
In jedem Jahr richtet das Konfuzius-Institut Bonn einen Übersetzungswettbewerb aus. In diesem Jahr wurde ein Text unserer Residenz-Autorin Xia Jia 夏笳 (*1984) ausgewählt. Die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Xia Jia zählt zu den bedeutendsten Stimmen der zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction und Fantasy. Nach ihrer Promotion in Vergleichender Literaturwissenschaft an der Peking University im Jahr 2014 lehrt sie heute chinesische Literatur an der Xi’an Jiaotong University. Für ihre Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit acht Galaxy Awards; ihre Werke erscheinen regelmäßig in renommierten internationalen und chinesischen Magazinen und wurden in zahlreiche Sprachen, darunter auch Deutsch, übersetzt.
In ihren Erzählungen verbindet Xia Jia wissenschaftliche Neugier mit poetischer Imagination und einem feinen Blick für zwischenmenschliche Beziehungen. Ihre Geschichten zeigen nicht selten Zukunftswelten, in denen technologische Entwicklungen mit Fragen nach Erinnerung, Identität und Fürsorge verknüpft sind. Statt dystopischer Zuspitzungen stehen häufig Empathie, kulturelle Traditionen und die leisen Veränderungen des Alltags im Mittelpunkt.
Der diesjährige Wetttbewerbstext “Warum ich noch keine KI-Geschichte geschrieben habe” 关于AI的⼩说还没写出来 wird im Zentrum des Übersetzungsworkshops stehen. Unter der Leitung des renommierten Übersetzers und Dozenten für literarisches Übersetzen, Dr. Marc Hermann, diskutieren die bestplatzierten Teilnehmer:innen des Wettbewerbs Übersetzungsmöglichkeiten und -strategien. Als Überraschungsgast wird die Autorin Xia Jia anwesend sein und sich den Fragen der Workshop-Teilnehmer:innen stellen.
In Kooperation mit dem Konfuzius-Institut Bonn.


