Kalligrafie-Kurs

Kalligrafie-Kurs

Tauchen Sie ein in die Welt der chinesischen Kalligrafie!

Von chinesischen Schriftzeichen geht seit jeher eine besondere Faszination aus. Nicht zu Unrecht ist die Kunst der Kalligrafie ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Tradition Chinas: Im chinesischen Kaiserreich zählten Pinsel, Tusche, Tuschereibstein und Papier zu den „vier Schätzen des Gelehrtenzimmers“ (文房四宝). Das künstlerische Schreiben mit Pinsel und Tusche ist meditativ und regt Körper und Geist gleichermaßen an.

Möchten Sie selbst einmal einen Pinsel in die Hand nehmen und sich an dieser besonderen Kunstform versuchen? In unserem vorwiegend auf praktisches Tun ausgerichteten Workshop werden Ihnen die Grundzüge der chinesischen Kalligrafie unter professioneller Anleitung vermittelt. Die Teilnehmer:innen werden vertraut gemacht im Umgang mit Pinsel, Tusche, Tuschereibstein und Papier. Sie lernen den Aufbau chinesischer Schriftzeichen kennen und können bereits in kurzer Zeit einzelne Schriftzeichen und kleinere kalligrafische Werke selbständig anfertigen. Linienführung und Pinselstriche sowie der künstlerische Ausdruck des Schreibens mit Pinsel und Tusche sind weitere Ziele des Workshops.

Die Kunst der Kalligrafie ist ein Erlebnis, das Körper und Geist anregt und gleichzeitig entspannt. Unser Kursleiter Zhang Zhenran achtet daher neben der Pinseltechnik auch auf Ihre Haltung und Atmung. Für eine Teilnahme an unserem Kalligrafie-Kurs sind keine Vorkenntnisse oder Sprachkenntnisse notwendig. Alle Materialien werden von uns bereitgestellt und sind im Kurspreis inbegriffen.

Der Kursleiter

Zhang Zhenran, geboren in Shanghai, arbeitet im Kulturbereich für das Kurpfälzische Museum in Heidelberg. Seine Arbeiten zu chinesischer Kalligrafie und Malerei wurden sowohl in China, als auch in Deutschland ausgestellt sowie als Buchillustrationen veröffentlicht.

Metropolink Festival für urbane Kunst: Umwelten – Umbrüche – Umdenken

Bereits zum achten Mal findet ab diesem Donnerstag, d. 28. Juli das Metropolink Festival für urbane Kunst rund um die Commissary im Süden des Patrick-Henry-Village mit Street-Art, Lichtshows, Mappings, Musik und Parties statt. In diesem Jahr steht alles unter dem Motto „Umwelten – Umbrüche – Umdenken“, und so ist erstmalig auch eine Forschungseinrichtung der Universität Heidelberg beteiligt, die sich mit ähnlichen Themen befasst, nämlich das gleichnamige Thematic Research Network (TRN), sowie das Center for Apocalyptic and Post Apocalyptic Studies (CAPAS). Und auch wir sind wieder mit dabei und bereits sehr gespannt auf das Wandbild von Satr, einer Street Art Künstlerin aus Guangzhou, die mit der Spraydose, pinselstrichgleich, an chinesische Kalligrafien erinnernde Kunstwerke großflächig auf Wände zaubert. Wer einen Einblick in ihre Arbeit erhalten möchte: Unter @satrxx postet sie regelmäßig auf Instagram. Alle Informationen zum Festivalprogramm finden Sie auf der Webseite des Festivals.

