Ausstellungseröffnung: TRANSLASIEN – Ein Begegnungs- und Produktionsraum für Übersetzer und Übersetzerinnen aus süd- und ostasiatischen Sprachen

Ausstellungseröffnung: TRANSLASIEN – Ein Begegnungs- und Produktionsraum für Übersetzer und Übersetzerinnen aus süd- und ostasiatischen Sprachen (Ausstellungszeitraum: 9.12.2022-28.2.2023)

Die literarische Produktion süd- und ostasiatischer Länder ist umfangreich, vielfältig und von sprachlichem Reichtum geprägt. Dennoch wird sie auf dem internationalen Buchmarkt kaum wahrgenommen, aufgrund fehlender Übersetzungen ist sie außerhalb von Expertenkreisen zudem wenig bekannt. Dem Missverhältnis zwischen einer immensen literarischen Produktion auf der einen und der geringen Zahl an Übersetzungen auf der anderen Seite wirkt das Projekt TRANSLASIEN entgegen.

Mit der Schaffung eines Begegnungs- und Produktionsraums wird im Projekt unübersetzte Literatur aus süd- und ostasiatischen Ländern außerhalb des eigenen Kultur- und Sprachraums sichtbar gemacht und den Autoren und Autorinnen und Produktionsländern der Zugang zur internationalen Anerkennung ermöglicht. TRANSLASIEN spricht somit diejenigen an, die sich auf wissenschaftlicher Ebene mit der Literatur sogenannter Nischensprachen beschäftigen, und darüber hinaus die „cultural broker“ aus der Praxis, allen voran Übersetzer und Übersetzerinnen, die Literaturen aus süd- und ostasiatischen Ländern durch ihre Arbeit lesbar machen. Insgesamt konnte das Projekt 11 Übersetzer und Übersetzerinnen aus den Sprachen Chinesisch (Mandarin), Dari, Hindi, Japanisch und Urdu Stipendien sowie Residenzen in Heidelberg zur Verfügung stellen, damit sie an neuen Übersetzungsprojekten (weiter-)arbeiten können.

Die Ausstellung im Foyer der CATS-Bibliothek präsentiert nun alle Übersetzer und Übersetzerinnen, die ein Stipendium im Projekt TRANSLASIEN erhalten haben, sowie die von ihnen seit Projektbeginn 2021 bearbeiteten Werke. Darüber hinaus eröffnet die Ausstellung persönliche Einblicke in den Übersetzungsprozess und in individuelle Reflektionen zur Arbeit an den Übersetzungen. Neben einer Postersammlung, die das öffentliche Programm des Projekts dokumentiert, haben die Besucher und Besucherinnen die Gelegenheit, die bereits verfügbaren Werke der übersetzten Autoren und Autorinnen kennenzulernen und darin zu lesen.

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Übersetzen als Beruf(ung): Eine Gesprächsrunde

 

Übersetzen als Beruf(ung): Eine Gesprächsrunde mit Ursula Gräfe, Claudia Kramatschek, Dr. Ines Fornell und Prof. Dr. Wolfgang Schamoni

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Bei der literarischen Kanonbildung nehmen Übersetzungen eine Schlüsselrolle ein—Weltliteratur ist schließlich immer auch übersetzte Literatur. Übersetzer und Übersetzerinnen leisten als interkulturelle Experten, als Sprach- und Interpretationskünstler sehr viel mehr als die reine Übertragung eines Textes von der einen in die andere Sprache. Gute Übersetzer und Übersetzerinnen wissen translatorische Verzerrungen zu verhindern, wenn sie Geschichten, Gedichten und Texten den Weg zu den Buchmärkten, den Lesern anderer Länder und nicht zuletzt auch zu internationaler Anerkennung ebnen. Doch wie viel Berufung, wie viel Idealismus ist neben der Sprach- und Fachkenntnis notwendig, um sich dieser anspruchsvollen und häufig auch sehr einsamen Tätigkeit zu verpflichten? Was genau bewegt Übersetzer und Übersetzerinnen dazu, sich so viele Stunden ihres Lebens Texten hinzugeben und mit der Suche nach möglichst guten Formulierungen zu verbringen? Was leisten Übersetzer und Übersetzerinnen aus asiatischen Sprachen und anderen, hierzulande noch unbekannten Literaturen? Welche Plattformen sind notwendig, um übersetzter Literatur aus Süd- und Ostasien zu mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung zu verhelfen? Diese und weitere Fragen diskutierte Asa-Bettina Wuthenow gemeinsam mit der bekannten Übersetzerin aus dem Japanischen Ursula Gräfe, der Kulturkritikerin und Juryvorsitzenden des Übersetzungsförderungsprogramms von Litprom e.V. Claudia Kramatschek, der Indologin und Vertreterin des Literaturforums Indien Ines Fornell und dem Japanologen und Übersetzer Wolfgang Schamoni.

