China an die Schulen! Podiumsdiskussion der China-AG des Carl-Benz-Gymnasiums Heidelberg

SchülerInnen organisieren deutsch-chinesische Podiumsdiskussion am Carl-Benz-Gymnasium in Ladenburg

Kurz vor den Sommerferien 2019 fand am Carl-Benz-Gymnasium (CBG)  in Ladenburg eine Podiumsdiskussion zum Thema Klima- und Umweltschutz an chinesischen und deutschen Schulen statt. Organisiert und durchgeführt wurde sie von Schülerinnen und Schülern der schuleigenen Umwelt AG unter der Leitung von Susanne Koch und der China AG unter der Leitung von Dorothea Slevogt vom Gemeinschaftsprojekt ‚China an die Schulen‘ des Sinologischen Institut Heidelberg und des Konfuzius Instituts. Ebenfalls waren chinesische Austauschschüler der Qingdao No. 2 Middle School, die sich gerade im Rahmen des Austauschprogramms mit dem Carl-Benz-Gymnasium in Deutschland aufhielten aktiv an der Durchführung der Podiumsdiskussion beteiligt. Die Diskussion und große Teile der Vorbereitung fanden deshalb in englischer Sprache statt – eine zusätzliche Herausforderung für die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Schulen.

Die Vorbereitungen hatten bereits viele Wochen zuvor in den jeweiligen AGs begonnen. Die Schüler der China AG hielten sich im April 2019 für zwei Wochen zum Austausch in China und konnten direkt vor Ort zum Thema recherchieren. Nach ihrer Rückkehr wurden Aufgaben verteilt und Themenblöcke mit Fragen für die Podiumsdiskussion formuliert und festgelegt. Es wurden Stellwände zu den jeweiligen Themenblöcken entworfen und Impulsreferate von SchülerInnen aus Qingdao und den beiden AGs des CBG zum Thema ‚ökologischer Fußabdruck‘, ‚Green Schools in China‘ und ‚Umweltschutz an der Qingdao No. 2 Middle School‘ vorbereitet.

Am Tag der Podiumsdiskussion, die in der Aula des CDG stattfand, wurde sich dann über Müllvermeidung und –entsorgung, Umwelterziehung, Energieeinsparung durch Solaranlagen, Temperatursensoren und manuelle Betätigungsmöglichkeiten für Klimaanlagen und Heizungen und die Nutzung von Fahrrädern für den Schulweg an den beiden Schulen ausgetauscht. SchülerInnen beschrieben dann die Situation an der jeweiligen Schule: An der Qingdao No. 2 Middle School gibt es für die SchülerInnen mehrere Kantinen mit Mehrweggeschirr und Mülltrennung, nicht so wie am CBG. Hier gibt es nur einen Kiosk. Die Behälter, in denen die Lebensmittel gekauft werden, sind meist Einwegverpackungen und werden einfach nur in einen beliebigen Mülleimer geworfen. An beiden Schulen gibt es auf den Dächern Solaranlagen für die Produktion für Strom. In China fährt fast keiner mit dem Fahrrad zur Schule, am CBG sind es mehr als die Hälfte der Schüler. Die chinesischen Schüler haben diesen Umstand mit den langen Anfahrtswegen erklärt. Im Bereich Umwelterziehung ist Qingdao dem CBG etwas voraus. Hier gibt es schon seit längerem Umwelttage und Wettbewerbe, Umweltbeauftragte und spezielle Kurse, für alle Schüler verpflichtend. Das CBG hat 2018 eine Umwelt AG ins Leben gerufen und im April 2019 pflanzten 50 junge Klimabotschafter der Schule 15 Bäume neue Bäume.

Die Podiumsdiskussion hat sicher zu einem besseren Verständnis über die Situation an den Schulen geführt und brachte die Möglichkeit voneinander lernen und so neue Ideen in den eigenen Umweltschutz einzubringen. Teilnehmer und Besucher der Podiumsdiskussion hatten am Ende noch die Möglichkeit eigene Ideen zur Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes auf eine extra angefertigte Stellwand zu schreiben und sich auf zwei weiteren Stellwänden zum Thema Umweltschutz an deutschen und chinesischen Schulen noch zu informieren.

Die Podiumsdiskussion war so insgesamt eine sehr gute und interessante Möglichkeit für die deutschen und chinesischen Schülerinnen und Schüler Erfahrungen miteinander in einem gemeinsamen Projekt zu sammeln und sich so besser kennenzulernen.

Anna Maria Seeger

(Schülerin am Carl-Benz-Gymnasium und China AG Teilnehmerin)

 

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