 

Sommerkonzert im Teehaus Mannheim – Klangreise durch Ost und West

Sommerkonzert im Teehaus Mannheim – Klangreise durch Ost und West: Solokonzert mit Xu Fengxia an Guzheng und Sanxian mit Gesang 

Am Freitag, d. 22.07.2022 trat die vielseitige chinesische Künstlerin Xu Fengxia im Teehaus Mannheim im chinesischen Garten des Luisenparks auf. Mit einem abwechslungsreichen Konzertprogramm an Guzheng und Sanxian sowie mit Gesang begeisterte die vielseitige Künstlerin das Publikum. Mit traditionellen chinesischen Stücken, Eigenkompositionen und Improvisationen, in die Xu Fengxia anschaulich einführte, nahm sie ihre Zuhörer:innen mit auf eine eindrucksvolle Klangreise. Vor und nach dem Konzert konnte das gastronomische Angebot des Teehauses, Co-Veranstalter des Konzerts, mit kleinen chinesischen Köstlichkeiten, Tee und anderen Getränken in einem einmaligen Ambiente genossen werden.  

Über die chinesische Künstlerin Xu Fengxia 

Die aus Shanghai stammende und seit langem in Deutschland lebende Musikerin begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren an chinesischen Zupfinstrumenten. Nach dem erfolgreichen Studium an der Shanghaier Musikhochschule arbeitete sie als Solistin im Orchester für Chinesische Musik in Shanghai und gab Solokonzerte, in denen sie bis zu vier Instrumente abwechselnd spielte. Xu Fengxia feierte international Erfolge und war u.a. mit dem berühmten chinesischen Bambusflötenspieler, dem inzwischen verstorbenen Lu Chunling, auf Tournee.  

Durch die Zusammenarbeit mit dem mittlerweile ebenfalls verstorbenen Bassisten Peter Kowald entwickelte sie ihre Leidenschaft für improvisierte Musik und Jazz. Zu ihren avantgardistischen Ausflügen zählt das im Oktober 2008 initiierte Projekt „Qianxingzhe“ (前行者, dt.: ein Schritt vor tausend Schritten), das Improvisation, Neue Musik und Global Jazz vereint. Trotz oder gerade wegen ihrer teils experimentellen Spieltechnik erhielt sie selbst von eher konservativen Institutionen der Musikausbildung in China, höchste Anerkennung für ihre innovativen Ideen. 

Programmheft hier ansehen!

Fotos: © Song Xin

 

Konfuzius und die neue Weltordnung I

Ein Kooperationsprojekt mit dem KlangForum Heidelberg e.V. und dem Projekt „Worldmaking in Global Perspective—A Dialogue with China“ 

Samstag, 25. Juni 2022 | 20:00 Uhr | BETRIEBSWERK Heidelberg 

 

Von Weltordnungen und Menschenbildern 

Das Veranstaltungsplakat zeigt die sieben Saiten und den gewölbten Steg der Guqin 古琴. Die gerne so genannte “Literatenzither”, oft auch mit Konfuzius selbst in Verbindung gebracht, ist in China nicht irgendein Musikinstrument, sondern Symbol schlechthin für intime, unzweideutige Kommunikation verwandter Seelen und Individuen, immer an der Grenze zur Stille. Die Heidelberger Sinologin Prof. Dr. Barbara Mittler vom CATS (Center for Asian and Transcultural Studies) wird diesen, und andere, Hintergründe zur Einführung in den Konzertabend mit dem Titel „Konfuzius und die neue Weltordnung I“ vertiefen, aber vor allem wird sie Entschlüsselungshilfe an den ebenso kompliziert wie originell verschachtelten Texten unserer Auftragskompositionen leisten, die sowohl im Zusammenhang transkultureller Bemühungen (des KlangForum, des Center for Asian and Transcultural Studies, CATS, und natürlich auch unseres maßgeblich den transkulturellen Dialog unterstützenden Konfuzius-Instituts Heidelberg) stehen. 
 