Die Moderation übernahm Dr. Asa-Bettina Wuthenow (Universität Heidelberg, Institut für Japanologie).

 

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Das Heike monogatari (Die Erzählung von den Heike) – Ein japanisches Epos in deutscher Erstübersetzung


Das Heike monogatari ist ein zentrales Werk der mittelalterlichen japanischen Literatur und von größter Bedeutung für die Kulturgeschichte Japans. Vom buddhistischen Zeitgeist geprägt, spiegelt das Epos die politischen Umbrüche des 12. Jahrhunderts wider, als die Macht vom Kaiserhaus und dem Hofadel unwiederbringlich auf den Samurai-Kriegerstand überging. Wie schafft man es ein solches Werk ins Deutsche zu übertragen? Welche Herausforderungen halten dabei die historischen Kontexte und geistesgeschichtlichen Zusammenhänge für den Übersetzer bereit? Wie gelingt es religiöse Konnotationen etwa des (japanischen) Buddhismus zu übertragen? Der Übersetzer Björn Adelmeier erläuterte diese und andere Fragen, laß aus dem Werk und vertiefte im Gespräch mit der Japanologin Frau Prof. Dr. Judit Árokay (Universität Heidelberg, Institut für Japanologie) einzelne Aspekte von Werk und Übersetzung.

Björn Adelmeier, geb. 1976, studierte Japanologie an der Universität Hamburg und Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. An der ersten Übersetzung des Heike monogatari ins Deutsche, die nun vollständig bei RECLAM vorliegt, arbeitete er insgesamt sieben Jahre.

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Rückschau under construction! Wenn Sie herunterscrollen, finden Sie die Ankündigungen vergangener Veranstaltungen. Wir arbeiten an neuen Nachberichten und Texten. Stay tuned!

Online-Vortrag: Anhaltender Eurozentrismus? Das alte China in aktuellen Schulgeschichtsbüchern

Am Mittwoch, den 07. Dezember 2022, setzten wir unsere Vortragsreihe „Sinology goes public“ mit Jonas Schmid und seinem online Vortrag über „Anhaltender Eurozentrismus? Das alte China in aktuellen Schulgeschichtsbüchern” fort. „Sinology goes public“ bietet Nachwuchswissenschaftler:innen eine Plattform, um ihre Forschungsthemen einem interessierten Publikum vorzustellen.

Mit Fragen wie „Wann lebte Konfuzius?“ oder „Wer war eigentlich Zheng He?“ und „Warum schickte der chinesische Kaiser 1793 eine britische Gesandtschaft mit den Worten ‚Ich habe keine Verwendung für eure Produkte‘ nach Hause?“ beschäftigen sich mittlerweile auch deutsche Schüler:innen in ihrem Geschichtsunterricht.

In seinem Vortrag analysiert Jonas Schmid anhand dreier Schlaglichter – die Darstellung des Konfuzianismus, die Fahrten Zheng Hes und die britische Macartney-Mission 1793 – aktuelle deutsche Geschichtsschulbücher und vergleicht sie mit den Darstellungen in Schulbüchern aus der Volksrepublik China und Taiwan. Dabei werden verschiedene Faktoren, die den Entstehungsprozess von Schulbüchern prägen, beleuchtet. Schmid geht in seinem Vortrag der Frage nach, wie aktuelle deutsche Schulbücher die chinesische Geschichte darstellen und ob dabei eurozentrische Perspektiven die Beschäftigung mit der chinesischen Geschichte prägen. Es wird beleuchtet und problematisiert, wie geläufige Vorstellungen von „Kultur“ und implizite Vergleiche unsere Wahrnehmung und Darstellung anderer Regionen – wie beispielsweise China – beeinflussen.

