John-Rabe-Abend

John-Rabe-Abend

Termin: Mittwoch  28. April 2010
Uhrzeit:  18.00 – 21.00 Uhr
Präsentation: Prof. Dr. Thomas Rabe
Ort: Karlstorkino, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg

Der Deutsche John Rabe, Siemens-Manager und NSDAP-Mitglied, rettet 1937 mehr als 200.000 Chinesen vor der japanischen Armee, die die Hauptstadt Nanking in ein brennendes Inferno verwandelt. Was bringt John Rabe dazu, sich den angreifenden Truppen mit dem Hakenkreuz in den Weg zu stellen? Die meisten Ausländer und reichen Chinesen haben Nanking längst verlassen, als die Truppen des ja panischen Kaiserreiches auf die chinesische Haupt­stadt zu  marschieren. Rabe aber bleibt. Der Angestellte hat einen Plan. Mit einigen Missionaren und Geschäftsleuten gründet er eine „Internationale Schutzzone“, in der die Bevölkerung Zuflucht findet und die er mit Zivilcourage und mit dem Hakenkreuz verteidigt. Im eigenen Wohnhaus und Garten nimmt er auf 1000 qm allein 650 Chinesen auf und schützt sie so vor dem sicheren Tod. Das Symbol der Nationalsozialisten flößt den Japanern Respekt ein. Zurück in Deutschland will Rabe von dem Massakerberichten, auch dem „Führer“. Hitler-Deutschland aber lässt Rabe fallen, er wird kurzfristig von der Gestapo verhaftet und zum Stillschweigen verurteilt. 1950 stirbt er in Berlin, krank und verarmt. Die Stadt Nanking möchte dieses Jahr auf dem Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Friedhof in Berlin-Charlottenburg ein Ehrengrabmal für John und Dora Rabe errichten.

In Nanking erinnert das frühere Wohnhaus von John Rabe als Friedensinstitut an sein Wirken in Nanking 1937/1938. In Heidelberg hat sein Enkel Prof. Dr. Thomas Rabe zusammen mit seiner Frau Elisabeta Rabe ein „John Rabe Kommunikationszentrum e. V.” gegründet mit dem Ziel, einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung zwischen China und Japan zu leisten.

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