Vortrag:”Sovereign Performance: Toward an Aesthetic of the Ambulatory and the Aquatic” mit Barbara Mittler und Sumathi Ramaswamy

Am 23. Mai 2019 fand ein Vortrag mit Barbara Mittler und Sumathi Ramaswamy im Völkerkundemuseum statt.

In diesem Vortrag wurden singuläre Ereignisse in den Lebensgeschichten von Gandhi und Mao dargestellt, in denen sie ihren Körper in Form einer performativen Politik wirksam einsetzten. In Gandhis Fall haben wir den berühmten Salzmarsch im Jahr 1930 ausgewählt, als der leicht-gekleidete Mahatma mehr als 200 Meilen von Sabarmati nach Dandi ging, um eine Handvoll Salz am Meer herzustellen, mit dem er die Legitimität der britischen Herrschaft in Frage stellte. Der Marsch machte, mehr als jedes andere Ereignis, Gandhis nackten und beweglichen Körper global sichtbar und zog eine Menge Journalisten an den Ort des Geschehen.
Eines der bedeutendsten Ereignisse, die die Art der Körperpolitik der maoistischen Ära zeigt, ist das berühmte Schwimmen des Vorsitzenden im Fluss Yangzi am 16. Juli 1966. Das Ereignis markierte Maos Rückkehr an die Macht. Es diente dazu, die Eignung und die Fähigkeit Maos zu demonstrieren, seine Führung fortsetzen zu können. Diesem Ereignis wurde seitdem jedes Jahr in Wuhan und anderswo im Land mit zehntausenden Menschen gedacht, welche ihre Hingabe an den Vorsitzenden zum Ausdruck brachten.

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