Unterm Schnurbaum

Termin:  Freitag, 23. April 2010
Uhrzeit: 19.30 – 21.00 Uhr
Ort: Kleiner Saal, Stadtbücherei Heidelberg

Wolfgang Kubin hat in den letzten zehn Jahren acht literarische Werke publiziert, darunter jüngst den Essayband „Unterm Schnurbaum”. Dieser behandelt vornehmlich die Veränderungen im
chinesischen Raum seit Beginn der 1990er Jahre aus poetischer und politischer Sicht. Schwerpunkt sind Peking, Hongkong und Macau. Der Schnurbaum ist eine Art Nationalsymbol Chinas – so wie die Eiche in Deutschland. Wolfgang Kubin erläutert anhand dieses Baumes, warum man beim Reisen eher sich selbst findet als den anderen: „Würde ein Chinese um eines Schnurbaums willen nach Bonn reisen? Würden wir uns in Peking auf die Suche nach einer deutschen Eiche begeben?“ fragt Kubin. „Wir möchten vielmehr in der Fremde das Fremde finden, sonst könnten wir ja daheim bleiben.“

Von Wolfgang Kubin sind bisher in Buchform die Gedichtbände Das neue Lied von der alten Verzweiflung (Bonn, 2000), Narrentürme (Bonn, 2002), Schattentänzer (Bonn, 2004), der Erzählband Die Geschichte der Schwärze und andere Geschichten (Wien, 2005) sowie Halbzeit einer Liebe. Eine Erzählung (Wien, 2006) und Lacrimae mundi. Gedichte (Wien, 2008) erschienen.  Des Weiteren Unterm Schnurbaum: Deutsch-Chinesische Wahlverwandschaften. Essays 1991−2009 (Bonn, 2009) und Brüder, ungewiss oder Was zu erzählen bleibt. Eine Erzählung (Klagenfurt, 2009).

Prof. Dr. Wolfgang Kubin ist Inhaber des Lehrstuhls für Sinologie an der Universität Bonn, Übersetzer und Schriftsteller. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der klassischen und modernen  Literatur-  und Geistesgeschichte sowohl in der Tradition als auch in der Moderne. Für sein wissenschaftliches, übersetzerisches und literarisches Werk erhielt er diverse Preise, Auszeichnungen und Ehrenprofessuren. Am 29.08.2007 verlieh ihm die chinesische Regierung in der Großen Halle des Volkes den Staatspreis der VR China für besondere Verdienste um die chinesische Buchkultur. Am 28.09.2009 erhielt er den Weilun-Forschungspreis der Tsinghua-Universität Peking. Als Schriftsteller verfaßt er vornehmlich Lyrik und Essays, aber auch Erzählungen.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.