Wenn es um “Konfuzius und die neue Weltordnung” geht, fragten wir am 25. Juni auch nach der Diversität der Menschenbilder im globalen Vergleich, besonders aktuell manifestiert in der größtmöglich vorstellbaren transkulturellen Distanz, der Begegnung mit China: vom Klangforum Heidelberg e.V. gemeinsam mit Prof. Dr. Barbara Mittler vom CATS, mit Dr. Petra Thiel vom Konfuzius-Institut Heidelberg und mit der Musikerin Tzu-Ning LIAO konzipiert, brachte das Programm wesentliche Aspekte unterschiedlicher kultureller Begrifflichkeit und Ästhetik zum Ausdruck. Uraufführungen zweier Werke mittelbar oder unmittelbar chinesischstämmiger Komponisten wurden mit Musik ”unserer” Renaissance verbunden, nämlich Chansons von Guillaume Dufay – allerdings erklangen diese hier unter Mitwirkung chinesischer Instrumente. Doch bereits zu Beginn der Veranstaltung hatten wechselnde kleinere Publikumskreise in mehreren Räumen die seltene Gelegenheit, Erhu, Sheng und Guqin auch solistisch und aus nächster Nähe zu hören. 
 
Beide Komponisten unserer Auftragskompositionen stammen aus Shanghai, haben aber verschiedene musikalische Lebenswege eingeschlagen: 
 
Haosi Howard CHEN, geb. 1991, migrierte früh in die USA und studierte schließlich ab 2016 bei Wolfgang Rihm in Karlsruhe. Seine Komposition “different anthems” (verschiedenen Hymnen) für 5 Stimmen und 2 Instrumente verbindet in deutscher, englischer und lateinischer Sprache Bibeltexte mit solchen von Ovid und Henry David Thoreau und schließlich Gedichten von Hai Zi (1964–1989), dem schon vor seinem Freitod berühmtesten chinesischen Untergrunddichter seiner Generation. 
 
SHEN Ye wurde 1977 ebenfalls in Shanghai geboren, ist heute dort Kompositionsprofessor – und beendete die Partitur seines vierteiligen, ebenfalls vielsprachigen Werkes unter den widrigen Bedingungen des pandemiebedingten und (übrigens erst genau heute) beendeten Ausnahmezustands in seiner Heimatstadt, der ihm auch die persönliche Teilnahme an unserem Projekt nicht erlaubt. 
 
Bezeichnenderweise war “Leute, könnt ihr das hören?” als Gesamtwerk bereits konzipiert, als das KlangForum Heidelberg 2020 – wie in einem Zufallsfenster des kulturellen Lockdowns – den 1. Teil “Babel” im Rahmen des weiteren musikalischen Kooperationsprojekts mit dem Konfuzius-Institut und CATS mit dem Titel  “EINGESPERRT” zur Uraufführung brachte. In den seitdem entstandenen restlichen Werkteilen kommen nicht nur weitere Schauplätze, Figuren und Textebenen hinzu, – etwa aus dem Buch Hiob, aus dem babylonischen “Ludlul bēl nēmeqi” und aus der sumerischen Ninkasi-Hymne und aus dem Chinesischen -, sondern auch choreographische Elemente, Samples und Elektronik. 

 

Programm:  

Haosi Howard CHEN: different anthems, 2022 (UA)
SHEN Ye: 们,你们可听见? , Leute, könnt ihr das hören?, 2022 (UA)
 

Guillaume Dufay: Je donne a tous les amoureux
Guillaume Dufay: Ne je ne dors ne je ne veille
Guillaume Dufay: Du tout m’estoie abandonné
 

Außerdem musikalische Weltvorstellungen aus dem alten und neueren China und Taiwan, Einführung: Prof. Dr. Barbara Mittler

Erhu: Tzu-Ning LIAO
Sheng: Shao-Huan HUNG
Guqin: Pengpeng LI

SCHOLA HEIDELBERG | ensemble aisthesis
 

Leitung: Walter Nußbaum 

Gefördert durch: Bundesministerium für Kultur und Medien, NeuStart Kultur, Ernst von Siemens Musikstiftung, Baden-Württemberg Stiftung. 

