Musikworkshop & Konzertvortrag

Workshop: Musik aus Bambus, Stein und Seide

Workshop zum Kennenlernen und Ausprobieren chinesischer Musikinstrumente wie Xiao 箫, Xun埙, San Xian 三弦, Pipa 琵琶, Guzheng 古筝, Guqin 古琴, Sheng 笙, u.v.m.

Termin: Samstag, 28. November 2015
Uhrzeit: 16.00 – 18.00 Uhr
Ort: Interkulturelles Zentrum Heidelberg, Großer Saal, Landfriedkomplex/ Alte Eppelheimer Straße 50/Bergheimer Str.147, 69115 Heidelberg
Anmeldung bis 23.11.2015 per E-Mail unter iz@heidelberg.de (Eintritt frei)

Der Musikethnologe Ingo Stoevesandt präsentiert am 28. November 2015 ab 16 Uhr im Interkulturellen Zentrum (Landfriedkomplex) in einem interaktiven Workshop die vielfältigen Musikinstrumente Chinas. Alle vorgestellten Instrumente können auch eigenhändig vom Publikum ausprobiert werden, dabei sind keine musikalischen Vorkenntnisse nötig. Wenn Sie am Workshop teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis spätestens 23.11.2015 per E-Mail unter iz@heidelberg.de an.

Konzertvortrag: „Die Lyrik der Zither”

von Ingo Stoevesandt

Termin: Samstag, 28. November 2015
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Interkulturelles Zentrum Heidelberg, Großer Saal, Landfriedkomplex/ Alte Eppelheimer Straße 50/Bergheimer Str.147, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Musik, Lyrik und Prosa sind in China schon seit Jahrtausenden untrennbar miteinander verbunden. In einem Konzert auf chinesischen Saiteninstrumenten verbindet Ingo Stoevesandt traditionelle Musikstücke aus über 2000 Jahren Musikgeschichte mit dazu passenden Gedichten (in deutscher Übersetzung). Erleben Sie eine musikalisch-lyrische Zeitreise bis zurück zu Konfuzius!

Ingo Stoevesandt ist Musikethnologe aus Grasberg bei Bremen und als Liebhaber und aktiver Spieler der Guqin vor allem von der alten chinesischen Musik fasziniert. Seit 2002 besucht er regelmäßig Schulklassen, Museen und Universitäten mit seiner Sammlung, gibt Konzerte mit asiatischen Künstlern und hält Vorträge zum Thema asiatische Musikinstrumente.

Workshop und Konzertvortrag werden in Kooperation mit dem Interkulturellen Zentrum durchgeführt.

Konfuzius Institut Magazin 2015/5

Konfuzius Institut Das Magazin

Konfuzius Institut Magazin
Ausgabe 2015/5

Die chinesisch-deutsche Publikation „Konfuzius Institut“ wird seit 2014 herausgegeben. Den Lesern im deutschsprachigen Raum bietet das Magazin alle zwei Monate bereichernde und vielfältige Einblicke in die chinesische Kultur und Sprache. Das Magazin liegt kostenfrei in den Konfuzius-Instituten des deutschsprachigen Raums aus. In jeder Ausgabe finden Sie z. B. nützliche Vokabeln, leckere Rezeptideen und Berichte über die Aktivitäten von Konfuzius-Instituten im deutschsprachigen Raum. Bitte beachten Sie, dass das Magazin bei uns innerhalb weniger Tage vergriffen sein kann.

Link zum Durchblättern: https://issuu.com/konfuziusinstitut/docs/2015-05_konfuzius_institut

Ältere Ausgaben finden Sie hier.

