China-Projekttag an der Max-Weber-Schule in Sinsheim

Am 15. Februar führte die Initiative „China an die Schulen“ einen Projekttag an der Max-Weber-Schule (MWS) in Sinsheim durch, an dem sich die 16 Teilnehmer/innen des diesjährigen Schüleraustauschs in einer intensiven Einführung zur chinesischen Sprache, Politik, Geografie und Wirtschaft auf ihren Aufenthalt in dem Land vorbereiteten.
Gleich zu Beginn haben die Schülerinnen und Schüler einen Crashkurs Chinesisch von Darui Tang bekommen, bei dem sie sich in der fremdartigen Aussprache des Chinesischen mit seinen vier Tönen ausprobieren konnten. Sie haben gelernt, sich kurz und höflich vorzustellen, wie man bis 10 zählt, dass man dafür nur eine Hand zum Abzählen braucht und wenn man auf deutsche Art zwei Cola bestellt, es passieren kann, dass man acht bekommt. Am Ende konnten sie sich ihren Mitschülern kurz auf Chinesisch vorstellen und beim abschließenden Bingo-Spiel auf Chinesisch hatten alle viel Spaß.
Im zweiten Teil haben sich die Teilnehmer/innen unter der Leitung von Daniel Simon in kleinen Gruppen verschiedene Themen zur Landeskunde selbst erarbeitet, um sie auf Plakaten darzustellen und ihren Mitschülern zu präsentieren. So haben sie herausgefunden, dass man in China heute zwei Kinder statt einem bekommen kann, dass der letzte chinesische Kaiser Puyi – zu dem Zeitpunkt noch ein kleines Kind – mehr als sechs Jahre vor dem deutschen Kaiser gestürzt wurde und dass der reichste Chinese und Gründer des Online-Händlers Alibaba, Jack Ma, früher Englischlehrer war und ausländische Touristen durch seine Heimatstadt geführt hat.
Heiko Lübben hat einen tieferen Einblick in die chinesische Wirtschaftsentwicklung und strategische Ziele gegeben. Die Schüler/innen, die ja selbst auf einer kaufmännischen Berufsschule mit Wirtschaftsgymnasium sind, haben erfahren, dass es statt Google und Facebook mit WhatsApp in China die Tech-Riesen Baidu und Tencent mit WeChat gibt. Darüber hinaus haben sie sich mit der fortschreitenden Internationalisierung der chinesischen Wirtschaft und dem globalen Infrastrukturprojekt „Neue Seidenstraße“ vertraut gemacht, einer internationalen Verflechtung, in deren Lauf auch Deutschland und China immer enger zusammenarbeiten werden.
Alles in allem war es ein informativer Tag mit vielen Themen zu Sprache, Kultur und Gesellschaft. Die Schüler/innen haben viele Fragen gestellt und rege Beiträge geleistet, wodurch es zum interessanten Austausch kam. Es bleibt zu hoffen, dass sie auch in Zukunft Gelegenheit haben, sich mit China zu beschäftigen.

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