Jonas Schmid hat in Tübingen Chinesisch und Geschichte auf Lehramt (B.Ed.) und Sinologie (M.A.) studiert. Er ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter in der China-Schul-Akademie an der Universität Heidelberg, wo er unter anderem Lernmaterialien zur chinesischen Geschichte entwickelt. Sein Dissertationsvorhaben beschäftigt sich mit China im Geschichtsunterricht.

 

Vier Jahrzehnte Universitätspartnerschaft Heidelberg/Tongji, Wuhan: Brücke vom Neckar an den Chang Jiang (Jangtsekiang)

Prof. Dr. Michael Kirschfink (Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg), der sich seit vielen Jahren für die Nachwuchsförderung in Deutschland und China einsetzt, spricht in seinem Vortrag über die inzwischen mehr als vierzig Jahre bestehende Partnerschaft zwischen der Universität Heidelberg und der Tongji University in Wuhan, die dank eines Austauschprogramms in der Vergangenheit viele (Nachwuchs-)Wissenschaftler:innen aus Wuhan und Heidelberg zusammenbrachte und zahlreiche Famulaturen in den medizinischen Fakultäten beider Universitäten ermöglichte. In seinem Vortrag „Vier Jahrzehnte Universitätspartnerschaft Heidelberg/Tongji, Wuhan: Brücke vom Neckar an den Jangtsekiang“ wird Prof. Kirschfink zu den Anfängen zurückgehen, die Geschichte und Entwicklung dieser besonderen Kooperation nachzeichnen und auch auf die gegenwärtigen Herausforderungen eingehen. 

Im Oktober 1979 besuchte eine Delegation mit den Professoren WU Zhongbi und QIU Fazu von der 1907 von dem deutschen Arzt Dr. Erich Paulun mitgegründeten Medizinischen Universität Tongji in Wuhan die Universität Heidelberg, um nach dem Ende der Kulturrevolution wieder Verbindungen zu deutschen Hochschulen aufzunehmen. Nach der feierlichen Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages erfolgte bereits 1981/82 ein Ärzteaustausch, und 1984/85 konnten erste Famuli nach Wuhan entsandt werden. Im Mai 2000 wurde die Tongji Medizinische Universität Wuhan mit zwei weiteren Hochschulen zusammengelegt und als “Tongji Medizinische Fakultät” in die “Huazhong University of Science and Technology (HUST)” integriert.  

Die Partnerschaft, die vom Dezernat Internationale Beziehungen der Universität Heidelberg mitkoordiniert wird, umfasst ein umfangreiches Stipendienprogramm für Gastärzte und Postgraduierte sowie einen Studierendenaustausch für eine 6-8 wöchige Famulatur, in dem jährlich 4-6 Medizinstudierende die Kliniken der jeweiligen Partnerhochschule besuchen. Seit 2008 unterstützen Dozenten der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg und der Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durch jährliche Kurse die Tongji Medizinische Fakultät mit einem Programm zur Curriculumsentwicklung und Medizindidaktik. Mit der Bildung eines Konsortiums für Forschung und Lehre in der Medizin sollen die bisher bestehenden Kooperationen von je 8-10 chinesischen und deutschen Medizinischen Fakultäten/Universitäten weiter intensiviert und koordiniert werden.  

Aufgrund der gesellschaftspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre haben viele Wissenschaftseinrichtungen in Deutschland und Europa begonnen, ihr China-Engagement kritisch zu hinterfragen. Bei den immer intensiver geführten Debatten zur wissenschaftlichen Qualitätssicherung und Forschungsethik wird jedoch auch deutlich, wie wenig Einblick es in die Funktionsweise von Wissenschaft in China und in die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Erwartungshaltung der Kooperationspartner allgemein gibt. 

Als Brückenbauer stellen die traditionellen Universitätspartnerschaften unserer beiden Länder jedoch auch weiterhin eine wichtige Plattform für den notwendigen Dialog, nicht nur über wissenschaftliche, sondern auch soziale, ökonomische und politische Entwicklungen in China, Deutschland und der Welt dar. 

 

Prof. Dr. Michael Kirschfink studierte Veterinärmedizin in Gießen, promovierte am Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ in Heidelberg und forschte anschließend am Institut für Immunologie in Heidelberg. 1987 wurde er Leiter des Labors für Immunchemie. 

