Sommerbericht

Sommerbericht

Wenn es ruhig im Konfuzius-Institut in Heidelberg wird, dann sind wir vermutlich gerade in China aktiv. So wie in diesem Sommer als Petra Thiel mit Heidelberger Professoren an der Konferenz „Differential Urbanisms: The City, Re-visited“ an unserer Partneruniversität, der Shanghai Jiao Tong Universität, teilnahm, Liu Nan und Dang Xu eine Arbeitstagung zu den HSK-Prüfungen in Dalian besuchten und Heidi Marweg und Janina Heker Summercamps für Schüler und Studierende nach China begleiteten.

Konferenz „Differential Urbanisms: The City, Re-visited”

Im Juni reiste eine Delegation von sechs Wissenschaftlern der Universität Heidelberg zur Partneruniversität des Konfuzius-Instituts, um an einer gemeinsam konzipierten internationalen Konferenz zum Thema Urbanismus, Stadtentwicklung und Stadtdarstellungen in Film, Musik und Kunst teilzunehmen. Möglich gemacht wurde diese Kooperation durch ein Förderprogramm des Hanban, den “Confucius China Studies Plan –International Conference Grant”. Die Wissenschafter aus den Bereichen Archäologie, Amerikanistik, Geschichte, Musikwissenschaft und Sinologie tauschten sich in Shanghai mit Kollegen aus China, USA und Japan aus und hatten die Gelegenheit, mit dem Chefplaner der Expo 2010 in Shanghai ins Gespräch zu kommen. Museumsbesuche und ein Ausflug nach Suzhou rundeten die wissenschaftliche Begegnung ab.

Tagung in Dalian

Im Fokus der Tagung stand die Frage, wie das Chinesischlernen und besonders die HSK-Prüfungen attraktiver werden können. 166 Direktoren und Prüfungsverantwortliche aus 52 Ländern diskutierten Möglichkeiten der Werbung und der Verknüpfung des HSK mit universitären Aufnahmeprüfungen sowie die unterschiedliche Preisgestaltung, besonders erfolgreiche Konfuzius-Institute stellten ihr Vorgehen vor. Momentan unterscheiden sich die Prüfungsgebühren innerhalb Europas enorm, langfristig wird hier eine Vereinheitlichung angestrebt.

Summercamp für Schüler

„Mein größter Wunsch war es, einmal auf der Chinesischen Mauer  zu gehen!“

Dieser Traum erfüllte sich für 16 Schüler und Schülerinnen aus Baden-Württemberg, die am diesjährigen Konfuzius-Summercamp für Schüler teilgenommen hatten. Die Fahrt zur Großen Mauer stellte für die meisten einen der Höhepunkte dar. Als weiteres Highlight wurde der Austausch mit chinesischen Gastfamilien in Tai’an empfunden und der schweißtreibende Aufstieg auf den Taishan, der von unvergesslichen Ausblicken in die Berge und Ebene gekrönt wurde. Unvergleichlich bleibt auch die Fahrt zum Bund in Shanghai sowie auf die in 474m Höhe liegende Aussichtsplattform des Shanghai World Financial Center. Die Skyline Shanghais überwältigte alle. Tief beeindruckt waren die Schüler auch von der großen Gastfreundschaft  und der stets kompetenten und freundlichen Betreuung vor Ort. Aus den Rückmeldungen ist zu hören, dass ein größeres gegenseitiges Verständnis Resultat der Reise ist. Die Schüler stehen weiterhin in Kontakt mit ihren Gastfamilien sowie mit dem Konfuzius-Institut Heidelberg.

Summercamp für Studierende

Die 16 jungen Studierenden, die dieses Jahr mit dem Summercamp größtenteils zum ersten Mal nach China reisten, lernten schnell sich in Shanghai zurechtzufinden. Dort staunten sie vor allem über Gegensätze der Stadt: Einerseits beeindrucken die modernen Hochhäuser am Shanghaier Bund, andererseits finden sich in der Innenstadt noch immer kleine Gassen mit Marktständen, Garküchen und vollbepackten Fahrrädern. Ein Ausflug auf den größeren, etwas außerhalb gelegenen Campus der Shanghai Jiao Tong Universität gab Einblick in das studentische Leben in China. Der Minhang-Campus gleicht einer Kleinstadt, in der alles was das studentische Herz begehrt zu finden ist. Täglicher Sprachunterricht, Workshops in Kalligraphie und Wushu sowie das gemeinsame Erkunden Shanghais, schweißte die Gruppe zusammen. Bestimmt wird es für manchen nicht der letzte Aufenthalt an der Shanghai Jiao Tong Universität gewesen sein, denn das Summercamp bestärkte bei einigen Teilnehmern das Interesse an einem Studienaufenthalt in China.

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