Kooperationspartner:

Gefördert von:

Veranstaltungen

Informationen zu vergangenen und aktuellen Veranstaltungen des TRANSLASIEN-Projekts erhalten Sie, wenn Sie die nachstehenden Veranstaltungstitel anklicken.

Mittwoch, 3. August 2022, 18.30
Museum August Kestner, Hannover

D

er autobiographisch-essayistische Erzählband Berlin um 2000 (deutscher Arbeitstitel) des Japanischen Autors Jun Kato ist nach mehreren Übersetzungen aus dem Deutschen und zahlreichen kürzeren Texten die erste Veröffentlichung in Buchlänge des 1972 geborenen Autors. In acht Kapiteln schildert Kato vor dem Hintergrund des Zeitgeschehens Begegnungen und Beziehungen mit Menschen in Berlin, von denen die meisten wie er aus anderen Ländern in die deutsche Hauptstadt gekommen sind.

Die Übersetzerin Anna Sanner (Hannover) ist Stipendiatin im Projekt TRANSLASIEN und hat sich mit Berlin um 2000 erfolgreich um die Förderung beworben. Erste Ergebnisse ihrer Übersetzungsarbeit werden nun während einer japanisch-deutschen Lesung im Kestner-Museum, Hannover, präsentiert. Anna Sanner wird dabei von Yoko Arisaka unterstützt, die die Passagen aus dem Original liest.

Montag, 18. Juli 2022, 16-18h
CATS Hörsaal (Voßstr. 2, Gebäude 4010, Raum 010.01.05)

I

m Rahmen des Projekts TRANSLASIEN findet eine Lesung mit japanischen Gedichten am CATS statt. Die Lesung gibt einen kleinen Einblick in die japanische Lyrik nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Gegenwart.Vorgetragen werden das japanische Original und die deutsche Übersetzung der Gedichte von Nobuo und Isolde Ikeda, die seit vielen Jahren Lyriklesungen in Japan und im deutschsprachigen Raum veranstalten. Isolde Ikeda ist Stipendiatin im Projekt TRANSLASIEN, die vorgetragenen Übersetzungen stammen von ihr.

Sind die Texte zunächst noch oft von Kriegs- und Nachkriegserfahrungen geprägt, ist ihr Stimmenreichtum beeindruckend, und diese Vielfalt lyrischen Schaffens ist durchgehend bis zum heutigen Tag zu verfolgen. Auch im Japan der Gegenwart werden viele Gedichte geschrieben und gelesen, was sich an einer nicht unbedeutenden Anzahl von Lyrikzeitschriften zeigt. Die Melodiösität einer Sprache ist wohl nur in ihrer literarischen Ausformung voll und ganz zu vernehmen und in diesem Sinne lädt diese Lesung Sie dazu ein, sich von den mannigfaltigen, zu einem lyrischen Gebilde gewobenen Klängen der japanischen Gedichte verzaubern zu lassen.

D

as von der NEUSTART KULTUR Initiative geförderte Projekt TRANSLASIEN bringt erstmals in der UNESCO Creative City of Literature Heidelberg deutschsprachige Literaturübersetzer:innen aus den Sprachen Asiens zusammen, um neue Übersetzungsprojekte anzustoßen. In jeweils 15 Minuten werden drei Übersetzer:innen über ihre aktuellen Arbeiten sprechen und für uns noch unbekannte Texte aus dem süd- und ostasiatischen Sprachraum vorstellen.

Die literarische Produktion süd- und ostasiatischer Länder ist umfangreich, vielfältig und von sprachlichem Reichtum geprägt. Dennoch wird sie auf der internationalen literarischen Bühne kaum wahrgenommen. Dem Missverhältnis zwischen einer immensen literarischen Produktion auf der einen und der geringen Zahl an Übersetzungen auf der anderen Seite wirkt das Projekt TRANSLASIEN entgegen, indem es Begegnungs- und Produktionsräume für freischaffende Übersetzer:innen schafft. Diese unbekannteren Stimmen innerhalb der polyphonen Welt der Literatur ebnen als interkulturelle Expert:innen, als Sprach- und Interpretationskünstler:innen Geschichten und Gedichten den Weg zu den Leser:innen anderer Länder und Sprachräume. Das Projekt ist am Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS) der Universität Heidelberg, an dem zahlreiche süd- und ostasiatische Sprachen gelehrt werden, angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Heidelberg durchgeführt.

M

ithilfe des TRANSLASIEN-Projektes werden neun Übersetzer:innen – darunter etablierte Namen sowie Nachwuchsübersetzer:innen – insgesamt 12 Monate nutzen, um neue Übersetzungen anzufertigen. Dies geschieht zum Großteil während einer Autor:innen-Residenz in der UNESCO Creative City of Literature Heidelberg. Die TRANSLASIEN-Übersetzungsprojekte reichen von Lyrik, autofiktionalem Erzählen, historischen Romanen bis zu zeitgenössischer Science-Fiction-Literatur und decken ein breites Spektrum an Sprachen ab, wie z.B. Hindi, Urdu, Dari, Japanisch, Hochchinesisch und Taiwanesisch. In der geplanten Abendveranstaltung kommen nun die Stimmen hinter den deutschsprachigen Übersetzungen zu Wort. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt der Literaturen Ost- und Südasiens, lernen Sie in 3×15 Minuten neue Autor:innen kennen und freuen Sie sich auf Werkstattberichte der TRANSLASIEN-Übersetzer:innen!