Chen Jianghong

Chen-Jianghong-Spezial im Konfuzius-Institut

Termin: Freitag, 26. November 2010
Ort: Buchhandlung Himmelheber,
Theaterstr. 16, 69117 Heidelberg
Lesung: An Großvaters Hand

Mit Chen Jianghong war am 26. und 27. November 2010 ein großartiger chinesischer Bilderbuchkünstler und Autor zu Gast im Konfuzius-Institut Heidelberg. Seine Bücher regen zum Nachdenken an, seine Illustraionen bewegen und begeistern Groß und Klein. So ist es nicht verwunderlich, dass er mit Han Gan und das Wunderpferd im Jahr 2005 den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch gewann und mehrfach nominiert und ausgezeichnet wurde. Auch An Großvaters Hand war 2010 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Die Veranstaltungen mit Chen Jianghong waren allesamt ausgebucht und besonders die Kinder waren begeistert.

Im Jahr 1966, am Vorabend der Kulturrevolution, beginnt Chen Jianghong die Erzählung seiner Lebensgeschichte. Zusammen mit seinen Eltern, Schwestern und Großeltern lebt er in einer Großstadt im Norden Chinas. Eine ganz besondere und innige Beziehung verbindet ihn mit seinem Großvater, von dem er viel lernt und mit dem er viele gemeinsame Stunden verbringt. Die Wirren der Kulturrevolution verändern das Leben der Familie Chen und prägen die Jugend des kleinen Jungen, der im Mittelpunkt der Geschichte steht. Einfühlsam und liebevoll beschreibt Chen Jianghong das Leben einer chinesischen Familie im China der 60er Jahre. Alltägliche Situationen, Bräuche, Veränderungen und Erfahrungen im Leben werden durch Illustrationen und anmutig schlichte Texte dargestellt. Aus den Augen eines heranwachsenden Jungen beschreibt Chen Jianghong eine der wichtigsten Auswirkungen der Kulturrevolution, nämlich die auf das Leben der Familien. Dies ist eine, sicher nicht nur für Kinder, sehr bewegende Geschichte. Im Anschluss an die Lesung stand Chen Jianghong für Fragen und zum Signieren seiner Bücher zur Verfügung. Die Moderation und  Übersetzung leitet Joachim Ziebe, M.A. vom Konfuzius-Institut Frankfurt.

Zeichenworkshop für Kinder mit Chen Jianghong

Termin: Samstag, 27. November 2010
Ort: Konfuzius-Institut Heidelberg, Speyerer Str. 6, 69115 Heidelberg
Intensive Farben und ausdrucksstarke Illustrationen sind charakteristisch für die Bilderbücher von Chen Jianghong. Bereits in jungen Jahren begeisterte sich Chen für Malerei, daher bot er exklusiv für Kinder einen Zeichenworkshop an, bei dem den Teilnehmern auf praktische Art und Weise die Grundlagen der chinesischen Malerei vermittelt wurden. Genau wie bei seinen Bilderbüchern wird mit Tusche auf chinesischem Reispapier gearbeitet. Eine einmalige Gelegenheit, einem großen Künstler bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen und von ihm zu lernen.

Lesung für Kinder: Der Tigerprinz (mit Illustrationen)

 

Termin: Samstag, 27. November 2010
Ort:  Konfuzius-Institut Heidelberg, Speyerer Str. 6, 69115 Heidelberg

Eine wundervolle Geschichte über Liebe, Geborgenheit und eine innige Freundschaft zwischen Mensch und Tier erzählt Chen Jianghong in Der Tigerprinz, für den er 2006 den Rattenfänger-Literaturpreis der Stadt Hameln erhielt. Unterstützt durch Illustrationen aus dem Buch und moderiert von Joachim Ziebe, M.A. vom Konfuzius-Institut Frankfurt, lud Chen Jianghong mit dieser Lesung ein in seine Welt aus Farben, Gefühl und Energie. Natürlich gab es auch bei dieser Lesung im Anschluss die Möglichkeit Bücher vom Autor signieren zu lassen.