Die Aufführung am 26. Juni 2022 in Bonn findet in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn e.V. statt. 

 

 

 

 

 

 

Die Anwendung von Kräutern in der chinesischen Medizin

Wir schließen unsere Vortragsreihe zur chinesischen Medizin in diesem Sommer am Donnerstag, d. 23. Juni 2022 um 18 Uhr mit dem Vortrag “Die Anwendung von Kräutern in der chinesischen Medizin”.

Die Therapie mit natürlichen Kräutern, Wurzeln, Rinden, Beeren etc., macht in China 75% des therapeutischen Spektrums aus. Die Kräutertherapie ist insbesondere bei inneren Erkrankungen eine sinnvolle Ergänzung zur Akupunkturbehandlung. Jede Kräutermischung wird individuell auf den Patienten abgestimmt und kann in verschiedenen Darreichungsformen verabreicht werden. Einige Kräuter sind zum Kochen geeignet, einige können roh genossen werden.  Unsere Referentin Dr. Dr. Andrea-Mercedes Riegel stellt in ihrem Vortrag die wichtigsten Kräuter vor.    

Der Vortrag findet online statt. Sie sind herzlich eingeladen und wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion.

Kurzbiografie der Referentin

Andrea Mercedes Riegel schloss an ein Sprachenstudium ein Studium der Sinologie, Germanistik und Medizingeschichte an. Sie spezialisierte sich auf klassische chinesische Medizin, studierte 1989-1991 chinesische Medizin an einer privaten Fachschule in Taiwan. Auf die Promotion 1999 in Sinologie folgte 2010 eine weitere in theoretischer Medizin. Sie arbeitet seit 1999 in eigener Praxis. Fachpublikationen, Übersetzungen klassischer medizinischer Texte aus dem Chinesischen in europäische Sprachen sowie Lehrtätigkeit sind weitere Betätigungsfelder.

 

 

Lebendiger Neckar 2022

Nach langer, pandemiebedingter Pause fand endlich wieder der Aktionstag Lebendiger Neckar” mit Livemusik und Vorführungen, Mitmachangeboten und Infoständen, Flohmärkten und vielem mehr statt. Er wird traditionell am dritten Sonntag im Juni veranstaltet und fiel damit in dieses Jahr auf den 19. Juni 2022. Das Konfuzius-Institut Heidelberg präsentierte sich mit einem Informationsstand mit Mitmachangeboten von 11 bis 19 Uhr.

An unserem Stand erfuhren Sie nicht nur mehr über uns und unsere Arbeit, Sie hatten auch die Möglichkeit durch verschiedene Aktivitäten in die chinesische Kultur einzutauchen. Egal ob Kalligraphie, traditionelle chinesische Medizin oder Scherenschnitte, für alle war etwas dabei!

 

ChinaCool: Gaokao – Chinas Hochschulzulassungsprüfung

In China beginnen am 7. Juni 2022 die Prüfungen zur Hochschulzulassung, genannt Gaokao 高考. Passend dazu beschäftigt sich unser nächster ChinaCool-Vortrag mit diesem weichenstellenden Ereignis in der Schullaufbahn chinesischer Mittelschüler:innen. Unser Referent Yongjun Cai, der aktuell an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg promoviert, stellt uns die Prüfung vor und berichtet auch von seinen eigenen „Gaokao-Erfahrungen“.

Die Gaokao gilt als eine der schwierigsten Hochschulzulassungsprüfungen der Welt. Sie ist außerdem die wichtigste Prüfung, die die Schüler:innen in der chinesischen Oberstufe ablegen. Das Prüfungsergebnis bestimmt, ob und für welche Universitäten sich die Schüler:innen qualifizieren und beeinflusst dadurch auch maßgeblich ihre akademische und berufliche Zukunft.

Was ist ChinaCool?

