the Heidelberg “Epochal Lifeworlds” Team and the Confucius Institute at Heidelberg University with its partner university, Shanghai Jiao Tong University. Jacqueline Lorenzen, who held the Argelander Professorship for the Law of Sustainability and Ecological Transformation at the University of Bonn, and Shih-Yun LIU, Distinguished Professor in the Department of History at Shanghai Jiao Tong University, engaged in a dialogue to discuss legal as well as justice issues related to sustainability and ecology from an administrative and historical perspective.

 

Legal questions of international, inter- and intragenerational justice in climate protection policy 

 

Abstract: In view of the politically and socially highly controversial so-called German Heating Act, the question of social compensation mechanisms as well as that of distributive justice in the context of climate protection measures is increasingly coming to the fore. I would therefore like to discuss the extent to which state actors are obliged to establish inter- and intragenerational justice on the one hand, but also international justice on the other and by means of which instruments this justice can be implemented. 

 

About the speaker: Jacqueline Lorenzen is Argelander Junior Professor for the Law of Sustainability and Ecological Transformation at the University of Bonn. She studied law at the University of Heidelberg, where she also received her PhD. Before taking up her position at Bonn University, she worked as a research assistant at the University of Heidelberg and was part of the research network „Rethinking Environment“ in which the Heidelberg worldmaking team is also participating. Currently, she is particularly devoted to juridical questions of sustainable city planning and development and addresses problems within the dynamic Climate Change Law from an international, European and national perspective. Current publications are, for example, Natürlicher Klimaschutz in der Stadt – Handlungsfelder, Instrumente und Herausforderungen (Deutsches Verwaltungsblatt 2023, 398–406); Staatsziel Umweltschutz, grundrechtliche Schutzpflichten und intertemporaler Freiheitsschutz in Zeiten der Klimakrise (Verwaltungsblätter Baden-Württemberg, 2021, 485–494). 

Eco-civilization and -justice in Chinese culture 

 

Abstract: Environment has been translated to “环境huanjing” in Chinese, a term of Chinese characters learned from Japanese “kankei” in Meiji period. However, it may not mean ancient Chinese had no ideas of natural surroundings and its protection. I would like to discuss the possibility how to covert the traditional Chinese norms in protecting environment to modern social values and maybe, the legal infrastructure too. 

 

About the speaker: Michael Shiyng LIU is Distinguished Professor in the Department of History, Shanghai Jiao Tong University, and Global Professor at the Asian Studies Center, University of Pittsburgh. He received his PhD in 2000 from the University of Pittsburgh. His research focuses on environmental history and the history of medicine. He was professor at the Institute of Taiwan History, Academia Sinica. He is the author of Prescribing Colonization: The Role of Medical Practice in Japan-Ruled Taiwan, 1895-1945 (Ann Arbor, MI: AAS, 2009), “Eating Well for Survival: Chinese Nutrition Experiments during the Second World War,” in Angela Ki Che Leung et al. eds., Moral Foods: The Construction of Nutrition and Health in Modern Asia, (Hawaii: University of Hawaii Press, 2019), “Transforming Medical Paradigms in 1950s Taiwan,” East Asian Science, Technology and Society 11 (4): 477-497 (2017), and other related publications. 

Artificial Intelligence, Virtual Realities, and Disrupted Futures – Literary Visions of Chinese Science-Fiction

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit dem 9. Literaturherbst Heidelberg statt.

Mit freundlicher Unterstützung des Center for Language Education and Cooperation (CLEC) in Peking.

 

In Mumbai, a teenage girl rebels because Artificial Intelligence (AI) gets in the way of her love interest. In South Korea, two students create avatars of their teachers. In Munich, a quantum computer scientist’s plan for revenge threatens the world. These speculative scenarios were published in the prize-winning book AI 2041: Ten Visions For Our Future (German title: KI 2041: Zehn Zukunfsvisionen) written by AI-expert Kai-fu LEE and science-fiction author CHEN Qiufan.

In this book, CHEN and LEE address the effects of artificial intelligence on people’s everyday lives as we are more and more getting used to self-learning software programs, such as chatbots, digital assistants and navigation systems, controlling our lives, with artificial intelligence thus becoming more and more decisive for many areas of our future. At the same time, our future has never felt so uncertain with the climate crisis, wars and global geopolitical power shifts threatening our freedom. How will artificial intelligence have changed our lives in twenty years? And what perspectives do science-fiction and speculative literature offer us in imagining our future with AI? We will approach and discuss these and further questions in a conversation with CHEN Qiufan and by readings of selected texts by the author.

CHEN Qiufan is an award-winning science fiction author, translator, creative producer, curator and Board Member of the World Chinese Fiction Association. His novel The Waste Tide was published in German translation in 2019 by Heyne under the title Die Siliziuminsel (translation: Marc Hermann). A selection of his short stories has been published in different German science fiction anthologies. A collection of texts on the future use of artificial intelligence by Chen Qiufan and AI-expert Kai-fu Lee was published by Campus in 2019 under the title KI 2041: Zehn Zukunftsvisionen. The book won the German Business Book Prize (Deutscher Wirtschaftsbuchpreis) in 2022.Chen is the founder and COO of the content production studio Thema Mundi and lives in Beijing and Shanghai.

 

Petra Thiel studied Modern Sinology, Romance Studies and Religious Studies in Heidelberg and Shanghai. Her PhD thesis focuses on gender and the contemporary coming of age novel in China and in global contexts. She is the Director of the Confucius Institute at Heidelberg University.