Seit seiner Ernennung zum Professor für Immunologie im Jahr 1999 war Michael Kirschfink bis zu seiner Emeritierung im Oktober 2018 an der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg tätig. Von 2014 bis 2018 war er Senatsmitglied der Universität Heidelberg. 

Prof. Dr. Michael Kirschfink gilt als ein international anerkannter Experte auf dem Gebiet der Tumorimmunologie und des Komplementsystems. Er wirkte entscheidend an der Erstellung des Medizin-Curriculums der Universität Heidelberg mit und unterstützte auch viele medizinische Fakultäten im In- und Ausland bei der Curiculumsentwicklung. Gastprofessuren führten ihn an die Universitäten São Paulo, Riga, Ljubljana, Khartoum und Wuhan. 

Für sein Schaffen wurde Prof. Dr. Michael Kirschfink mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2010 wurde er zum Honorarprofessor (Prof. h.c.) der Huazhong University of Science and Technology (HUST) Wuhan ernannt. 2019 wurde er mit der Ehrenmedaille der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) ausgezeichnet. 2020 erhielt er den Chime Bell Award der Provinz Hubei.

Mehr als nur Kampfkunst – Jin Yongs Adlerkrieger-Romane und ihre Übersetzung

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Die Wuxia 武俠-Romanserie 射雕英雄傳 (Deutsch: Die Legende der Adlerkrieger, erschienen im Heyne-Verlag) des Hongkonger Autors Jin Yong 金庸 hat weltweit Millionen Leser, wurde mehrfach verfilmt und hat eigene Fanseiten. Dieser Kampfkunst-Roman ist nicht nur ein spannendes und unterhaltsames historisches Märchen, sondern ein echtes literarisches Juwel voller Poesie, Abenteuer und chinesischer Kulturgeschichte. Die Frankfurter Sinologin und Übersetzerin Karin Betz, die die vier Bände des umfangreichen ersten Teils der Serie ins Deutsche überträgt, erläutert, welche Steine man auf dem Weg zur Übersetzung überspringen muss und was man dafür von der Kampfkunst lernen kann. Außerdem liest sie aus dem soeben erschienen dritten Band Der Pfad der Adlerkrieger.

Die Moderation übernehmen Dr. Zhang Tao (Institut für Sinologie) und Dr. Martin Gieselmann (Südasien-Institut).

© Barbara Neeb

Karin Betz, Sinologin aus Frankfurt, hat lange in China, Japan und Argentinien gelebt. Sie übersetzt chinesische und englische Literatur, wie z.B. Werke des chinesischen Science-Fiction-Autors Liu Cixin, des Nobelpreisträgers Mo Yan und vielen weiteren mehr. Der von ihr übersetzte Roman Liebe im neuen Jahrtausend von Can Xue, erschienen 2021 im Verlag Matthes und Seitz, wurde für den Internationalen Literaturpreis des Hauses der Kulturen der Welt 2022 nominiert. Karin Betz ist aktives Mitglied der Weltlesebühne und gehört der Jury des Paul-Celan-Preises an. Daneben schreibt sie Artikel, ist Dozentin für das Fach „Kultur übersetzen“ an der Universität Göttingen, moderiert Lesungen und eine Radiosendung. Im WS 2021/22 war sie Schlegel-Gastprofessorin für die Poetik der Übersetzung an der FU Berlin. Als Stipendiatin des Projekts TRANSLASIEN arbeitete sie an der Übersetzung des dritten Bandes der Reihe Die Legende der Adlerkrieger des im Jahr 2018 verstorbenen Hongkonger Autors Jin Yong, der im September 2022 im Heyne-Verlag erschienen ist.

Eine Veranstaltung des von der „Neustart Kultur“-Initiative der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien und des Deutschen Übersetzerfonds geförderten Projekts TRANSLASIEN.

International Graduate Student Conference

Transcultural Perspectives on Tradition and Modernity

Wir möchten nicht nur über China sprechen, sondern auch mit China, und in diesem Monat bietet die „International Week“ unserer Partneruniversität die Gelegenheit dazu: Nachwuchswissenschaftler:innen aus Shanghai und Heidelberg werden in einem zweitägigen Workshop online zusammenkommen, um ihre Forschungsarbeiten vorzustellen und zu diskutieren.