Was wissen Deutsche eigentlich über China? Wie denkt man in Deutschland über China und welche Vorstellungen haben Chines:innen im Gegenzug von Deutschland und was denken Chines:innen über Deutsche?

Bei Chinacool hinterfragen wir gängige Vorurteile und Stereotypen über China und Deutschland und lernen den kulturellen Hintergrund des “anderen” Landes besser kennen. In Kurzvorträgen stellen wir Themen vor, die uns persönlich interessieren, die in China oder Deutschland gerade aktuell sind und uns Einblicke geben in Denken und Kultur in China wie in Deutschland. In kleinen Gruppen unterhalten wir uns in deutscher und chinesischer Sprache und lernen so China und Deutschland nicht nur aus einer oft ganz neuen Perspektive kennen, sondern haben auf diese Weise auch die Möglichkeit, unsere Sprachkenntnisse zu vertiefen, Sprachpartner:innen und Freunde zu finden.

Wir wollen gemeinsam lernen, dabei viel Spaß haben und Themen diskutieren, die uns ganz persönlich interessieren. Chinacool wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen organisiert. Ihr könnt eure Ideen einbringen und gemeinsam mit uns das Format gestalten. Wir freuen uns auf euch!

Ferienprogramm 2022

China entdecken – ohne zu reisen

7. bis 9. Juni 2022

Wir begleiten ein zehnjähriges chinesisches Mädchen, das wir Wang Ruyi nennen, drei Tage durch ihr alltägliches Leben in Shanghai.

Am ersten Tag Eurer Reise mit Ruyi bekommt ihr einen Eindruck von der chinesischen Sprache und Schrift, lernt ein bisschen Chinesisch sprechen und dürft auch mit Ruyi zusammen ausprobieren, die kunstvollen chinesischen Schriftzeichen mit dem Pinsel zu malen.

Am zweiten Tag zeigt sie Euch, wie es bei ihr in der Schule so zugeht, und was sie und ihre Freunde in Shanghai in ihrer Freizeit so machen und welche Hobbies ihnen am besten gefallen. Natürlich dürfen auch Ferien und Feiertage nicht fehlen. In China gibt es, wie in Deutschland, viele Feiertage. Ruyi zeigt Euch, wie sie diese Feiertage mit ihrer Familie feiert, was es zu Essen gibt, wie man mit Stäbchen isst und wie die Wohnung, Häuser und Straßen geschmückt werden. Ihr bastelt dafür mit Ruyi Festtagsdekorationen, die ihr dann bei Euch zuhause aufhängen könnt.

Am dritten Tag lernt ihr mit Ruyi die traditionelle Pekingoper kennen. Die Art und Farbe der Masken spielen dabei eine große Rolle. Ihr dürft Eure eigenen Pekingoper-Masken bemalen und zuhause vorführen. Aber Achtung, die Farben entscheiden, ob Eure Maske zu den Bösen oder Guten gehört. Und weil Ruyi natürlich doch eher moderne chinesische Popmusik mag, zeigt sie Euch am Ende der drei Tage noch, welche Musik sie und ihre Freunde in Shanghai am liebsten hören.

TRANSLASIEN 3×15

TRANSLASIEN 3×15. Literarische Begegnungen mit Übersetzer:innen aus süd- und ostasiatischen Sprachen

Das von der NEUSTART KULTUR Initiative geförderte Projekt TRANSLASIEN bringt erstmals in der UNESCO Creative City of Literature Heidelberg deutschsprachige Literaturübersetzer:innen aus den Sprachen Asiens zusammen, um neue Übersetzungsprojekte anzustoßen. In jeweils 15 Minuten werden drei Übersetzer:innen über ihre aktuellen Arbeiten sprechen und für uns noch unbekannte Texte aus dem süd- und ostasiatischen Sprachraum vorstellen.

