Ausstellung: Flucht deutscher Juden nach Shanghai 1938-1947

Termin: Mittwoch, 31. Mai 2017
Uhrzeit: 11.15 Uhr
Ort: Ganztageszentrum der IGH), Baden-Badener Str. 14, 69123 Heidelberg
Eintritt: frei

Während des Nationalsozialismus wurden in Shanghai etwa 20.000 jüdische Flüchtlinge aufgenommen und fanden so Rettung vor dem sicheren Tod. Die chinesische Metropole war der einzige noch offene Fluchtpunkt, der für deutsche Juden ohne Einreisevisum erreichbar war. Doch hier erwartete die darauf unvorbereiteten Flüchtlinge eine völlig andere Lebenswirklichkeit: Bedrückende Lebensumstände, Mittellosigkeit, eine fremde, so ganz anders geartete Welt, geprägt von interkulturellen Unterschieden und mit ungewisser Lebensperspektive.

Auch in der Gegenwart und in Deutschland sind uns gewaltige Migrationsbewegungen und die Begriffe Flucht und Flüchtlingskrise allzu vertraut. Dies ist der aktuelle zeitgeschichtliche Hintergrund, vor dem das Unterrichtsprojekt an der Internationalen Gesamtschule Heidelberg besondere Bedeutung erfährt. Hier beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrem Lehrer mit einem positiven Beispiel der deutsch-jüdisch-chinesischen Geschichte.
Denn in Shanghai wurden die deutschen Flüchtlinge weder als Sündenböcke benutzt, noch zur Zielscheibe der Unzufriedenen, noch ein Opfer des Fremdenhasses.

Bei der Ausstellungseröffnung führten die Schülerinnen und Schüler der IGH die Gäste durch die Ausstellung.

Am 17. September wird die Ausstellung anlässlich des Tags der Offenen Tür erneut im Konfuzius-Institut gezeigt und durch Dr. Steven Less eröffnet.

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