Zugang erhalten Sie über die Plattform Tencent Meeting/VooV Meeting. Die Zugangscodes zu den einzelnen Sitzungen finden Sie im Programm.

Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Die Abstracts der einzelnen Vorträge finden Sie hier.

Vortragsprogramm:

Nov. 17

Panel I

Moderator: Wenjing CAI

TIME NAME UNIVERSITY TITLE
8:50-9:00

 

Opening Speech
9:00-9:35 Meng SUN Heidelberg University Negotiating Global and Local Ideas: Coffee Advertisement in Pre-1949 China
9:35-10:10 João Henrique Roque de Almeida Heidelberg University Empire of the Setting Sun

The impact of the Second World War over the Nikkei Community in Brazil and its diaspora identity

10:10-10:45 Matthew Fidler

 

Shanghai Jiao Tong University The Myth of Modernity:

European Diplomacy Discovers Itself in China

Coffee Break

Panel II

Moderator: Petra Thiel

11:00-11:35 Suk Man YIP

 

Heidelberg University Inherit the Vertical, Transplant the Horizontal: The Study of the Co-creating Works by Kwan
Nam and Wong Wucius in Hong Kong Times, Repulse Bay (1960-62)
11:35-12:10 Yushu QIAO Shanghai Jiao Tong University Western Resources and Ya Xian’s Poems ——Take the First Volume from Ya Xian’s Collection of Poems as an Example
12:10-12:45 Ruoxi FENG

 

Shanghai Jiao Tong University Understanding Identity, Symbols, and Contexts in Modern Chinese Science Fictions: A Transcultural Analysis of Huang Chao

Nov. 18

Panel III

Moderator: Juan LI

TIME NAME UNIVERSITY TITLE
9:00-9:35 Xinru WANG Heidelberg University The Technology of Writing and the Formation of the Mahāyāna: with a discussion on the encounter between Buddhism and early medieval China
9:35-10:10 Jonas Schmid Heidelberg University Looking at Tradition through a Modern Lens: Depictions of Confucianism in German High School History Textbooks
10:10-10:45 Kai WANG Shanghai Jiao Tong University The Definition of Videogame: Normative Amelioration?

Coffee Break

Panel IV

Moderator: Jialin LIU

11:00-11:35 Yawen HU

 

Heidelberg University Primitivism-in-common: Chinese Primitive Art in A Transcultural Perspective
11:35-12:10 Piaoyu SHI Shanghai Jiao Tong University The acceptance and innovation

of Rilke’s thought in Feng Zhi’s Wu Zixu

12:10-12:45 Yan YANG Shanghai Jiao Tong University The Consciousness of Witness in Mu Dan’s Poems: Taking The Battle of Gods and Demons, Revelation, The Forest: A Demon, and The Deformation of God as Examples
12:45-12:50

 

Closing Speech and Announcement of Best Student Paper Award

Prof. Dr. Barbara Mittler

International Week der Shanghai Jiao Tong University

International Week der Shanghai Jiao Tong University mit vielen Vorträgen

Umfangreiches Online-Programm für alle Interessierten offen.

Vom 14. bis zum 18. November richtet unsere Partneruniversität, die Shanghai Jiao Tong University, ihre alljährlich stattfindende „International Week“ aus. Das Online-Programm umfasst Vorträge, Performances und einen Workshop mit Doktoranden des CATS (Centrum für Asiatische und Transkulturelle Studien, Heidelberg) und der School of Humanities der Shanghai Jiao Tong University. Die Veranstaltungen sind für alle Interessierten offen.

Das Gesamtprogramm finden Sie hier.

Eine Übersicht über alle Vorträge zu aktuellen Forschungsarbeiten der Heidelberger und Shanghaier Doktorand:innen finden Sie hier.

Zugang erhalten Sie über die Plattform Tencent Meeting/VooV Meeting. Die Zugangscodes (Veranstaltungs-ID) zu den einzelnen Sitzungen finden Sie im Programm. Die Veranstaltungen werden nicht aufgezeichnet.

Finissage der Ausstellung China 1961•2021–Auf den Spuren des Wandel

Lesung aus dem Roman Mitgefühl des chinesischen Autors Lu Nei mit der Übersetzerin Maja Linnemann

Am Freitag, d. 21. Oktober feiern wir um 19 Uhr das Ende der Fotoausstellung China 1961•2021–Auf den Spuren des Wandels mit einer Lesung und laden Sie herzlich dazu ein.

