Experimentelle Peking-Oper

Experimentelle Peking-Oper

Ein Werkstattbericht von Anna Peschke

Termin: Donnerstag, 27. November 2014
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Heidelberg, Speyerer Str. 6, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Während die Aufführungen der experimentellen Peking-Oper in China eine Auseinandersetzung mit der eigenen Theaterkultur darstellen, so bieten sie in Deutschland die Möglichkeit, einen bekannten Stoff neu zu rezipieren.
Die Regisseurin Anna Peschke wird eine kurze Einführung in die Geschichte der Peking-Oper geben und danach über ihre eigene Arbeit sprechen. 2012 inszenierte sie, u.a. mit Unterstützung des Konfuzius-Instituts Frankfurt, „Woyzeck“ als experimentelle Peking-Oper mit dem Schauspieler Wang Lu von der National Beijing Opera Company (Premiere in Frankfurt November 2012). 2013 inszenierte Peschke für das HIYEAF-Festival in Haikou (Hainan) eine Faust-Adaption mit drei Schauspielern der lokalen staatlichen Opern Company.

Anna Peschke, geboren 1978 in Heidelberg, arbeitet in den Bereichen Performance, Installation, Literatur und bildende Kunst. Ende 2009 schloss sie ihr Studium der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen bei Heiner Goebbels ab. Seitdem arbeitet Peschke vor allem als Regisseurin bei freien Performance-Projekten, die die konventionellen Genregrenzen überschreiten und neue Formen im Spannungsfeld zwischen Theater, Installation, szenischem Konzert Neuer Musik und bildender Kunst schaffen. Aus ihrer Beschäftigung mit der chinesischen Kultur entstand die Performance mit Peking-Oper-Elementen “Woyzecks Körper” (2012) und die Musik-Performance “Mein chinesisches Herz singt dir ein Lied” mit dem sie 2011 den Berliner Opernpreis gewonnen hat.

Konfuzius Institut Magazin 2014/3

Konfuzius Institut Das Magazin

Konfuzius Institut Magazin
Ausgabe 2014/3

Die chinesisch-deutsche Publikation „Konfuzius Institut“ wird seit 2014 herausgegeben. Den Lesern im deutschsprachigen Raum bietet das Magazin alle zwei Monate bereichernde und vielfältige Einblicke in die chinesische Kultur und Sprache. Das Magazin liegt kostenfrei in den Konfuzius-Instituten des deutschsprachigen Raums aus. In jeder Ausgabe finden Sie z. B. nützliche Vokabeln, leckere Rezeptideen und Berichte über die Aktivitäten von Konfuzius-Instituten im deutschsprachigen Raum. Bitte beachten Sie, dass das Magazin bei uns innerhalb weniger Tage vergriffen sein kann.

Link zum Durchblättern: https://issuu.com/konfuziusinstitut/docs/ki-magazin_03-2014

Ältere Ausgaben finden Sie hier.

Ausstellung “Mode und Malerei aus China”

Ausstellung Mode & Malerei aus China | 服装与绘画作品展

Werke von Gu Lin 顾临

Termin: 25.11. bis 28.11.2014
Uhrzeit: täglich von 09.00 bis 17.00 Uhr
Ort: Schloss Schwetzingen, südliches Zirkelhaus, 68723 Schwetzingen
Eintritt: frei (Eintritt Schlossgarten EUR 3 / 1,50)

Gu Lin ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Mode-Designerinnen und Künstlerinnen Chinas. Sie ist Exklusiv-
Designerin der chinesischen First Lady, Madame Peng Liyuan. Für den Europabesuch des chinesischen Staatspräsidenten
Xi Jinping im Frühjahr 2014 entwarf Gu Lin eine einzigartige Sonder-Kollektion für die Staatspräsidentengattin. Erstmals präsentiert Gu Lin ihre Mode-Kollektion und Kunstwerke nun in Deutschland.
Gu Lins Leitmotiv bei all ihren Entwürfen ist die Verbindung von Mensch und Natur sowie von Tradition und Moderne. Seit vielen Jahren setzt sie bei ihren Modellen traditionelle chinesische Stickerei ein. Mit ihrer Kombination aus alten chinesischen Elementen und zeitgenössischer Mode schuf Gu Lin in China einen neuen Mode-Trend. Alle Kleidungsstücke Gu Lins sind handgefertigt und Unikate – jedes Stück ist ein Kunstwerk für sich. Gu Lins Malstil beruht auf der chinesischen traditionellen Malkunst »Freehand Brushwork«. Äußere abstrakte Formen folgen in ihren Motiven den eigenen Emotionen und Gedanken.

