Interkulturelles Training für neuimmatrikulierte Studierende aus China und Taiwan

Aller Anfang ist schwer? Erfolgreich lernen und studieren an der Universität Heidelberg – Erstes interkulturelles Training für neu immatrikulierte Studierende aus China und Taiwan am Konfuzius-Institut Heidelberg

Termin: Sonntag, 27. Oktober 2013
Ort: Karl Jaspers Zentrum, Raum 112
Voßstraße 2, 69115 Heidelberg

Erfolg im Studium hängt von vielen Faktoren ab – unterschätzt werden jedoch häufig kulturelle Unterschiede, die zu Missverständnissen führen können. Aus diesem Grund fand am 27. Oktober 2013 zum ersten Mal ein interkulturelles und interaktives Sensibilisierungstraining für neu immatrikulierte Studierende aus China und Taiwan im Konfuzius-Institut Heidelberg statt. Ziel des Ganztagsworkshops war es, den neu in Heidelberg angekommenen Studierenden kulturelle Orientierungsmuster und deutsche Kulturstandards zu präsentieren sowie anhand von praxisorientierten Rollenspielen verschiedene Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen zu vermitteln. Geleitet wurde der Workshop von Dr. Dietlind Wünsche, einer promovierten Sinologin, interkulturellen Trainerin und Mitarbeiterin des Akademischen Auslandsamts der Universität Heidelberg.

Nach einer ersten Kennenlernrunde und einer Einführung in kulturtheoretische Begriffe und Konzepte wurde den Teilnehmern in einer interaktiven Übung gezeigt, wie schnell man falsche Schlüsse ziehen kann, wenn man bestimmte kulturelle Muster nicht kennt. So wurden aus zwei chinesischen Studierenden plötzlich zwei Vertreter der fiktiven „Albatros-Kultur“, die der Gruppe durch vorher abgesprochene Handlungen einen Einblick in „ihre“ Traditionen und Bräuche verschaffte. Die dargestellten Szenen, so wurde den Teilnehmern schnell klar, konnten auf verschiedene Weise interpretiert werden – meist wählt man dabei eine naheliegende Deutung, die bereits aus der eigenen Kultur vertraut ist, jedoch nicht immer den tatsächlichen Hintergründen entspricht.

Die insgesamt acht Unterrichtseinheiten regten zum Nachdenken über die eigene Kultur und zu eigenen Verhaltensmustern an, praktische Beispiele über das Studium in Deutschland ergänzten die theoretischen Einheiten. Wie erfolgreich dieses erste Training verlaufen ist, zeigte nicht nur die aktive Teilnahme und das gute Durchhaltevermögen der Studierenden während der komplexen Sitzungen – auch nach Workshopende verweilten noch viele in den Räumen des Konfuzius-Instituts, um sich weiter über das gerade Gelernte auszutauschen und über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu diskutieren. Wir freuen uns bereits auf das nächste interkulturelle Training, das nun regelmäßig für die neu immatrikulierten Studierenden aus China und Taiwan im Konfuzius-Institut stattfinden wird.

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