Im Herbst 2022 erscheint erstmals ein Roman des chinesischen Autors Lu Nei in deutscher Übersetzung. Mitgefühl (chinesischer Originaltitel: 慈悲 Cibei) spielt in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts im chinesischen Arbeitermilieu. Der Protagonist Shuisheng verliert seine Familie während der Großen Hungersnot und wächst bei seinem Onkel in der Stadt am Fluss auf. Als Lehrling in einer Chemiefabrik lernt er mit dem aufmüpfigen Gensheng beim selben Meister. Während im Land die Kulturrevolution mit ihren politischen Kampagnen und
Gewaltexzessen tobt, kämpfen die bitterarmen „Helden der Arbeit“ in der Fabrik um finanzielle Beihilfen. Intrigen, Missgunst und Bespitzelung bestimmen die Atmosphäre. Während Gensheng die heimliche Affäre mit einer Kollegin zum Verhängnis wird, heiratet Shuisheng die Tochter des Meisters. Die stille Liebe und der starke Zusammenhalt der beiden bilden einen hoffnungsvollen Gegensatz zu den Ungerechtigkeiten und Unwägbarkeiten in der Fabrik und den gesellschaftlichen Umwälzungen im China zur Zeit des Wirtschaftsaufschwungs.

Am Freitag, d. 21. Oktober wird Maja Linnemann, die den Roman ins Deutsche übertragen hat, über den Übersetzungsprozess sprechen und ausgesuchte Textstellen aus dem Roman vorlesen.

Im Anschluss an die Lesung laden wir Sie herzlich zu einem Umtrunk ein. Alle Besucher:innen werden zudem ein letztes Mal die Gelegenheit haben, die Ausstellung China 1961•2021–Auf den Spuren des Wandels in den Räumen des Konfuzius-Instituts zu sehen.

Über den Autor:

Lu Nei, 1973 in Suzhou geboren, bezeichnet sich selbst als einen der am wenigsten gebildeten Schriftsteller Chinas. Nach seinem Schulabschluss jobbte er als Verkäufer, Lagerleiter, Radiosprecher und Fabrikarbeiter. In einer Fabrik wurde schließlich sein Interesse für Literatur geweckt. So verbrachte Lu nach eigener Aussage die langsam verrinnenden Arbeitstage immer häufiger lesend. Sein Debütroman Young Babylon erschien im Jahr 2007. Inzwischen lebt Lu in Shanghai, wo er als Kreativdirektor für eine Werbeagentur und als erfolgreicher Schriftsteller tätig ist. Sein Roman Mitgefühl wurde im Jahr 2015 im Verlag für Volksliteratur veröffentlicht und erhielt in
China mehrere Auszeichnungen. Die deutsche Übersetzung, angefertigt von Maja Linnemann, erscheint im Herbst 2022 im Drachenhaus Verlag.

Über die Übersetzerin:

Maja Linnemann studierte Sinologie in Bremen, Chengdu, Hamburg und London. Sie lebte 14 Jahre lang in Peking, wo sie unter anderem als Chefredakteurin der CHINA Nachrichten an der Österreichischen Außenhandelsstelle und als Chefredakteurin des Deutsch-Chinesischen Kulturnetzes für das Goethe-Institut tätig war. Von 2013 bis 2018 bautesie als Geschäftsführerin das Konfuzius-Institut Bremen mit auf. Seit Anfang 2019 ist sie hauptberuflich als Autorin und Übersetzerin aus dem Chinesischen und Englischen tätig, u.a. für die Zeitschrift „Leuchtspur“. 2020 erschien ihr Buch Letzte Dinge. Tod und Bestattungskultur in China im Drachenhaus Verlag. Die Veröffentlichung der deutschen Übersetzung des Romans Mitgefühl von Lu Nei ist für Herbst 2022 angekündigt. Die Arbeit der Übersetzerin wurde im Rahmen der NEUSTART KULTUR-Initiative der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien und dem Deutschen Übersetzerfonds gefördert.

Eine Rezension des Romans ist im aktuellen Konfuzius-Instituts Magazin erschienen. Mehr Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Magazins.