Chen Jianghong wurde im Jahr 1963 in der chinesischen Hafenstadt Tianjin in der Provinz Hebei geboren. Bereits in jungen Jahren entschloss sich Chen Jianghong, sein Leben der Kunst zu widmen. Er studierte Malerei, zuerst in Tianjin, anschließend in Beijing. Seit 1987 lebt Chen als freischaffender Künstler in Paris und unterhält ein eigenes Atelier. Sein Debüt als eigenständiger Bilderbuchautor und -illustrator hatte Chen 1997 mit La légende du cerf-volant (Die Legende vom Papierdrachen). 2005 wurde Han Gan und das Wunderpferd mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Bilderbuch ausgezeichnet. 2006 gewann Der Tigerprinz den Rattenfänger-Literaturpreis der Stadt Hameln. Chens neuestes Werk An Großvaters Hand sorgte bereits auf der Frankfurter Buchmesse 2009 für Aufsehen und war 2010 ebenfalls für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Die deutschen Veröffentlichungen von Chen Jianghong erscheinen im Moritz-Verlag Frankfurt.


Joachim Ziebe wurde 1980 in Frankfurt am Main geboren. Nach dem Abitur im Jahr 2000 studierte er Sinologie und Germanistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität. Über die Arbeit an seinem Magisterthema: „Aspekte des Konfuzianismus im Chinabild von Chen Jianghong“ entstand die Verbindung zum Autor. Joachim Ziebe ist derzeit für das Konfuzius-Institut Frankfurt tätig.

Lesung: Von Jade und Holz – Leung Ping-kwan & Prof. Dr. Wolfgang Kubin

Lesung: Von Jade und Holz – Leung Ping-kwan und Prof. Dr. Wolfgang Kubin

Termin: Montag, 15. November 2010
Uhrzeit: 19.30 Uhr
Ort: Buchhandlung Himmelheber, Theaterstr. 16, 69117 Heidelberg

ZUR LESUNG:

“Von Jade und Holz” ist eine Sammlung von Leung Ping-kwans Gedichten aus über 25 Jahren, übersetzt von dem renommierten Sinologieprofessor Wolfgang Kubin. In seinen Gedichten erzählt Leung kleine Geschichtenvon seinen Reisen durch die Welt, von den Menschen, die er dort trifft und dem was sie essen. Leungs amüsante Beobachtungen und seine humorvolle, feinfühlige Sprache machen seine Gedichte zu etwas ganz besonderem. Leung geht es jedoch um viel mehr als Essen, er interessiert sich für den Wandel von Mensch und Kultur.

Prof. Dr. Wolfgang Kubin hat bereits im Rahmen der China-Wochen in Heidelberg gelesen, damals aus seinem eigenen Buch “Unterm Schnurbaum”. Diesmal kam er gemeinsam mit Leung Ping-kwan. Leung Ping-kwan rezitierte einige seiner Gedichte, Wolfgang Kubin las die Übersetzung. Im Anschluss standen beide in einer Diskussionsrunde für Fragen und Antworten zur Verfügung, sowie zum Signieren der Bücher.


Leung Ping-kwan (hochchinesisch Liang Bingjun), wurde 1948 auf dem Festland geboren, wuchs jedoch in Hongkong auf. Er  studierte von 1978 bis 1984 in den Vereinigten Staaten Komparatistik. 1998 kam er für das Künstlerprogramm des DAAD als Stipendiat nach Berlin. 2006 verbrachte er zwei Monate als writer-in-residence im Kloster von Saorge.

Heute lebt und arbeitet er als Professor für chinesische Literatur- und Filmgeschichte an der Lingnan-Universität in Hongkong, trotzdem ist der Kosmopolit immer noch viel auf Reisen. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit hat er sich zudem als Übersetzer und Filmkritiker einen Namen gemacht. Leung Ping-kwan ist eine der wichtigsten Stimmen der zeitgenössischen Hongkonger Literatur- und Kunstszene.

WEITERE INS DEUTSCHE ÜBERSETZTE VERÖFFENTLICHUNGEN DES AUTORS:

  • Von Politik und den Früchten des FeldesGedichte. Berlin: DAAD, 2000.
  • Seltsame Geschichten von Vögeln und Blumen. Gedichte, Hongkong: ohne Verlag, 2000.
(beide übersetzt von Wolfgang Kubin)

Prof. Dr. Wolfgang Kubin ist Inhaber des Lehrstuhls für Sinologie an der Universität Bonn, Übersetzer und Schriftsteller. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der klassischen und modernen Literatur- und Geistesgeschichte sowohl in der Tradition als auch in der Moderne. Für sein wissenschaftliches, übersetzerisches und literarisches Werk erhielt er diverse Preise, Auszeichnungen und Ehrenprofessuren. Am 29.08.2007 verlieh ihm die chinesische Regierung in der Großen Halle des Volkes den Staatspreis der VR China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur. Am 28.09.2009 erhielt er den Weilun-Forschungspreis der Tsinghua-Universität Peking. Als Schriftsteller verfasst er vornehmlich Lyrik und Essays, aber auch Erzählungen.