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Übersetzt aus der Zukunft IV: Möglichkeiten, Sorgen und Wunschvorstellungen. Wie übersetzt man eigentlich (Sprach-)Bilder des »Noch-Nicht«?

11. November, 20:00 - 21:30

Auf einen Blick:

Start: DI, 11. November, 20:00 Uhr

Ort: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Neuwerk 7, 06108 Halle (Karte)

Eitritt:Frei

Veranstaltungssprache: Deutsch

 

Übersetzt aus der Zukunft: Ein dezentrales Symposium zum Übersetzen von Science-Fiction und Spekulativer Literatur

In einer U-Bahn verlieren die Passagiere während einer Fahrt durch einen endlosen Tunnel ihre menschliche Gestalt und verwandeln sich in Tiere oder altern ganz schnell. Riesige Seifenblasen lassen es in der Wüste regnen und machen diese wieder fruchtbar. Doch welche Sprache und welche Form verleiht man Wesen und Dingen, die es noch nicht gibt? Wie viel Bekanntes muss in einer Zeichnung stecken, damit wir sie noch »lesen« können? Und wie lassen sich flirrende Hologramme, changierende Emotionen und ungreifbare Zustände in elektrisierende Zeichnungen überführen, die man nicht mehr aus der Hand legen mag?

Für die Anthologie »Fließende Zeit« entstanden zu chinesischen Science-Fiction-Geschichten Zeichnungen von Studierenden der Burg Giebichenstein. Tim Holland beschäftigt sich als Lyriker mit spekulativen (Sprach-)Bildern und ihrer Vermittelbarkeit. Karin Betz übersetzt aus dem Chinesischen und dem Englischen und kann davon berichten, wie man fantastischen Körpern in einer anderen Sprache Gestalt verleihen kann.

In diesem Podium geht es ums Übersetzen im interdisziplinären Sinne: Angefangen mit der Frage, wie adäquat Übersetzungen in andere Sprachen möglich sind, sprechen wir über das »Salz in der Suppe« sowie die Gratwanderung zwischen der wörtlichen Übertragung eines Sprichworts und der Möglichkeit, erklärende Einschübe oder Fußnoten zu ergänzen, um Spezifika der Ausgangssprache zu übertragen. Außerdem wird es um visuelle Formen und Interpretationsversuche gehen: Wie »klingt« Spekulative Literatur in Bildform und wie kann Sprache sicht- und spürbar werden, wenn sie nicht hörbar ist?

 

Foto©: Barbara Neeb

Karin Betz übersetzt chinesische und englische Literatur, ist Kulturvermittlerin, Dozentin für literarisches Übersetzen, Moderatorin, Rezensentin und DJ. Zu den von ihr übersetzten Autoren gehören u.a. Literaturnobelpreisträger Mo Yan, Liao Yiwu, Cixin Liu, Xi Xi, Jin Yong und Can Xue. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit der August-Wilhelm-von-Schlegel Gastprofessur für die Poetik der Übersetzung an der FU Berlin 2021, und zuletzt mit dem Helmut-M.-Braem-Übersetzerpreis 2024 und dem Special Book Award of China.

 

 

 

 

Tim Holland, Autor, Literaturvermittler und Co-Verleger von hochroth München

Sarah Käsmayr, Buchgestalterin, Lektorin und Verlegerin des Augsburger MaroVerlags

 

Die Veranstaltung ist Teil III des dezentralen Symposiums »Zukunft übersetzen« – initiiert von Lukas Dubro, Tim Holland und Sarah Käsmayr, in Kooperation mit dem Kapsel Magazin und dem Konfuzius Institut, gefördert durch den Deutschen Übersetzerfonds.

Übersetzer:innen, Autor:innen, Illustrator:innen, Wissenschaftler:innen und Science-Fiction-Leser:innen kommen an vier Abenden in Berlin, Heidelberg und Halle über das Übersetzen ins Gespräch, mit dabei: die chinesische Science-Fiction-Autorin Xia Jia, die ÜbersetzerInnen Karin Betz, Milena Adam, Karin Nölle, Lisa Mensing und Marc Hermann.

Kuratiert von Tim Holland, dem MaroVerlag und dem Kapsel-Projekt.

Gefördert von:

 

 

Kooperationspartner:

 

 

 

 

 

 

 

Details

Veranstalter

  • Konfuzius-Institut Heidelberg
  • MaroVerlag
  • Kapsel-Magazin

Veranstaltungsort

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  • Konfuzius-Institut Heidelberg
  • MaroVerlag
  • Kapsel-Magazin

Veranstaltungsort