Xu Bing im Dialog

Xu Bing Im Dialog

Veranstaltungsreihe mit Heinz-Götze-Gastprofessor Xu Bing vom 10. Juli bis 16. Juli 2015 in Heidelberg. Die Veranstaltungen dieser Reihe werden in englischer Sprache abgehalten.

Programmübersicht

INNOVATION FROM TRADITION: ÖFFENTLICHER ABENDVORTRAG

Termin: Freitag, 10. Juli 2015
Uhrzeit: 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Alte Universität, Aula, Grabengasse 1, 69117 Heidelberg
Eintritt: Frei, Registrierung bis 30. Juni 2015

XU BING IM GESPRÄCH

Termin: Samstag, 11. Juli 2015
Uhrzeit: 10.00 – 12.00 Uhr
Ort: Neue Universität, Hörsaal 13, Universitätsplatz,
69117 Heidelberg
Eintritt: Frei, Registrierung bis 30. Juni 2015

AUDIENCE PARTICIPATION IN XU BING’S WORKS: TRANSCULTURAL ISSUES IN GLOBAL CONTEMPORARY ART

Termin: Donnerstag, 16. Juli 2015
Uhrzeit: 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Karl Jaspers Zentrum, Voßstrasse 2, Geb. 440,
69115 Heidelberg
Eintritt: Frei, Registrierung bis 30. Juni 2015

ZU KÜNSTLER UND WERK

1977 begann Xu Bing (geb. 1955) nach drei Jahren der ‚geistigen Umerziehung‘ an der Pekinger Zentralakademie für Bildende Künste Druckgrafik zu studieren. In den Jahren seiner Studier- und Lehrtätigkeit als Druckgrafiker beschäftigte sich Xu Bing eingehend mit dem modularen, prozeduralen Charakter des Druckens und erhob diese Modularität zum zentralen Element seiner Konzeptkunst. Die Projekte “Five Series of Repetitions“, “Book from the Sky“ und “Ghosts Pounding the Wall“, welche er vor seiner Übersiedlung in die USA 1990 realisierte, waren repräsentative Arbeiten, die die Grundlage für seinen schnellen Aufstieg in der zeitgenössischen Kunstszene der 1990er bildeten.

Spielte Xu Bing mit Arbeiten wie “A, B, C…, A Case Study of Transference“, und “Telephone“ noch auf die Absurditäten kulturellen Austausches zwischen China und der westlichen Welt an, so nahm er Mitte der 1990er Jahre zunehmend Abstand von der Darstellung kommunikativer Differenzen und verlegte sich stattdessen auf die Schaffung von Schnittstellen kulturellen Austausches. Seine “Square Word Calligraphy“ war eine faszinierende Verschmelzung chinesischer Kalligraphietechnik mit dem englischen Alphabet, indem er nicht nur eine Reihe von Unterrichtsmethoden entwarf, sondern Ausstellungsräume gleichermaßen in Klassenzimmer verwandelte, wofür er 1999 den renommierten Genius Award der Mac Arthur Foundation erhielt.

Seit den späten 1990ern entstanden Xu Bings zahlreiche Projektbeiträge für internationale Ausstellungen allesamt aus dem Spannungsfeld zwischen ortsspezifischen Gegebenheiten und seiner eigenen kulturellen Herkunft heraus. Im Zeitalter der Globalisierung artikuliert Xu Bing auch persönliche Gefühle des Einzelnen von universeller Bedeutung: So nimmt eine Arbeit wie “Where Does the Dust Itself Collect?“ die Ereignisse des 11. September zum Anlass, um über den aktuellen Stand der Weltpolitik aus Sicht der buddhistischen Weisheitslehre zu reflektieren. Xu Bings Grundüberzeugung, dass Tradition ständig wiederbelebt werden muss, wenn sie in der heutigen Zeit nach wie vor von Bedeutung sein soll, wird das zentrale Thema der Heidelberger Vortragsreihe sein. Xu Bing war von 2007 bis 2015 Vizepräsident der Pekinger Zentralakademie der Bildenden Künste und lebt und arbeitet in Beijing und New York.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe mit Xu Bing sowie ausführliche Beschreibungen der jeweiligen Veranstaltungen entnehmen Sie dem Flyer zur Veranstaltungsreihe.

Veranstalter ist das Institut für Ostasiatische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg in Kooperation mit der Forschungsgruppe NET1, Heidelberger Centrum für Transkulturelle Studien (HCTS) und dem Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg.

Die Veranstaltung wird unterstützt von:

   

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