Lesung und Literaturgespräch mit Cao Wenxuan

Termin: Freitag, 13. Oktober 2017
Uhrzeit: 17.30 bis 19.30 Uhr mit anschließendem Stehempfang
Ort: Hilde-Domin-Saal, Stadtbücherei Heidelberg, Poststraße 15, 69115 Heidelberg
Eintritt: frei

Am 13. Oktober 2017 hatten wir die Ehre den Autor und Andersen-Preisträger Cao Wenxuan in Heidelberg zu empfangen. In der Stadtbücherei Heidelberg wurde der Abend mit der Vernissage der Ausstellung chinesischer Bilderbücher feierlich eröffnet.
Unter den Besuchern der Ausstellungseröffnung sowie des Vortrags befanden sich nicht nur Menschen jeden Alters, sondern auch aus nah und fern. Die Vorfreude auf die Veranstaltung lag in der Luft und war deutlich zu spüren. Nach Grußworten von Christine Sass, der Büchereidirektorin, und Zhang Jiankang, dem Präsidenten der Phönix Verlagsgruppe, trat Cao Wenxuan auf die Bühne.

Er sprach von seiner Sicht auf die Literatur und wie er Entwicklungen und die Trends der letzten Jahre einschätzt. Durch seine verständlichen und oft humorvollen Vergleiche und einer Sprache, die sich in seinen Büchern widerspiegelt, entführte er die Zuhörer in seine Welt der Literatur. Er spricht von der Einsamkeit, in der man sich wiederfinden kann, wenn man eine Meinung zu Literatur vertritt, die dem Trend widerspricht. Seiner Auffassung nach unterliegt die Literatur im Gegensatz zu allen anderen Dingen nicht einer Evolution, sondern besitzt von Beginn an grundlegende Elemente. Sein Ziel ist es nicht Anerkennung zu ernten, sondern Menschen Vertrauen in die Menschlichkeit sowie Hoffnung auf das Leben zu geben und den Leser ein Stück weit menschlicher zu machen. Er spricht davon, dass gute Literatur Eleganz, Erhabenheit und künstlerische Ideen besitzen sollte. Das ist für ihn Literatur und so hat Literatur nichts mit Genres oder Kategorien zu tun; denn Literatur für Kinder oder für Erwachsene hat dieselben Grundlagen.

Nach dieser Rede las Cao Wenxuan aus seinem Buch „Das Schilfhaus“, die deutsche Version wurde von Professor Barbara Mittler vom Institut für Sinologie der Universität Heidelberg vorgetragen. Es ist erstaunlich, wie sich die beschriebenen Elemente in seinem Werk widerspiegeln. Schaute man sich in diesem Moment im Publikum um, sah man nur aufmerksame und gebannte Gesichter.

Im Anschluss fand ein Literaturgespräch von Cao Wenxuan, Petra Thiel (Geschäftsführende Direktorin Konfuzius-Institut Heidelberg) und Dr. Nora Frisch vom Drachenhaus Verlag statt. Moderiert wurde das Gespräch von Dr. Chen Ping (Gesandter Botschaftsrat von der Botschaft der VR China). Hierbei erfuhren die Zuhörer noch mehr über das Leben des Autors und wie seine Erfahrungen und auch die Fremder seine Geschichten beeinflusst haben.

Die Veranstaltung schloss zum Ausklang mit einem Stehempfang bei netten Gesprächen und leckeren Häppchen und gab Gelegenheit zum weiteren Austausch.

Fotos von Song Xin

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