Die literarische Produktion süd- und ostasiatischer Länder ist umfangreich, vielfältig und von sprachlichem Reichtum geprägt. Dennoch wird sie auf der internationalen literarischen Bühne kaum wahrgenommen. Dem Missverhältnis zwischen einer immensen literarischen Produktion auf der einen und der geringen Zahl an Übersetzungen auf der anderen Seite wirkt das Projekt TRANSLASIEN entgegen, indem es Begegnungs- und Produktionsräume für freischaffende Übersetzer:innen schafft. Diese unbekannteren Stimmen innerhalb der polyphonen Welt der Literatur ebnen als interkulturelle Expert:innen, als Sprach- und Interpretationskünstler:innen Geschichten und Gedichten den Weg zu den Leser:innen anderer Länder und Sprachräume. Das Projekt ist am Centrum für Asienwissenschaften und Transkulturelle Studien (CATS) der Universität Heidelberg, an dem zahlreiche süd- und ostasiatische Sprachen gelehrt werden, angesiedelt und wird in Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Heidelberg durchgeführt.

Mithilfe des TRANSLASIEN-Projektes werden neun Übersetzer:innen – darunter etablierte Namen sowie Nachwuchsübersetzer:innen – insgesamt 12 Monate nutzen, um neue Übersetzungen anzufertigen. Dies geschieht zum Großteil während einer Autor:innen-Residenz in der UNESCO Creative City of Literature Heidelberg. Die TRANSLASIEN-Übersetzungsprojekte reichen von Lyrik, autofiktionalem Erzählen, historischen Romanen bis zu zeitgenössischer Science-Fiction-Literatur und decken ein breites Spektrum an Sprachen ab, wie z.B. Hindi, Urdu, Dari, Japanisch, Hochchinesisch und Taiwanesisch. In der geplanten Abendveranstaltung kommen nun die Stimmen hinter den deutschsprachigen Übersetzungen zu Wort. Lassen Sie sich überraschen von der Vielfalt der Literaturen Ost- und Südasiens, lernen Sie in 3×15 Minuten neue Autor:innen kennen und freuen Sie sich auf Werkstattberichte der TRANSLASIEN-Übersetzer:innen!

Die Veranstaltung ist kostenfrei, jeder Teilnehmer muss sich trotzdem ein kostenloses Ticket auf der Website generieren bzw. herunterladen.

 

Kooperationspartner

Gefördert von:

Die chinesische Massage Tuina Anmo

Nach dem Auftaktthema über die Geschichte der chinesischen Medizin und ihre Charakteristika und dem Vortrag über Akupunktur stellt Dr. Dr. Andrea-Mercedes Riegel diesmal die chinesische Massage Tuina Anmo vor.

Die chinesische Massage ist eine nicht körperöffnende Therapiemethode, die durchaus auch als Ersatz für die Akupunktur eingesetzt werden kann. Sie unterscheidet sich von der klassischen Massage grundsätzlich, denn sie bezieht unter Berücksichtigung der Leitbahnenverläufe sowohl die Stimulation einzelner Reizpunkte, als auch die Stimulation ganzer Flächen ein. Kleinkinder verfügen über besondere Reflexzonen, z.B. an den Fingern, über deren Massage eine sanfte Regulation, z.B. der Verdauung, erfolgen kann.

Der Vortrag findet online statt. Sie sind herzlich eingeladen und wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion.

Kurzbiografie der Referentin

Andrea Mercedes Riegel schloss an ein Sprachenstudium ein Studium der Sinologie, Germanistik und Medizingeschichte an. Sie spezialisierte sich auf klassische chinesische Medizin, studierte 1989-1991 chinesische Medizin an einer privaten Fachschule in Taiwan. Auf die Promotion 1999 in Sinologie folgte 2010 eine weitere in theoretischer Medizin. Sie arbeitet seit 1999 in eigener Praxis. Fachpublikationen, Übersetzungen klassischer medizinischer Texte aus dem Chinesischen in europäische Sprachen sowie Lehrtätigkeit sind weitere Betätigungsfelder.