Chinesische Zeitungskarikaturen: Lao Du

Lao Du 老杜漫画: Chinesische Zeitungskarikaturen 1995-2013

ausstellung 22.Juli – 20.November 2015

Vernissage: Mittwoch, 22. Juli 2015
Uhrzeit: 18.00Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Heidelberg
Speyerer Straße 6, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Jinsu Du (杜晋苏), Künstlername Lao Du,  wurde in Yinchuan, der Hauptstadt der Autonomen Region Ningxia der Hui-Nationalität geboren. Mit neun Jahren begann er zu zeichnen und erhielt bald regelmäßig Unterricht im Zeichnen und Malen. Nach dem Studium an der Kunstakademie in Xian ging er nach Peking. Seine ersten Karikaturen erschienen ab 1995 in der Tageszeitung Beijing Youth Daily, wo er festes Mitglied der Nachrichtenredaktion war und die wichtigen Schlagzeilen zeichnerisch kommentierte. Lange Jahre erschienen hier auch unter dem Titel „Kultiviert? Nein, da fehlt noch was…“ 《文明就差这一点》 regelmäßig gezeichnete Illustrationen zu Leserbriefen, die zu unerfreulichen Alltagserlebnissen eingesandt wurden. Im Jahr 2000 erschien eine Sammlung seiner Karikaturen unter dem Titel „Lao Du‘s News Cartoons“ (老杜新闻漫画).

Neben der Beijing Youth Daily wurden Lao Dus Karikaturen in vielen anderen chinesischen und ausländischen Medien veröffentlicht, darunter in Xinmin Weekly (Shanghai), Beijing Today, People’s Daily, Legal Daily, Beijing Weekly, Beijing Children’s Weekly, Beijing Middle School Times, Trends (时尚杂志), Il Cittadino Canadese (Kanada), Deutsch-Chinesisches Kulturnetz etc.

Die Zeitungskarikaturen wurden sieben Mal mit dem Pekinger Medienpreis und einmal mit dem Nationalen Medienpreis ausgezeichnet. Seine Reihe „Intellektuelle“, die ursprünglich für die Shanghaier Monatszeitschrift „Kulturausblick“《文景》entstand, war zuletzt Teil des Rahmenprogramms zu Storydrive China 2013, einer Konferenz der Frankfurter Buchmesse in Beijing.

Lao Du ist auch als freier Künstler tätig, er hat ein eigenes Atelier im Pekinger Künstlerdorf Songzhuang. Seine Werke in Öl, Acryl und mixed media werden häufig in China, den USA und anderen Ländern ausgestellt.

Die Kartographieprojekte des Kangxi-Kaisers

Die Kartographieprojekte des Kangxi-Kaisers

Vortrag von Helena Jaskov

Termin: Mittwoch, 04. November 2015
Uhrzeit: 18.00Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Heidelberg, Speyerer Str. 6, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Im 18. Jahrhundert hatte das chinesische Kaiserreich unter der Fremdherrschaft der mandschurischen Qing-Dynastie (1644-1911) seine größte territoriale Ausdehnung erfahren. Um die Integrität dieses riesigen Vielvölkerreiches zu sichern hatte der Kangxi-Kaiser (1654-1722) mehrere reichseinigende Projekte in die Wege geleitet, die von seinen Nachfolgern pflichtgetreu fortgeführt wurden. Unter diesen Projekten war die Kartierung des gesamten chinesischen Reiches sicherlich eines der augenscheinlichsten Zeugnisse territorialer Einheit. Das ambitionierte Landvermessungsprojekt wurde mit Hilfe europäischer Vermessungstechnik von den Jesuiten und ihren chinesischen Helfern durchgeführt. Gleichzeitig zu den Kartierungsarbeiten am Kangxi-Atlas (Huangyu quanlan tu) wurde am Kaiserhof die erste Reichschronik der Qing-Dynastie (Da Qing yitongzhi) kompiliert, für die ebenfalls eine große Menge geographischer Daten zusammengetragen werden musste.  Helena Jaskov behandelt in ihrem Vortrag den Entstehungsprozess dieser beiden geographischen Großprojekte am Beispiel der Kartierung der Mandschurei, und befasst sich kritisch mit ihrer Einordnung als „westlich und wissenschaftlich“ auf der einen Seite und „chinesisch und unwissenschaftlich“ auf der anderen.

Helena Jaskov hat an der Universität Heidelberg Sinologie und Japanologie studiert und ihre Magisterarbeit zur Bedeutung von Karten bei den Verhandlungen des ersten Grenzvertrages zwischen Russland und China geschrieben (1689). Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wissenschaftsgeschichte, Geschichte der chinesischen Kartographie und Emotionsgeschichte. Seit 2013 ist sie Doktorandin am Exzellenzcluster “Asia and Europe in a Global Context”  der Universität Heidelberg und arbeitet im Rahmen des Projektes “Melancholy” (MC 11.2) zur Bedeutung der Melancholie im Meiji-zeitlichen Japan.