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Übersetzt aus der Zukunft I:Wenn der Nacktmull spricht. Wie übersetzt man mehr-als-menschliche Erzähler*innen?

18. September, 19:30 - 21:00

Auf einen Blick:

Start: FR, 18. September, 19:30 Uhr

Ort: Brotfabrik Berlin, Cali­ga­ri­platz 1, 13086 Ber­lin (Karte)

Tickets: 8,- € / ermäßigt 6,- €

Veranstaltungssprache: Deutsch

 

Übersetzt aus der Zukunft: Ein dezentrales Symposium zum Übersetzen von Science-Fiction und Spekulativer Literatur

Ein Nacktmullweibchen kommt nach Brüssel, um den Menschen das Ruder aus der Hand zu nehmen, denn dieses kluge Tier hat längst verstanden, wer dem Planeten schadet. Doch wie lassen sich die ungewöhnlichen Sinne einer tierischen Erzählerin ins Deutsche übertragen? Wie gefühlig darf man eine KI sprechen lassen? Und welche Bilder bewahren das Fremde einer Stimme, die nicht menschlich ist?

Zum Auftakt des dezentralen Symposiums »Zukunft übersetzen« versammelt der Abend drei Übersetzer*innen, die dem Nicht-Menschlichen eine Sprache geben. In Lesung und Gespräch wird spürbar, was Übersetzen mit dem »Noch-Nicht« zu tun hat: das Ringen um Bilder für das, was die Welt ist und was sie sein könnte.

Lisa Mensing berichtet aus ihrer Übersetzung von Tijl Nuyts’ Roman »Erdarbeiten«, in dem ein Nacktmullweibchen das europäische Verwaltungszentrum aufmischt. Karen Nölle übersetzt seit Jahren die legendäre Science Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin und leiht dabei ganz unterschiedlichen Lebewesen ihre Stimme. Und der Sinologe Felix Meyer zu Venne, der schon Ratten, KI und Drachenpferde übertragen hat, reist regelmäßig nach China und gibt einen Einblick in das nicht-menschliche Erzählen chinesischer Science Fiction. Die Moderation übernimmt Tim Holland.

Lisa Mensing, 1989 geboren, arbeitet als Übersetzerin aus dem Niederländischen und moderiert Lesungen. Sie hat u. a. Gaea Schoeters, Hanna Bervoets, Frank Martinus Arion und Christien Brinkgreve ins Deutsche übertragen. Sie lebt in Münster.

Felix Meyer zu Venne ist Sinologe, Übersetzer und Chinesischlehrer. Seit 2018 gehört er der Redaktion der Science Fiction-Zeitschrift »Kapsel« an; seit 2021 ist er Mitherausgeber der Zeitschrift. Er hat u. a. Werke von Jia Pingwa, Xia Jia, Jiang Bo, Baoshu, Regina Kanyu Wang und Chi Hui ins Deutsche übersetzt.

Karen Nölle lebt als Literaturübersetzerin, Lektorin und Autorin in der holsteinischen Schweiz. Sie übersetzt aus dem Englischen, fast nur Belletristik, fast immer von Autorinnen, zurzeit meistens Annie Dillard und Ursula K. Le Guin, von der im Herbst 2025 zuletzt der Band »Der Tag vor der Revolution« mit 26 Erzählungen erschienen ist.

Tim Hollandlebt als Autor, Literaturvermittler und Co-Verleger von hochroth München in Berlin. Zuletzt erschien das Langgedicht »wir zaudern, wir brennen« (Matthes & Seitz, 2022), das auch als kinetische Installation umgesetzt wurde. Wichtiger Teil seiner künstlerischen Praxis ist die Vermittlung von Literatur.

 

Die Veranstaltung ist Teil I des dezentralen Symposiums »Zukunft übersetzen« – initiiert von Lukas Dubro, Tim Holland und Sarah Käsmayr, in Kooperation mit dem Kapsel Magazin und dem Konfuzius Institut, gefördert durch den Deutschen Übersetzerfonds.

Übersetzer:innen, Autor:innen, Illustrator:innen, Wissenschaftler:innen und Science-Fiction-Leser:innen kommen an vier Abenden in Berlin, Heidelberg und Halle über das Übersetzen ins Gespräch, mit dabei: die chinesische Science-Fiction-Autorin Xia Jia, die ÜbersetzerInnen Karin Betz, Milena Adam, Karin Nölle, Lisa Mensing und Marc Hermann.

Kuratiert von Tim Holland, dem MaroVerlag und dem Kapsel-Projekt.

 

Gefördert von:

 

 

Kooperationspartner:

 

 

 

 

 

 

Details

Veranstalter

  • Konfuzius-Institut Heidelberg
  • MaroVerlag
  • Kapsel-Magazin

Veranstaltungsort

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  • Konfuzius-Institut Heidelberg
  • MaroVerlag
  • Kapsel-Magazin

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