Initiator: Internationale Organisation für Volkskunst-IOV
Hauptveranstalter: SinaLingua e. K. – Cross-Cultural Management
In Kooperation mit: Konfuzius-Institut an der Universität Heidelberg e.V.
Unterstützt durch: China-Initiative Heidelberg e.V.

Bericht zur Vernissage “Mode und Malerei aus China”, Rhein-Neckar-Zeitung, 26.11.2014

Der rote Phönix fliegt in den Modehimmel

von Marion Gottlob

Sie sieht aus wie ein ganz junges Mädchen, mit einer akkuraten Pony-Frisur, obenauf ein dicker Zopf und links ein einzelnes, lustiges Zöpfchen. Wenn sie spricht und ihre Worte mit den Händen unterstreicht, dann ist es, als würde sie mit den Gesten die Luft zu Wasser verdichten: Im Schloss zeigte die Modedesignerin Gu Lin aus China eine grandiose Modenschau auf Weltniveau. Ihre Show hatte sie mit einer Präsentation eigenerBilderkombiniert, eine geniale Idee. …

Vollständiger Artikel:

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Bericht zur Vernissage “Mode und Malerei aus China”, Schwetzinger Zeitung, 26.11.2014

Die Designerin von Chinas First Lady

von Sabine Zeuner

Farbexplosionen, die “aus dem Inneren der Seele” kommen, verbinden sich bei Gu Lin zum Gesamtkunstwerk. “Wenn ich male, dann spricht meine Seele, hält mit dem Pinsel auf der Leinwand das fest, was ich fühle, etwa wenn ich wandere”, sagt die chinesische Kostüm- und Modedesignerin, Schneiderin und Malerin zur Entstehung der großformatigen Exponate. …

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morgenweb.de (Hier finden Sie auch das Video)

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Die Unterwelt im vorbuddhistischen China

Die Unterwelt im vorbuddhistischen China im Spiegel neuer archäologischer Funde

Vortrag von SUn Hui

Termin: Mittwoch, 05. November 2014
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Konfuzius-Institut Heidelberg, Speyerer Str. 6, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Vorstellungen von Paradies und Hölle haben Jenseitsvorstellungen einer Reihe von Religionen im indogermanischen Kulturraum geprägt. In China fanden solche Vorstellungen durch den Einfluss des Buddhismus Eingang, insbesondere seit der Buddhismus im 5. Jahrhundert n. Chr. in China mehr und mehr Fuß gefasst hatte. Seit dieser Zeit sind chinesische Jenseitsvorstellungen stark von buddhistisch kosmologischen Vorstellungen geprägt. Jenseitsvorstellungen vor der Ankunft des Buddhismus im 1. Jahrhundert hingegen blieben bis in die jüngste Vergangenheit nebulös, da sie nur selten ihren Niederschlag in tradierten Texten finden. Doch archäologische Funde der letzten Jahrzehnte brachten etwas Licht ins Dunkel dieses Gebiets.

Sun Hui stellte eindrucksvoll ihre Arbeit als Kunsthistorikerin vor, anhand der Funde der Grabbeigaben Mangwangdui

Sun Hui 孙慧 ist Doktorandin am Institut für Sinologie an der Universität Heidelberg und Stipendiatin der Gerda Henkel Stiftung. Sie studierte Germanistik (BA) in Jinan und Kunstgeschichte Ostasiens, Klassische Sinologie sowie Erziehungswissenschaft (Magister) in Heidelberg. Von 2012 bis 2014 war sie als akademische Mitarbeiterin am Institut für Sinologie an der Universität Heidelberg tätig.